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Drehzahlen oberhalb der Referenzdrehzahl

Wie in Beispiel 2 bereits erwähnt, können Wälzlager auch mit Drehzahlen oberhalb der Referenzdrehzahl umlaufen, wenn der Anstieg der Betriebstemperatur beherrschbar ist und keinen negativen Einfluss auf das Lager bzw. die Lagerung hat.
Vor dem Einsatz eines Lagers oberhalb seiner Referenzdrehzahl ist sicherzustellen, dass alle Lagerteile einschließlich Käfig und Dichtungen für die dann höheren Betriebstemperaturen geeignet sind. Auch ist sicherzustellen, dass die Lagerluft bzw. Vorspannung und der Schmierstoff den Anforderungen genügen.
Die Betriebstemperatur ist beherrschbar, wenn die Reibung im Lager vermindert oder die Wärmeabfuhr aus der Lagerung optimiert werden kann.
Die Reibung im Lager kann durch den Einsatz optimierter Mindestmengen-Schmiersysteme reduziert werden, die genau dosierte Mengen von Fett oder Öl der Lagerung zuführen.
Mehrere Möglichkeiten zur Abfuhr der Wärme aus der Lagerung bieten sich an. Übliche Verfahren zur Kühlung ölgeschmierter Lagerungen sind Gebläse zur Luftkühlung, Hilfskühler und die Ölumlaufschmierung mit Rückkühlung (→ Ölschmierverfahren).
In jedem Fall ist bei Loslagerungen darauf zu achten, dass die axiale Verschiebbarkeit der Lager sichergestellt bleibt. In anderen Fällen kann es auch erforderlich sein, spezielle drehzahlrelevante Kriterien, wie z.B. die Laufgenauigkeit, die Käfigausführung oder den Lagerwerkstoff, zu optimieren. Jede Temperaturerhöhung verringert die Viskosität des Schmierstoffs, so dass kein ausreichend tragfähiger Schmierfilm aufgebaut werden kann,
was in den meisten Fällen wiederum zu erhöhter Reibung und weiterem Temperaturanstieg führt. Wenn dabei der Innenring deutlich wärmer wird als der Außenring, verringert sich gleichzeitig das Betriebsspiel, was schließlich zum Fressen des Lagers führen kann. Jede Drehzahl oberhalb der Referenzdrehzahl ist normalerweise gleichbedeutend mit größeren Temperaturdifferenzen zwischen Innen- und Außenring als normal. Gewöhnlich sind in solchen Fällen Lager mit größerer Lagerluft erforderlich (→ Lagerluft). Vielfach ist es auch erforderlich, sich eingehender mit der Temperaturverteilung in der Lagerung sowie mit den zulässigen Temperaturgrenzwerten für den Käfig und den Schmierstoffs zu befassen, da Dauertemperaturen über 70 °Cdie Gebrauchsdauer verkürzen können (→ Kunststoffkäfige und Schmierfette).
Der Technische SKF Beratungsservice kann bei Bedarf die Begutachtung von Lagerungen übernehmen, die bei Drehzahlen oberhalb der thermischen Referenzdrehzahl umlaufen sollen. In der Regel gilt, dass stets auch die Grenzdrehzahl zu beachten ist, selbst dann, wenn sehr günstige Schmier- und Kühlverhältnisse vorliegen.
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