Cookies auf der SKF Webseite

Mithilfe von Cookies stellen wir sicher, dass Sie unsere Webseiten und -anwendungen optimal nutzen können. Wenn Sie ohne Änderung Ihrer Browser-Einstellungen fortfahren, gehen wir davon aus, dass Sie der Nutzung von Cookies zustimmen. Natürlich können Sie Ihre Browser-Einstellungen bezüglich Cookies jederzeit ändern.

Wahl der Lagerart

Jede Lagerbauform hat spezifische Eigenschaften entsprechend ihrem Aufbau und ist damit mehr oder weniger für einen bestimmten Anwendungsfall geeignet. Rillenkugellager beispielsweise können mittlere Radialbelastungen sowie Axialbelastungen aufnehmen. Sie sind reibungsarm und können mit hoher Genauigkeit und für geräuscharmen Lauf hergestellt werden. Daher werden sie für kleine und mittelgroße Elektromotoren bevorzugt.
Pendelrollenlager sowie Toroidalrollenlager können sehr große Belastungen aufnehmen und sind selbstausrichtend. Aufgrund dieser Eigenschaften werden sie beispielsweise gern im Schwermaschinenbau eingesetzt, wo mit hohen Belastungen, Wellendurchbiegungen bzw. Schiefstellungen zu rechnen ist.
In vielen Fällen müssen jedoch mehrere Faktoren berücksichtigt und gegeneinander abgewogen werden, wenn eine Lagerbauform ausgewählt werden soll; es können also keine allgemein verbindlichen Regeln aufgestellt werden.
Diese Angaben sollen zeigen, welche Faktoren bei der Auswahl einer Standardlagerbauform am wichtigsten sind und somit die richtige Auswahl erleichtern.
  • verfügbarer Einbauraum
  • Belastungen
  • Schiefstellung
  • Genauigkeit
  • Drehzahl
  • Geräuscharmer Lauf
  • Steifigkeit
  • Axiale Verschiebbarkeit
  • Ein- und Ausbau
  • Integrierte Dichtungen
Eine umfangreiche Übersicht über die Standardlagerbauformen, deren Konstruktionseigenschaften und Eignung für die Anforderungen einer bestimmten Anwendung finden Sie in der Matrix.
Detaillierte Informationen über die einzelnen Lagerbauformen sowie deren Eigenschaften und die verfügbaren Ausführungen finden Sie in den Abschnitten der einzelnen Lagerbauformen. Nicht in der Matrix enthaltene Lagerbauformen werden allgemein nur für einige wenige, genau definierte Anwendungsfälle eingesetzt.
Die Matrix erlaubt eine nur relativ allgemeine Klassifizierung der Lagerbauformen. Aufgrund der begrenzten Anzahl der Symbole ist eine exakte Differenzierung nicht möglich, einige Eigenschaften hängen nicht nur von der Lagerbauform ab. Beispielsweise hängt die Steifigkeit einer Anordnung mit Schrägkugellagern bzw. Kegelrollenlagern auch von der eingestellten Vorspannung und der Betriebsdrehzahl ab, welche durch die Lagergenauigkeit und die Genauigkeit der zugehörigen Komponenten sowie die Käfigausführung beeinflusst werden. Trotz dieser Einschränkungen sollte die Matrix die Auswahl einer geeigneten Lagerbauform erlauben. Berücksichtigt werden sollte auch, dass die Gesamtkosten einer Lageranordnung und Bestandshaltung die endgültige Auswahl ebenfalls beeinflussen können.
Andere wichtige Kriterien, die bei der Gestaltung einer Lageranordnung berücksichtigt werden sollten, sind die Tragfähigkeit und Lebensdauer, die Reibung, die zulässigen Drehzahlen, die Lagerluft oder Lagervorspannung, die Schmierung und Abdichtung, die in eigenen Abschnitten dieser Publikation noch ausführlich behandelt werden.
SKF logo