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Lebensdauer und Tragfähigkeit

Als Lebensdauer eines Wälzlagers wird die Anzahl der Umdrehungen oder die Anzahl der Betriebsstunden bei unveränderlicher Drehzahl bezeichnet, die das Lager erreicht, bis sich erste Anzeichen von Werkstoffermüdung (Abblätterungen) an einer der Laufbahnen oder einem Wälzkörpern bemerkbar machen.
Die praktische Erfahrung zeigt allerdings, dass selbst unter kontrollierten Laborbedingungen die Lebensdauer von offensichtlich gleichen Lagern unter völlig gleichen Betriebsbedingungen unterschiedlich ist. Die Berechnung der erforderlichen Lagergröße bedingt deshalb die statistische Festlegung des Begriffs „Lebensdauer“. Alle Angaben über die dynamische Tragfähigkeit von SKF Wälzlagern beruhen auf einer Lebensdauer, die von 90 % einer hinreichend großen Menge offensichtlich gleicher Lager erreicht oder überschreiten wird.
Die ermittelte nominelle Lebensdauer muss dem Zeitraum entsprechen, in dem ein bestimmtes Lager in einem bestimmten Anwendungsfall funktionsfähig bleiben muss. Wenn keine eigenen Erfahrungen vorliegen, welche Lebensdauer dem jeweiligen Anwendungsfall angemessen ist, können die in den Tabelle 1 und Tabelle 2) angegebenen Richtwerte zugrunde gelegt werden.
Zu beachten ist auch, dass zur Lebensdauer eines einzelnen Lagers nur statistische Aussagen gemacht werden können, da sich Lebensdauerberechnungen immer auf eine hinreichend große Menge offensichtlich gleicher Lager und auf eine bestimmte Ausfallwahrscheinlichkeit beziehen. Wenn z.B. von 200 offensichtlich gleichen Gebläselagerungen eine Lagerung ausfällt, beträgt in diesem Anwendungsfall die Ausfallwahrscheinlichkeit lediglich 0,5 % (was einer Lebensdauer dieser Anwendung von 99,5 % entspricht.
Die über viele Jahre hinweg anhand von vielen Millionen Lagerungen gewonnenen Erkenntnisse zeigen, dass Lagerausfälle aufgrund Ermüdung der metallischen Oberflächen im Wälzkontakt (Abblätterungen) nur relativ selten auftreten. Die Auslegung von Lagerungen und die Bestimmung der erforderlichen Lagergrößen auf der Basis einer Auswahlwahrscheinlichkeit von 90 % und der üblichen dynamischen und statischen Sicherheitsfaktoren hat in der Regel zuverlässige Systemlösungen zum Ergebnis, bei denen mit keinen Ermüdungsausfällen zu rechnen ist. Tatsächlich haben die vielfältigen Erfahrungen mit Wälzlagerungen gezeigt, dass vorzeitige Lagerausfälle meistens von Verschleiß, Verunreinigungen, Korrosion, falscher Passungswahl, unsachgemäßem Einbau, Schiefstellungen oder dem Versagen von Käfig, Schmierung oder Abdichtung herrühren.
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