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Abgedichtete Lager

Die einreihigen Rillenkugellager mit Einfüllnuten stehen bei SKF auch mit Deckscheiben auf einer oder beiden Seiten zur Verfügung. Angaben über die Eignung der verschiedenen Deckscheiben im Hinblick auf die Anforderungen enthält Tabelle 1. Die dort gemachten Angaben sind als Orientierungshilfen zu verstehen. Sie stellen keinen Ersatz für eigene Praxistests in einen bestimmten Anwendungsfall dar. Weitere Informationen enthält der Abschnitt Abgedichtete Lager.
Unter extremen Betriebsbedingungen, z. B. bei hohen Drehzahlen oder Betriebstemperaturen, kann bei Lagern mit Deckscheiben Fett am Innenring austreten. Für Lagerungen, bei denen dies von Nachteil sein kann, sind besondere konstruktive Maßnahmen vorzusehen. Weitere Auskünfte erhalten Sie vom Technischen SKF Beratungsservice.
Lager mit beidseitigen Deckscheiben sind auf Lebensdauer geschmiert und damit praktisch wartungsfrei. Sie werden bei höchsten Reinheitsanforderungen mit der geeigneten Menge hochwertigen Schmierfetts befüllt. Sie gelten als praktisch wartungsfrei. Wenn die Lager im angewärmten Zustand eingebaut werden sollen, werden zum Anwärmen Induktions-Anwärmgeräte empfohlen.
SKF empfiehlt für Lager mit Deckscheiben eine maximale Anwärmtemperatur von 80 °C. Sollten höhere Anwärmtemperaturen erforderlich sein, ist darauf zu achten, dass die für Fettfüllung zulässige Temperaturobergrenze nicht überschritten wird.
Deckscheiben

Die Lager mit Deckscheiben sind in erster Linie für Einbaufälle mit umlaufendem Innenring vorgesehen. Die Deckscheiben sitzen fest im Außenring und bilden mit der Innenringschulter einen engen berührungsfreien Dichtspalt. Die Deckscheiben sind aus Stahlblech und

Deckscheiben für einreihige SKF Rillenkugellager mit Einfüllnuten haben das Nachsetzzeichen Z. Im Normalfall sind sie mit einem zylindrischen Ansatz in der Bohrung versehen, der einen langen engen Spalt mit der Innenringschulter bildet (Bild 1). Bei den übrigen Deckscheiben entfällt dieser Ansatz (Bild 2).

Schmierfette für Lager mit Deckscheiben

Einreihige Rillenkugellager mit Einfüllnuten und Deckscheiben auf beiden Seiten sind serienmäßig mit dem Hochtemperaturschmierfett GJN gefüllt.

Auf Anforderung stehen zusätzlich noch Lager mit Sonderfetten zur Verfügung. Dazu gehören:

  • das Schmierfett HT für hohe Temperaturen oder das Schmierfett WT für einen weiten Temperaturbereich
  • das Schmierfett LHT23 für einen breiten Temperaturbereich und geräuscharmen Lauf
  • das Tieftemperaturfett LT

Die Eigenschaften der verschiedenen Schmierstoffe sind in Tabelle 2 aufgeführt. Die Bezeichnung für das Standardfett GJN erscheint nicht im Lagerkurzzeichen. Lager mit Sonderschmierfetten sind durch ein entsprechendes Nachsetzzeichen gekennzeichnet. Vor dem Bestellen von Lagern mit Spezialfettfüllung ist die Verfügbarkeit zu prüfen.

Fettgebrauchsdauer in Lagern mit Deckscheiben

Die Gebrauchsdauer von Schmierfetten in Lagern mit Deckscheiben kann entsprechend den nachfolgenden Angaben angenähert ermittelt werden. Die Fettgebrauchsdauer in Lagern mit Deckscheiben entspricht der Gebrauchsdauer L10 und gibt den Zeitpunkt an, zu dem noch 90 % der Lager zuverlässig geschmiert sind. Eine Abschätzung der Gebrauchsdauer anhand der Angaben unter (→ Schmierfristen), die auf einer Fettgebrauchsdauer L01 basiert, sollte nicht vorgenommen werden.

Die Fettgebrauchsdauer in Lagern mit Deckscheiben hängt ab von der Betriebstemperatur und dem zulässigen Drehzahlkennwert. Sie wird anhand von Diagramm 1 ermittelt. Der jeweilige Fettleistungsfaktor (GPF = Grease Performance Factor) ist in Tabelle 2 angegeben.

Die Fettgebrauchsdauer gilt für folgende Betriebsbedingungen:

  • waagerecht angeordnete Welle
  • umlaufender Innenring
  • niedrige Belastungen (P ≤ 0,05 C)
  • Betriebstemperaturen innerhalb der grün dargestellten Temperaturzone des Fetts (Tabelle 2)
  • stationäre Maschine
  • schwingungsarmer Betrieb

Bei abweichenden Betriebsbedingungen ist die aus Diagramm 1 ermittelte Gebrauchsdauer zu reduzieren und zwar:

  • bei vertikaler Wellenanordnung um 50 %
  • bei höheren Belastungen (P > 0,05 C) um die in Tabelle 3 angegebenen Reduktionsfaktoren.
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