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Ausführungen und Varianten

SKF Motor-Encoder-Einheiten sind kompakte Kompletteinheiten bestehend aus (Bild 1):
  • einem SKF Explorer Rillenkugellager der Reihe 62 mit einer RS1-Berührungsdichtung und einer Ringnut in der Außenring-Mantelfläche (→ Einreihige Rillenkugellager)
  • einem magnetisierten Impulsring
  • einem Sensorring
  • einer elektrischen Anschlussleitung
Der Impulsring ist aus Verbundwerkstoff und magnetisiert. Er ist kraftschlüssig mit dem Innenring verbunden. Die Anzahl der Nord- und Südpole liegt zwischen 32 und 80. Die Anzahl der Pole ist von der Lagergröße abhängig. Im Sensorring, der fest mit dem Außenring verbunden ist, sind die patentierten SKF Hallsensoren geschützt eingebettet. Das mehradrige Anschlusskabel ragt in radialer Richtung aus Kabelausgang und Sensorring heraus.
Auf der einen Seite ist das Lager durch eine Berührungsdichtung geschützt. Auf der anderen Seite bilden Sensorring und der Impulsring eine wirksame Labyrinthdichtung. Diese Dichtung und die Berührungsdichtung auf der anderen Seite verhindern den Austritt von Schmierstoff und den Zutritt von festen Verunreinigungen.

Ausführung des aktiven Sensors
Die SKF Motor-Encoder-Einheiten sind kompakt und robust. Ihre Funktion ist vergleichbar mit der eines Inkrementalgebers. Die genaue Messung von Drehzahlen bis hin zu 0 Umdrehungen pro Minute ist damit möglich. Die Sensorelektronik, für deren Betrieb eine externe Spannungsversorgung erforderlich ist, hat zwei Hallsensoren, die jeweils ein Rechtecksignal ausgeben. (Bild 2).

Diese Rechtecksignale können von den jeweiligen Steuereinheiten auf unterschiedliche Weise interpretiert werden:
  • Diese Ausgangssignale weisen eine Phasenverschiebung von 90° auf, und zeigen anhand des vorauseilenden Signals die Drehrichtung an.
  • Niedrige Drehzahlen können durch Messung des zeitlichen Abstands zwischen der steigenden und fallenden Flanke eines beliebigen Rechtecksignals erfasst werden.
  • Hohe Drehzahlen lassen sich durch Zählung der elektrischen Impulse in einem definierten Zeitraum bestimmen.

Die beiden Ausgangssignale weisen eine Phasenverschiebung von 90° auf, wobei je nach Drehrichtung das eine oder das andere Signal voreilt. Allgemeine Hinweise auf die Eigenschaften der Signale zeigt Bild 2. Die von den beiden Hallsensoren erzeugten und um 90° verschobenen Signale ermöglichen es, die doppelte Anzahl der Impulse pro Umdrehung zu erfassen. Bei einer Sensorlagereinheiten entsprechen dann z.B. 64 Impulse (pro Sensor) 128 Impulsen. Zählt man zusätzlich noch die steigenden und fallenden Flanken der Signale, ist eine maximale Genauigkeit von 256 Impulsen pro Umdrehung möglich, was einer Auflösung von 1,4 Winkelgraden entspricht (Bild 2).


SKF Motor-Encoder-Einheiten liefern genaue und zuverlässige Signale zur wirksamen Motorregelung. Sie werden bei der Herstellung zu 100 % auf Periodengenauigkeit, Tastverhältnis und Phasenverschiebung geprüft.

Kabelanschluss
SKF Motor-Encoder-Einheiten sind serienmäßig mit einer der folgenden Komponetnen erhältlich:
  • einem freien Leitungsende mit einem Ausgangssignal bestehend aus zwei Rechtecksignalen, Nachsetzzeichen 008A (Bild 3)
  • einem Anschlussstecker AMP Superseal™, AMP-Nrn. 282106-1 und 282404-1, Nachsetzzeichen 108A (Bild 4)
Die Standardkabellängen sind in der Produkttabelle aufgeführt. Informationen hinsichtlich anderer Anschlussstecker oder Kabellängen sind bei SKF anzufragen.
Schmierung
SKF Motor-Encoder-Einheiten sind:
  • werksseitig mit einem hochwertigen Schmierfett befüllt (Tabelle 1), das auf die Betriebsbedingungen von Elektromotoren abgestimmt ist
  • praktisch wartungsfrei
Die Gebrauchsdauer des eingefüllten Schmierfetts kann anhand des im Abschnitt Gebrauchsdauer von Schmierfetten in abgedichteten Lagern beschriebenen Verfahrens ermittelt werden.
Motor-Encoder-Einheiten für extreme Betriebsbedingungen
Die Einsatzmöglichkeit von den gebräuchlichen Magnetfeldsensoren wird durch Temperaturen und die Motorleistung begrenzt. Ist der Einsatz von Magnetfeldsensoren nicht möglich, kann deren Aufgabe ein leistungsstarker Induktivsensor übernehmen. Induktive Sensoren erfassen die Drehbewegungen mit Hilfe von Spulen und einem speziellen Induktions-Zahnanker.

Ausführliche Informationen über Motor-Encoder-Einheiten für extreme Betriebsbedingungen sind bei SKF anzufragen.
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