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Sonderfall – der Anstellbeiwert a (23)

In den älteren SKF-Katalogen wurde die Basislebensdauer mit dem kombinierten Beiwert a23 für Werkstoff und Schmierung angepasst. Dieser Beiwert wurde von SKF 1975 eingeführt. In der Norm ISO 281:1990/Amd 2:2000 wird auf diese Art der Anpassung der Lebensdauer als Sonderfall des allgemeineren Lebensdauerbeiwerts aSKF Bezug genommen. Der Beiwert a23 erfordert einen spezifischen "Verschmutzungsbeiwert" ηc (Pu/P)23 in den Diagrammen für den SKF-Lebensdauerbeiwert aSKF. Da der Beiwert a23 nur vom Viskositätsverhältnis κ abhängt, wird eine Skala mit dem Beiwert a23 in den Kurven für das Viskositätsverhältnis κ in Diagramm 1, Diagramm 2, Diagramm 3 und Diagramm 4 für den Faktor aSKF dort dargestellt, wo ηc(Pu/P) = [ηc(Pu/P)]23. Der Verschmutzungsbeiwert ηc ist folglich:

ηc = [ηc(Pu/P)]23/(Pu/P)
Der Punkt, an dem ηc(Pu/P) = [ηc(Pu/P)]23 ist, wird durch eine Punktlinie markiert, die Werte sind in der Tabelle für die SKF-Standardlager sowie die SKF-Explorer-Lager angegeben. Für Standard-Radialkugellager ergibt sich beispielsweise für ηc

ηc = 0,05/(Pu/P)
An diesem Punkt des "Verschmutzungs-Belastungs-Verhältnises" [ηc(Pu/P)]23 = 0,05 in Diagramm 5, können die Beiwerte aSKF = a23 und a23 mit den κ-Kurven direkt an der Achse aSKF abgelesen werden. Die Lebensdauer kann dann mit der folgenden vereinfachten Gleichung berechnet werden:

Lnm = a1 a23 L10

Hierin sind

LnmErweiterte SKF Lebensdauer (bei 100–n% Überlebenswahrscheinlichkeit), Millionen UmdrehungenLNominelle Lebensdauer (bei 90 % Überlebenswahrscheinlichkeit), Millionen Umdrehungena=)a23Lebensdauerbeiwert für folgende Schmierungsbedingungen: η(P/P) = [ηc(Pu/P)], Diagramm 6, , und Diagramm 9
=10=
1Lebensdauerbeiwert für die Erlebenswahrscheinlichkeit (Tabelle
=cu
23Diagramm 7Diagramm 8
Mit dem Lebensdauerbeiwert a23 wird praktisch eine Belastungsbedingung mit dem Wert ηc(Pu/P) = [ηc(Pu/P)]23 impliziert. Wenn der aktuelle Beiwert ηc(Pu/P) des Lagers niedriger oder höher ist als der Beiwert [ηc(Pu/P)]23, ergibt sich eine zu hohe oder zu niedrige Lebensdauer. Mit anderen Worten, Einsatzbereiche mit hohen Belastungen und steigender Verschmutzung bzw. geringen Belastungen und höherer Reinheit werden durch den Anpassungsbeiwert a23 nicht hinreichend repräsentiert. Für Standardlager mit einem Belastungsverhältnis C/P von etwa 5 erfordert der Verschmutzungsgrad für aSKF = a23 einen Beiwert ηc von etwa 0,4 bis 0,5. Wenn die tatsächliche Reinheit im Einsatzbereich niedriger ist als normal, ergibt sich bei Verwendung des Beiwerts a23 eine zu lange Lebensdauer des Lagers. SKF empfiehlt daher das Verfahren mit dem Beiwert aSKF, damit die Lagergröße zuverlässiger ausgewählt werden kann.
Die Beziehung zwischen den Beiwerten a23 bzw. aSKF ist dann nützlich, wenn damit Einsatzbereiche modifiziert werden können, die traditionell mit dem Beiwert a23 projektiert wurden und jetzt mit dem allgemeinen Beiwert aSKF neu konstruiert werden sollen. Tatsächlich kann für viele Einsatzbereiche, die ursprünglich mit dem Beiwert a23 berechnet wurden, ohne Weiteres der äquivalente Faktor aSKF verwendet werden.
In der Praxis bedeutet dies, dass ein Verschmutzungsbeiwert ηc für den Einsatzbereich in Abhängigkeit von den „Verschmutzungsbelastungsverhältnissen“ [ηc(Pu/P)]23 in der Tabelle verwendet wird. Der auf diese Weise abgeleitete Beiwert ηc stellt eine einfache Näherung für den Ist-Beiwert ηc dar. Der zunächst ermittelte Beiwert ηc kann mit den Ölreinheitswerten im Abschnitt Beiwert ηc für den Verschmutzungsgrad noch genauer beschrieben werden.
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