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Die Formel 1 zu Gast bei der Formula Student

Dieter Gundel, Renningenieur der Scuderia Ferrari: „In mancher Hinsicht ist uns die Formula Student technisch voraus.”

Weltrekordhalter: Mit 2,134 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigt die batteriebetriebene Rakete der TU Delft rund vier Zehntelsekunden schneller als die hochgezüchteten Boliden der Formel 1.

Die Partnerschaft zwischen SKF und Ferrari währt bereits seit 1947. Das ist im schnelllebigen Formel 1-Zirkus die mit Abstand traditionsreichste Zusammenarbeit.

Im Vakuum geschmolzener Stahl, spezielle Keramiken für Rollen und Kugeln: Für die Formel 1 zieht SKF alle Register.

2014 August 30, 08:00 CEST

Kaum eineinhalb Wochen nach dem Grand Prix auf dem Hockenheimring war die Scuderia Ferrari schon wieder im Motodrom unterwegs: Auf Einladung von SKF schaute sich Ferraris Renningenieur Dieter Gundel bei den Nachwuchs-Konstrukteuren der Formula Student um. Gesprächsstoff gab’s beim „Treffen der Generationen“ zur Genüge: Während die Formel 1 noch immer mit einem Hybrid-Antrieb herumexperimentiert, sind 40 Teams der Formula Student bereits komplett elektrisch unterwegs.

Schweinfurt, den 30. Juli 2014

 

Aushängeschild der Formula Student Electric ist das von SKF unterstützte „DUT Racing Team“ der TU Delft: Mit ihrer batteriebetriebenen Rakete „flogen“ die Holländer in unglaublichen 2,134 Sekunden von 0 auf 100 km/h – Weltrekord. Angesichts einer derartigen Beschleunigung muss sich selbst die „Königsklasse des Motorsports“ hinten anstellen: Die hochgezüchteten Boliden der Formel 1 benötigen rund vier Zehntelsekunden mehr.

 

Kein Wunder also, dass sich die Formula Student einer wachsenden Beliebtheit erfreut: Für Hockenheim hatten sich diesmal insgesamt 202 Teams aus 38 Ländern beworben. Zugelassen wurden letztlich 115 Rennställe aus 26 Ländern, die derzeit um Punkte in verschiedenen Disziplinen wie Achter-Fahren, Beschleunigungstests, Autocross oder auch Langstreckenrennen kämpfen. Außerdem müssen sich die Teams einer betriebswirtschaftlichen Bewertung ihrer Business-Pläne stellen. Schließlich handelt es sich bei der Formula Student Germany nicht einfach nur um ein „Renn-Spektakel“, sondern vielmehr um eine umfassende „Konstrukteurs-Meisterschaft“.

 

Zum Formel 1-Zirkus trägt SKF allerdings ebenso maßgeblich bei wie zu den Meisterleistungen der Nachwuchs-Ingenieure: Als Spezialist für Lager und Lagereinheiten, Dichtungen, Mechatronik, Dienstleistungen und Schmiersysteme unterstützt das Unternehmen beide Rennserien. Tatsächlich besteht die Zusammenarbeit zwischen SKF und Ferrari schon seit 1947. Heute liefert SKF der Scuderia Ferrari u. a. Hybridlager für das Energierückgewinnungssystem, extrem leistungsfähige Getriebelager auf Basis spezieller Keramikrollen oder auch mit äußerst widerstandsfähigen Titankäfigen, innovative Gleitlager für die Radaufhängung, besonders reibungsarme Dichtungen sowie technische Dienstleistungen.

 

„Wenn man so will, sind praktisch alle Lagerstellen im Formel 1-Ferrari mit Lösungen aus unserem Haus ausgestattet“, so Jean-Sylvain Migliore, Chef der SKF Racing Unit, „und viele davon werden in Deutschland hergestellt.“ Aus den SKF Werken in Schweinfurt stammen beispielsweise die Getriebelager, Kupplungslager und Differentiallager – und diese kommen nicht nur im Ferrari, sondern bei nahezu allen Formel 1-Teams zum Einsatz.

 

Ähnlich umfangreich sieht die SKF Ausstattung auch für sieben Teams der Formula Student Germany aus: In den komplett selbstgebauten Rennwagen steckt Material über das gesamte SKF Produktportfolio hinweg, also etwa Rad- und Getriebelager, Gelenkköpfe, Dichtungen, etc. Außerdem stellt SKF den Hochschul-Teams diverse Messtechnik zur Verfügung und steht den Studenten bei Problemen mit Rat und Tat zur Seite.

 

Angesichts vergleichbarer technischer Herausforderungen fanden der Scuderia Ferrari-Experte aus Schwaben und die Nachwuchsingenieure aus ganz Deutschland allerlei Gesprächsstoff: Die Themenbandbreite reichte vom neuen Reglement in der aktuellen Formel 1-Saison über grundsätzliche Lösungsansätze im automobiltechnischen Höchstleistungsbereich bis hin zu ganz menschlichen Fragen wie „Wie viel verdient man eigentlich als Formel 1-Ingenieur?“ Rund drei Stunden lang stand Dieter Gundel den Studenten ebenso geduldig wie kompetent Rede und Antwort.

 

Zum Abschluss der Veranstaltung war den beeindruckten Studenten durchaus ein gewisser Stolz anzumerken: Zum einen darüber, dass man einen Renningenieur der legendären Scuderia Ferrari hautnah kennengelernt hat – und zum anderen darüber, dass von dessen langjähriger Zusammenarbeit mit SKF inzwischen auch das eigene Fahrzeug profitiert.

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