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Schmieröle

Für die Schmierung von Wälzlagern kommen hauptsächlich reine Mineralöle ohne Zusätze in Betracht. Legierte Öle mit Hochdruckzusätzen (EP), Verschleißminderern (AW) oder anderen Additiven zur Verbesserung bestimmter Eigenschaften werden meist nur in Sonderfällen verwendet. Für die Hochdruckzusätze in Wälzlager-Schmierölen gilt das gleiche, was im Abschnitt (→ Belastbarkeit) ausgeführt wurde.
Für viele gebräuchliche Mineralöle stehen alternativ auch Syntheseöle zur Verfügung. Syntheseöle werden bei Wälzlagern hauptsächlich zur Schmierung von Lagerungen unter Extrembedingungen eingesetzt, z. B. bei sehr niedrigen oder sehr hohen Betriebstemperaturen. Unter dem Begriff „Syntheseöle“ wird eine Vielzahl von Ölarten zusammengefasst. Die Hauptvertreter sind Polyalphaolefine (PAO), Ester und Polyalkylenglycole (PAG). Diese Syntheseöle unterscheiden sich in ihren Eigenschaften von denen der Mineralöle (Tabelle 1).
Die Lebensdauer von Wälzlagern wird durch den Schmierfilm und seine tatsächliche Dicke mit beeinflusst. Die Schmierfilmdicke an den völlig mit Öl umspülten Berührungsflächen wird vom Stockpunkte, vom Viskositätsindex (VI) und dem Druck-Viskositäts-Koeffizienten bestimmt. Die meisten Schmieröle auf Mineralölbasis haben einen ähnlichen Druck-Viskositäts-Koeffizient, sodass dafür ohne große Fehler Fachliteraturwerte angesetzt werden können. Bei Syntheseölen hängt die Änderung der Viskosität bei steigendem Druck jedoch von der chemischen Struktur des Ausgangswerkstoffs ab. Infolgedessen weichen die Druck-Viskositäts-Koeffizienten verschiedener Synthese-Ölarten stark voneinander ab. Wegen der Unterschiede beim Viskositätsindex und beim Druck-Viskositäts-Koeffizienten kann sich die Schmierfilmbildung bei Syntheseölen von der bei Mineralölen mit gleicher Viskosität unterscheiden. Genaue Angaben sind bei den Herstellern der Öle anzufragen.

Außerdem beeinflussen Zusätze die Schmierfilmbildung. Aufgrund der unterschiedlichen Löslichkeit werden bei Syntheseölen andere Zusätze verwendet als in vergleichbaren Mineralölen.
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