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Gestaltung der Lagerungen

Einsatz als reine Axiallager

Vierpunktlager werden in vielen Fällen zusammen mit einem anderen Radiallager als reine Axiallager eingesetzt. Die Außenringe dieser Vierpunktlager sind mit radialem Spiel im Gehäuse anzuordnen (Bild 1).

Wenn Vierpunktlager kombiniert mit Zylinderrollenlagern zum Einsatz kommen, ist darauf zu achten, dass das Betriebsspiel im Zylinderrollenlager stets kleiner ist, als das theoretische radiale Betriebsspiel im Vierpunktlager. Das theoretische radiale Betriebsspiel ergibt sich angenähert aus:

Cr = 0,7 Ca

Hierin sind
Cr=das theoretische radiale Betriebsspiel
Ca=Axialluft (Tabelle 1)
Der Außenring des Vierpunktlagers muss temperaturbedingte Ausgleichsbewegungen ausführen können. Er darf axial nicht verspannt werden, sondern ist mit kleinem axialen Spiel zwischen dem Außenring des anderen Radiallagers und dem Gehäusedeckel anzuordnen. Um den Außenring auf einfache Weise in Gehäuse festzulegen, sind die Lager mit Haltenuten zu verwenden (Bild 1). Bei axial verspannten Außenringen ist bei der Montage zumindest eine zentrische Ausrichtung des Außenringes sicherzustellen.

Senkrechte Wellen

Bei Vierpunktlagern mit außenringgeführtem Fensterkäfig aus Messing (Nachsetzzeichen MA) auf senkrechter Welle ist der angegebene Wert für die Grenzdrehzahl auf 70 % des in der Produkttabelle angegebenen Werts zu begrenzen. Wie bei allen Lagerungen mit senkrecht angeordneten Wellen ist für eine gute Abdichtung unterhalb des Lagers zu sorgen und ist eine ausreichende Schmierung sicherzustellen.

Belastungsverhältnisse

Zu beachten ist, dass in Vierpunktlager erst dann einwandfreie Abrollverhältnisse vorliegen, wenn die Kugeln die Laufbahnen jeweils nur in einem Punkt auf der Innenringlaufbahn und auf der Außenringlaufbahn berühren. Dies ist dann der Fall, wenn das Belastungsverhältnis
  • Fa/Fr ≥ 1,27 für Lager der Reihen QJ 2, QJ 3 und QJ 10 ist
  • Fa/Fr ≥ 1,78 für Lager der Reihe QJ 12 ist
Ein kleineres als das empfohlene Belastungsverhältnis kann eine Verkürzung der Lagergebrauchsdauer zur Folge haben.
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