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SKF stellt neues, präzises Öl-Mikrodosiersystem zur Schmierung von Hochgeschwindigkeitsspindeln vor

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Die Dosiereinheit des SKF Mikrodosiergeräts versorgt bis zu vier Schmierstellen mit minimalen Ölmengen.
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2013 Juli 24, 08:00 CEST

Innovation mit Kostenvorteilen: ohne Druckluftverbrauch, präzise, kontinuierlich und überwacht.


Schweinfurt, den 24. Juli 2013

 

Immer häufiger werden Hochgeschwindigkeits-  spindeln mit Drehzahlkennwerten über 2 Mio. ndm (das entspricht z.B. 30.000 U/min bei einem Lagerdurchmesser 70 mm) in Werkzeugmaschinen eingesetzt. Das stellt hohe Anforderungen an die Lager und deren Schmierung. Umso mehr kommt es auf die exakte Dosierung und kontinuierliche Zuführung des Schmierstoffs in kleinsten Mengen an. Dieser Aufgabe hat sich SKF angenommen und in Zusammenarbeit mit renommierten Spindel-  herstellern das neue Mikrodosiersystem MDS zur Marktreife entwickelt. Das neue Mikrodosiersystem, das SKF auf der EMO in Hannover präsentiert (Halle 7, Stand A54), besteht aus einem Druck-Vorratsbehälter (MDR) und einer kompakten, intelligenten Dosiereinheit (MDU). Es ist ab sofort lieferbar.

 

Um die Vorteile dieses innovativen Systems vollständig nutzen zu können, muss die Konstruktion der Schmierstoffzuführung innerhalb der Spindel sowie die Lagerauswahl herstellerseitig für den Anschluss des Mikrodosiersystems vorgesehen sein. In verschiedenen Applikationstests mit Spindel- und Lagerexperten wurden hierzu Lösungsvorschläge für unterschiedlichste Anwendungsfälle ausgearbeitet.

 

Das Mikrodosiersystem versorgt bis zu vier Schmierstellen individuell mit Öl, das über Kapillarleitungen direkt an die Laufflächen der Lager geführt wird. Mikroventile, deren Durchsätze individuell steuerbar sind, dosieren den Schmierstoff in einem quasi kontinuierlichen Volumenstrom. Dieser ist für jede Schmierstelle auf 0,5 bis 5 mm³/min einstellbar. Zum Vergleich: Ein Tropfen Öl hat ein Volumen von etwa 30 mm³. Das SKF Schmiersystem löst also diese Menge in einen sehr feinen, kontinuierlichen Volumenstrom auf, der – je nach Einstellung – über 6 bis 60 Minuten an die Lagerstelle abgegeben wird.

 

Damit der Volumenstrom unabhängig von Druck, Temperatur und Viskosität konstant bleibt, wird das gesamte System mittels eines Strömungs- und Temperatursensors kontinuierlich überwacht, selbstständig kalibriert und gegebenenfalls nachgeregelt. Somit wird sichergestellt, dass die eingestellten, extrem kleinen Dosiermengen hochpräzise eingehalten werden. Die Toleranz liegt bei unter 5 Prozent.

 

Die derzeit noch weit verbreiteten Öl+Luft-Schmiersysteme benötigen Druckluft, um das Öl zur Lagerstelle zu transportieren. Die Erzeugung von hierfür geeigneter Druckluft bedeutet einen hohen Energiebedarf und damit einen nicht unerheb- lichen  Kostenaufwand im Betrieb. Zusätzlich erzeugt der kontinuierliche Luftstrom nicht unerhebliche Geräuschemissionen. Das neue SKF Mikrodosiersystem verzichtet auf diese Verbrauchsluft. Druckluft wird lediglich benötigt, um das Öl im Vorratsbehälter statisch unter Druck zu setzen – verbraucht wird diese Luft jedoch nicht. Berechnungen zeigen, dass allein durch den Wegfall der Kosten für Druckluft bei einer Spindel mit vier Schmierstellen eine jährliche Ersparnis im vierstelligen Euro-Bereich erzielt werden kann. Die Life-Cycle-Kostenbilanz des neuen SKF Systems weist damit deutliche Vorteile gegenüber den herkömmlichen Öl+Luft-Systemen auf.

 

Das SKF Mikrodosiersystem kann die Schmierstoffmenge hochdynamisch verändern, wenn etwa die Spindeldrehzahlen bzw. das Bearbeitungsprogramm der Werkzeugmaschine wechseln und sich dadurch der Schmierstoffbedarf verändert. Auch auf Viskositätsänderungen des Schmierstoffs (z.B. durch Temperaturschwankungen) reagiert das System unmittelbar und hält die Dosiermenge konstant.

 

Die minimale und präzise dosierte Ölmenge, die durch das System bereitgestellt wird, der deutlich reduzierte Energiebedarf durch den entfallenden Druckluftverbrauch und die deutlich reduzierten Geräuschemissionen leisten einen wesentlichen Beitrag zur Schonung der Umwelt.

 

Dabei benötigt das System keine teuren Spezialschmierstoffe. Niedrigviskose Spindelöle, wie sie bei Werkzeugmaschinen üblicherweise eingesetzt werden, sind für das Mikrodosiersystem geeignet.

Pressekontakt:


Dietmar Seidel, Leiter Technische Fachpresse Deutschland,

Tel. 09721-56 2843, E-Mail: dietmar.seidel@skf.com

 

Renate Schleyer, Technische Fachpresse Deutschland,

Tel. 09721-56-3339, E-Mail: renate.schleyer.fachpresse@skf.com

 

SKF ist ein weltweit führender Anbieter von Wälzlagern, Dichtungen, Mechatronik-Bauteilen und Schmiersystemen mit umfassenden Dienstleistungen in den Bereichen Engineering, Wartung und Instandhaltung sowie Training. Weltweit ist SKF in mehr als 130 Ländern präsent und arbeitet mit rund 15.000 Vertragshändlern zusammen. Der Umsatz der Unternehmensgruppe betrug im Jahr 2012 MSEK 64.575. Die Anzahl der Mitarbeiter lag bei 46.775.


Mehr Infos unter www.skf.com

 

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