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Grenzdrehzahl

Die kinematischen Grenzdrehzahlen hängen hauptsächlich ab von den Kriterien Formstabilität und Festigkeit des Käfigs, Schmierung der Käfigführungsflächen, Genauigkeit der Lagerung und den von den Wälzkörpern verursachten Zentrifugal- und Massenkräften. Aber auch weitere Faktoren, wie die Ausführung der Dichtung oder die Art des Schmierstoffs, spielen eine Rolle.
Es liegen Erfahrungswerte über höchstzulässige Drehzahlen vor, die aus technischen Gründen oder mit Rücksicht auf den erforderlichen Aufwand, die Betriebstemperatur im zulässigen Bereich zu halten, nicht überschritten werden sollten.
Die in den Produkttabellen angegebenen Grenzdrehzahlen gelten für die jeweils aufgeführte Lagerausführung. Wenn die Grenzdrehzahl oberhalb der Referenzdrehzahl liegt, ist bei dieser Drehzahl das Wärmegleichgewicht in Lager nicht mehr gegeben und mit deutlich höheren Betriebstemperaturen zu rechnen. Bei solchen Gegebenheiten sind zusätzliche Korrekturmaßnahmen erforderlich (→ Drehzahlen oberhalb der Referenzdrehzahl). Reichen diese Korrekturmaßnahmen nicht aus, sind das Betriebsspiel sowie die Formgenauigkeit der Lagersitze auf der Welle und im Gehäuse zu überprüfen und gegebenenfalls den anspruchsvolleren Betriebsbedingungen anzupassen (→ Zylinderformtoleranzen).
Auch ist Eignung aller Werkstoffe in der Lagerung im Hinblick auf die Betriebstemperatur und die erforderliche Gebrauchsdauer zu überprüfen (→ Werkstoffe für Wälzlager und Schmierfette). Wenn die Betriebstemperaturen in einer Lagerung die für das Lager zulässigen Höchsttemperatur überschreiten, z.B. 120 °C für die Stabilitätsklasse SN (→ Einfluss der Betriebstemperatur) sollten Lager einer höheren Stabilitätsklasse gewählt werden, um schädlichen Maßänderungen im Betrieb vorzubeugen.
Bei Fettschmierung sind zusätzliche Kriterien, wie z.B. die Schmierung der Käfigführungsflächen und das Konsistenzverhalten des Fetts bei Betriebstemperatur zu berücksichtigen (→ Fettschmierung).
Bei nicht abgedichteten Radial-Kugellagern übersteigen die Referenzdrehzahlen im Normalfall die Grenzdrehzahlen. Bei diesen Lagern muss eine anwendungsspezifische Referenzdrehzahl ermittelt werden, die stets mit der Grenzdrehzahl verglichen werden muss. Der jeweils niedrigere Wert ist maßgebend.
Grundsätzlich ist bei hohen Drehzahlen zu beachten, dass eine bestimmte Mindestbelastung des Lagers erforderlich ist. Angaben zur Mindestbelastung enthalten der Abschnitt Belastungen und die jeweiligen Produktabschnitte.
Wenn die Grenzdrehzahl den Anforderungen eines Anwendungsfalls nicht genügt, sind Korrekturmaßnahmen erforderlich. Dazu gehören die Erhöhung der Lagerlaufgenauigkeit, die Wahl einer geeigneteren Käfigausführung, Verbesserungen hinsichtlich Schmierstoff oder -verfahren sowie die Verbesserung der Wärmeabfuhr aus der Lagerung.
In solchen Fällen sollte immer der Technische SKF Beratungsservice eingeschaltet werden.
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