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SNLN-30-Stehlagergehäuse

SNLN-30-Stehlagergehäuse
SNLN-30-Stehlagergehäuse sind geteilte Gehäuse für Pendelrollenlager der Reihe 230. Sie sind für die Fettschmierung vorgesehen. Die Gehäuse bestehen aus Ober- und Unterteil und sind mit einer Ringschraube im Oberteil sowie zwei gegossenen Fußlöchern für Befestigungsschrauben versehen. Sie entsprechen ISO 113 und sind dimensionsgleich mit den früheren SN-30-Gehäusen.

Eigenschaften und Vorteile

SNLN-30-Stehlagergehäuse zeichnen sich durch folgende Eigenschaften und Vorteile aus:

Steifes Gehäuse

Steifes Gehäuse
Bild 1
Der Gehäusefuß ist durch Stege verstärkt und mit zusätzlichem Material um die Befestigungslöcher herum versehen (Bild 1). Die Vorspannkräfte der Befestigungsschrauben sorgen für einen sicheren Formschluss mit der Aufspannfläche. Ein zu hohes Anzugsmoment kann den Fuß und damit das Gehäuse nicht verformen.

Hervorragende Wärmeableitung

Hervorragende Wärmeableitung
Bild 2
Die mittige kreuzförmige Verstärkung im Gehäusefuß (Bild 2) vergrößert die Berührungsfläche des Gehäuses mit der Aufspannfläche und sorgt für einen besseren Wärmefluss vom Lageraußenring zur Aufspannfläche.

Schmierfettleitsystem

Schmierfettleitsystem
Bild 3
Zur wirkungsvolleren Nachschmierung über eine seitliche Bohrung haben die SNLN-30-Stehlagergehäuse einen integrierten Flansch, der den Schmierstoff vom Schmiernippel direkt zum Lager leitet (Bild 3). Diese Funktion ist für Gehäuse bis einschließlich Größe 3038 verfügbar.

Kennzeichnung der Gehäuseteile

Kennzeichnung der Gehäuseteile
Bild 4
Gehäuseober- und -unterteil werden bei der Fertigung zusammengepasst und sind nicht austauschbar. Um ein Vertauschen zu verhindern, sind Gehäuseoberteil und -unterteil mit einer eindeutigen Seriennummer gekennzeichnet (Bild 4).

Ankörnungen zur Befestigung von Zubehör

Ankörnungen zur Befestigung von Zubehör
Bild 5
In das Gehäuseoberteil eingebrachte Ankerbungen zeigen an, wo Schmiernippel und Zustandsüberwachungssensoren optimal montiert werden können (Bild 5).

Einfache Montage

Einfache Montage
Bild 6
Zur einfacheren Montage und präziseren Ausrichtung sind im Gehäuseunterteil Ankerbungen zur Markierung der Lagersitzmitte eingebracht. Ankerbungen geben die Position der Spannstifte an (Bild 6). Jedem Dichtungspaket liegen entsprechende Anweisungen bei, außer bei den Gehäusen von Größe 3024 bis 3032 mit Dichtungen der Reihe 200, die separat bestellt werden müssen. Gehäuse ab der Größe 3028 sind am Oberteil mit einer Ringschraube versehen und lassen sich dadurch sicher und mühelos handhaben.

Zahlreiche Dichtungslösungen

SNLN-30-Stehlagergehäuse sind mit verschiedenen Standard-Dichtungslösungen erhältlich:

  • Vierlippendichtungen (TSN .. L)
  • V-Ringdichtungen (TSN .. A)
  • Filzdichtungen (TSN .. C)
  •  Labyrinthdichtungen (TSN .. S)
  • Taconite-Hochleistungsdichtungen (TSN .. ND) (TNF ..)

Vierlippendichtungen

Vierlippendichtungen
Bild 7
Vierlippendichtungen (Bild 7) ersetzen die früheren Zweilippendichtungen (TSN .. G). Die Dichtungen sorgen für eine bessere Dichtwirkung und reduzieren das Reibungsmoment; gleichzeitig erlauben sie höhere Umfangsgeschwindigkeiten von bis zu 13 m/s. Vierlippendichtungen sind horizontal geteilt und lassen sich leicht montieren.

V-Ringdichtungen

V-Ringdichtungen
Bild 8
V-Ringdichtungen (Bild 8) bestehen aus einem V-Ring und einer Stahlblech-Dichtscheibe mit anvulkanisierter Dichtlippe. Sie können Umfangsgeschwindigkeiten von bis zu 7 m/s aufnehmen. Bei höheren Drehzahlen zwischen 7 und 12 m/s müssen die Dichtungen axial auf der Welle befestigt werden; ab 12 m/s ist ein Stützring zu verwenden, der ein Abheben der Dichtung verhindert.

Filzdichtungen

Filzdichtungen
Bild 9
Filzdichtungen (Bild 9) sind einfach und effektiv. Bei Umfangsgeschwindigkeiten über 4 m/s entsteht ein schmaler Spalt zwischen Filz und Welle, wodurch sich die Berührungsdichtung in eine berührungsfreie Dichtung verwandelt.

Labyrinthdichtungen

Labyrinthdichtungen
Bild 10
Für Anwendungen mit hohen Drehzahlen oder extremen Temperaturen empfiehlt SKF eine Labyrinthdichtung (Bild 10). Die Labyrinthringe bilden eine mehrgängige Labyrinthdichtung mit den Dichtungsnuten im Gehäuse. Der Labyrinthring wird mit einer hohlen Rundschnur aus Silikonkautschuk auf der Welle gehalten.

Taconite-Hochleistungsdichtungen

Taconite-Hochleistungsdichtungen mit radialem Labyrinth
Bild 11
Taconite-Hochleistungsdichtungen mit axialem Labyrinth
Bild 12
Für Lageranordnungen in stark verunreinigten Umgebungen, z. B. im Bergbau, werden Taconite-Hochleistungsdichtungen empfohlen, die mit Schmierfett gefüllt werden können. Das Schmierfett steigert die Dichtwirkung und verlängert die Gebrauchsdauer der Dichtungen. Taconite-Hochleistungsdichtungen sind Labyrinthdichtungen in Kombination mit einer V-Ringdichtung.
SNLN-30-Gehäuse der Größen 3023 bis 3032 nehmen Taconite-Dichtungen mit radialem Labyrinth (TSN .. ND) (Bild 11) auf. SNLN-30-Gehäuse der Größen 3034 bis 3056 nehmen Taconite-Dichtungen mit axialem Labyrinth (TSN ..) (Bild 12). Beide können über einen Schmiernippel im feststehenden Teil der Dichtung nachgeschmiert werden.

Vorbereitet für die Nachschmierung

Vorbereitet für die Nachschmierung, kleine Gehäuse
Bild 13
Vorbereitet für die Nachschmierung, große Gehäuse
Bild 14
SNLN-30-Gehäuse ermöglichen die Nachschmierung des zugehörigen Lagers und der Dichtungen. Sie sind mit zwei mittigen Gewindebohrungen (Bild 13 und 14) im Gehäuseoberteil für die Nachschmierung über den Außenring (in der W33-Nut) und für die seitliche Nachschmierung (bei CARB Toroidalrollenlagern) versehen.
Weitere Informationen über die SNLN-30-Stehlagergehäuse erhalten Sie vom Technischen SKF Beratungsservice.
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