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Lager mit zylindrischer Bohrung

Bei selbsthaltenden Lagern immer den Ring zuerst einbauen, der die festere Passung haben muss. Die Sitzfläche vor dem Einbau mit einem dünnen Ölfilm benetzen.

Mechanischer Einbau

Wenn die Passung nicht fest genug ist, können kleine Lager mit leichten Hammerschlägen auf eine an der Lagerringstirnseite aufgesetzte Hülse in ihre Position gebracht werden. Die Hammerschläge sollten gleichmäßig auf den Ring verteilt sein, um ein Verkanten und Kippen des Lagers zu vermeiden. Bei Verwendung eines Einpressdorns statt einer Hülse kann die Einbaukraft zentral angreifen (Bild 1).
Wenn ein selbsthaltendes Lager auf die Welle und in die Gehäusebohrung gedrückt werden muss, muss die Einbaukraft gleichmäßig auf beide Ringe verteilt werden und die Anlaufflächen des Einbauwerkzeugs müssen in der gleichen Ebene liegen. In diesem Fall sollte ein Lagereinbauwerkzeug verwendet werden, bei dem ein Schlagring auf den Seitenstirnflächen des Innenrings und des Außenrings sitzt, und die Hülse die zentral wirkenden Einbaukräfte aufnimmt und überträgt (Bild 2).
Bei Pendelkugellagern verhindert ein Zwischeneinbauring, dass der Außenring beim Einsetzen des Lagers mit der Welle in die Gehäusebohrung verdreht oder gekippt wird (Bild 3). Es sei darauf hingewiesen, dass die Kugeln mancher Pendelkugellager an den Seitenflächen des Lagers hervorstehen, sodass der Zwischeneinbauring Aussparungen haben sollte, damit die Kugeln nicht beschädigt werden. Beim Serieneinbau von Lagern werden meist hydraulische oder mechanische Eindrückvorrichtungen verwendet.
Bei nicht selbsthaltenden Lagern kann der Innenring unabhängig vom Außenring eingebaut werden; dies vereinfacht den Einbau insbesondere dann, wenn beide Ringe eine feste Passung haben sollen. Beim Einbau der Welle mit dem bereits eingebauten Innenring in das Gehäuse mit dem Außenring prüfen, ob die Teile korrekt ausgerichtet sind, um ein Zerkratzen der Laufbahnen und Wälzkörper zu vermeiden. Beim Einbau von Zylinder- und Nadelrollenlagern mit einem Innenring ohne Borde oder nur einem einseitigen Bord empfiehlt SKF die Verwendung einer Montagehülse (Bild 4). Der Außendurchmesser der Hülse sollte dem Laufbahndurchmesser F des Innenrings entsprechen und mit einer Toleranz d10 gefertigt sein. Nadelhülsen und Nadelbüchsen werden am besten mit einem Einpressdorn eingebaut, siehe dazu die Einbauanweisungen im Abschnitt Nadelhülsen und Nadelbüchsen.

Einbau im angewärmten Zustand

Größere Lager können in der Regel nicht im kalten Zustand eingebaut werden, weil mit zunehmender Lagergröße die erforderlichen Einbaukräfte stark ansteigen. Die Lager, die Innenringe bzw. die Gehäuse (das heißt die Naben) werden vor dem Einbau erwärmt.
Die für den Einbau erforderliche Temperaturdifferenz zwischen Lagerring und Gegenstück richtet sich nach dem Passungsübermaß und dem Durchmesser des Lagersitzes. Lager sollten nicht auf Temperaturen über 125 °C erwärmt werden, da es sonst zu Maßänderungen aufgrund von Änderungen in der Struktur des Lagerwerkstoffs kommen kann. Lager mit Deckscheiben oder Dichtungen sollten aufgrund der Fettfüllung bzw. des Dichtungswerkstoffs nicht über 80 °C erwärmt werden.
Beim Anwärmen darauf achten, dass es nicht zu lokalen Überhitzungen kommt. Mit den elektrischen SKF Induktionsanwärmgeräten (Bild 5) lässt sich eine gleichmäßige Wärmeverteilung erreichen. Bei Vorwärmplatten muss das Lager mehrmals umgedreht werden. Vorwärmplatten dürfen nicht zur Erwärmung von Lagern mit Dichtungen verwendet werden.

Lageranstellung

Die Lagerluft von einreihigen Schrägkugellagern und Kegelrollenlagern wird im Gegensatz zu anderen Radiallagern mit zylindrischer Bohrung nur erreicht, wenn ein Lager gegenüber einem zweiten Lager angestellt wird. In der Regel sind diese Lager paarweise in X- oder O-Anordnung eingebaut, und ein Lagerring wird axial verschoben, bis eine bestimmte Vorspannung oder Lagerluft erreicht ist. Ob eine Vorspannung oder eine Lagerluft gewählt wird, hängt von den Anforderungen an die Lageranordnung und den Betriebsbedingungen ab. Weitere Informationen über Lagervorspannungen finden Sie in dem Abschnitt Vorspannung, das heißt, die Empfehlungen im Folgenden beziehen sich ausschließlich auf die Einstellung der Lagerluft in Lageranordnungen mit Kegelrollenlagern und Axialkugellagern.
Der entsprechende Wert für die Lagerluft wird erreicht, wenn beim Einbau berücksichtigt wird, unter welchen Bedingungen das Lager bei Betriebstemperatur belastet wird. Je nach Größe und Anordnung der Lager, dem Werkstoff der Wellen und Gehäuse und dem Abstand zwischen den beiden Lagern kann die Anfangslagerluft beim Einbau kleiner oder größer als im tatsächlichen Betrieb sein. Wenn beispielsweise unterschiedliche Wärmedehnungen des Außenrings und des Innenrings zu einer Verringerung der Lagerluft im Betrieb führen, muss die Anfangslagerluft deutlich größer sein, sodass ein Verzug der Lager mit entsprechenden Nachteilen vermieden wird.
Da es eine definierte Beziehung zwischen der axialen und radialen Lagerluft von Schrägkugellagern bzw. Kegelrollenlagern gibt, reicht es aus, einen Wert anzugeben, in der Regel die axiale Lagerluft. Dieser angegebene Wert wird dann bei einer Lagerluft 0 erreicht, indem eine Wellenmutter bzw. ein Gewindering in der Gehäusebohrung gelockert oder festgezogen wird oder kalibrierte Pass-Scheiben oder Beilagen zwischen einem der Lagerringe und seiner Anlauffläche platziert werden. Mit welchen Verfahren die Lagerluft eingestellt und überprüft wird, hängt davon ab, ob nur einige oder viele Lager eingebaut werden sollen.
Ein Verfahren ist die Prüfung der eingestellten axialen Lagerluft, beispielsweise für eine Radlagereinheit, mit einer an der Nabe befestigten Messuhr (Bild 6). Bei der Einstellung von Kegelrollenlagern muss bei der Messung der Lagerluft diese Welle bzw. das Gehäuse in beide Richtungen mehrere Umdrehungen gedreht werden, um sicherzugehen, dass die Wälzkörperenden korrekten Kontakt mit dem Führungsbord am inneren Ring haben. Wenn der Kontakt nicht gewährleistet ist, ist das Messergebnis falsch, und die gewünschte Einstellung wird nicht erreicht.
Ausführliche Anweisungen für ausgewählte Lager finden Sie auf <<a href="http://skf.com/mount" class="external" target="_blank" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">>skf.com/mount.
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