Cookies auf der SKF Webseite

Mithilfe von Cookies stellen wir sicher, dass Sie unsere Webseiten und -anwendungen optimal nutzen können. Wenn Sie ohne Änderung Ihrer Browser-Einstellungen fortfahren, gehen wir davon aus, dass Sie der Nutzung von Cookies zustimmen. Natürlich können Sie Ihre Browser-Einstellungen bezüglich Cookies jederzeit ändern.

Allgemeine Angaben

Diese Hinweise sind sehr allgemein gehalten und sollen vor allem dem Konstrukteur zeigen, worauf im Hinblick auf den Ein- und Ausbau bereits bei der Konstruktion einer Maschine zu achten ist. Ausführliche Angaben zum Ein- und Ausbau von Wälzlagern enthält die Druckschrift 4100 SKF Service-Handbuch, die beim Technischen SKF Beratungsservice anzufordern ist.
Anforderungen an den Arbeitsplatz
Der Einbau sollte nach Möglichkeit in einem trockenen, staubfreien Raum vorgenommen werden, fern ab von spanabhebenden oder stauberzeugenden Maschinen. Wenn Lager außerhalb geschützter Räume eingebaut werden müssen – was bei größeren Lagern häufig der Fall ist – sind geeignete Vorsichtsmaßnahmen zu treffen, um die Lager bis zur Beendigung der Montage wirksam gegen Staub, Schmutz und Feuchtigkeit zu schützen. Zu diesen Maßnahmen gehört das Abdecken oder Umwickeln von Lagern, Maschinenkomponenten usw. mit Kunststoff oder Folie.
Vorbereitungen für den Ein- und Ausbau
Vor dem Einbau sollten alle benötigten Teile, Werkzeuge, Hilfsmittel und Angaben bereitliegen. Außerdem empfiehlt es sich, anhand von Montagezeichnungen oder Einbauanleitungen festzustellen, in welcher Reihenfolge die einzelnen Teile einzubauen sind. Die Lager dürfen erst unmittelbar vor dem Einbau der Originalverpackung entnommen werden, damit sie nicht verschmutzen. Besteht Gefahr, dass Lager durch unsachgemäße Behandlung oder beschädigte Verpackungen verschmutzt worden sind, müssen sie vor dem Einbau ausgewaschen und getrocknet werden.

Kontrolle aller Gegenstücke

Gehäuse, Welle, Dichtungen und sonstige Teile des Wellensystems sind auf Sauberkeit zu überprüfen. Besonders sorgfältig sind z.B. Gewindebohrungen, Schmierstoff-Zuführbohrungen und Nuten zu prüfen, weil sich dort Rückstände von vorangegangenen Bearbeitungsschritten festgesetzt haben könnten. Nicht bearbeitete Oberflächen im Inneren von Gussgehäusen müssen frei von Formsand sein. Eventuell vorhandene Grate sind zu entfernen.

Die Maß- und Formgenauigkeit aller an das Lager anschließenden Einbauteile ist zu überprüfen. Die Lager laufen nur dann einwandfrei, wenn die geforderte Genauigkeit der Gegenstücke und die vorgeschriebenen Toleranzen eingehalten werden. Zur Kontrolle zylindrischer Wellen- und Gehäusesitze werden in der Regel die Durchmesser mit Hilfe einer Bügel- oder einer Innenmessschraube an zwei Stellen und in vier Ebenen gemessen (Bild 1). Für die Überprüfung kegeliger Lagersitze können Kegellehrringe z.B. der Reihe GRA 30, oder Kegelmessgeräte, z.B. der Reihe DMB bzw. 9205, oder auch Tuschierlineale verwendet werden.

Es empfiehlt sich, alle Messergebnisse in einem Messprotokoll festzuhalten. Bei allen Messungen ist darauf zu achten, dass die Temperatur der zu messenden Teile und der Messmittel annähernd gleich ist. Besonders wichtig ist dies bei großen Lagern und entsprechend großen und schweren Gegenstücken.

Entfernen des Korrosionsschutzmittels

Das fabrikneuen Lagern anhaftende Korrosionsschutzmittel muss normalerweise nicht entfernt werden. Lediglich an der Außenring-Mantelfläche und in der Bohrung sollte es abgewischt werden. Wenn allerdings Lager mit Fettschmierung bei sehr hohen oder sehr niedrigen Temperaturen eingesetzt werden sollen oder wenn das vorgesehene Schmierfett nicht mit dem Korrosionsschutzmittel verträglich ist, müssen die Lager ausgewaschen und sorgfältig getrocknet werden. Mit Fett gefüllte und durch Dicht- oder Deckscheiben beidseitig abgedichtete Lager dürfen vor dem Einbau nicht gewaschen werden.

Lager mit einem Außendurchmesser D > 420 mm können im Auslieferungszustand eine relativ dicke, schmierige Schicht aus Korrosionsschutzmittel aufweisen. Diese Lager müssen ebenfalls ausgewaschen und getrocknet werden. Geeignete Reinigungsmittel sind z.B. Waschbenzin oder Waschpetroleum.
Handhabung der Lager
In der Regel ist es vorteilhaft, spezielle Handschuhe und Hebezeuge (Bild 2) zu verwenden, die für den Ein- und Ausbau von Lagern bestimmt sind. Dabei wird nicht nur Zeit und Geld gespart, die Arbeit ist dadurch auch weniger belastend, weniger unfallträchtig und weniger gesundheitsschädlich.

Deshalb wird die Verwendung von wärme- und ölbeständigen Handschuhen empfohlen, wenn warme oder ölige Lager zu handhaben sind.

Wenn große und schwere Lager mit einer Hubvorrichtung bewegt oder in Position gehalten werden, sollten sie nicht an einem einzelnen Punkt angeschlagen werden. Stattdessen ist ein Metall- oder Textilband zu verwenden (Bild 3). Eine Feder zwischen dem Haken der Hubvorrichtung und dem Textilband erleichtert die Positionierung des Lagers, wenn es auf die Welle geschoben werden soll.

Um das Anheben zu erleichtern, können große Lager auf Anforderung mit Traggewinden in den Ringstirnseiten versehen werden, in die Ringschrauben eingeschraubt werden können. Die Lochgröße ist dabei durch die Dicke des Rings begrenzt. Deshalb darf mit solchen Ringschrauben nur das Lager selbst oder der einzelne Ring angehoben werden. Es ist auch darauf zu achten, dass die Ringschrauben nur in Richtung ihrer Achse belastet werden (Bild 4).

Wenn ein großes Gehäuse über ein Lager montiert werden soll, das bereits in der richtigen Position auf der Welle sitzt, ist eine Drei-Punkt-Aufhängung empfehlenswert, bei der ein Hänger verstellbar ist. Das ermöglicht eine exakte Ausrichtung der Gehäusebohrung zum Lager.
SKF logo