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Zusammengepasste Kegelrollenlager

Kegelrollenlager, paarweise zusammengepasst in O-Anordnung
Zum SKF Sortiment an zusammengepassten einreihigen Kegelrollenlagern (Bild 1) gehören die gängigen Größen einreihiger Kegelrollenlager. Abhängig von den Anwendungsanforderungen sind zusammengepasste Kegelrollenlager in verschiedenen Ausführungen und Varianten erhältlich:
  • Lagersätze in X-Anordnung
  • Lagersätze in O-Anordnung
  • Lagersätze in Tandem-Anordnung
  • Grundausführung und SKF Explorer Lager
Die in den Produkttabellen beschriebenen und aufgeführten zusammengepassten einreihigen Kegelrollenlager bilden lediglich das SKF Grundsortiment bei diesen Lagersätzen ab. SKF liefert auf Anfrage auch andere zusammengepasste Lager.

Lagereigenschaften

  • Hohe Tragfähigkeit
    Abhängig von der Ausführung eignen sich zusammengepasste Lager für hohe radiale und axiale Lasten. Die axiale Belastbarkeit der Kegelrollenlager nimmt mit steigendem Berührungswinkel α zu. Die Größe des Berührungswinkels (in der Regel zwischen 10° und 30°) bezieht sich auf den Berechnungsfaktor e (→ Produkttabellen): Je größer e ist, desto größer ist der Berührungswinkel und damit die axiale Belastbarkeit.
  • Beidseitig wirkende Axialbelastungen
    Abhängig von der Ausführung führen zusammengepasste Lager die Welle mit einem bestimmten Axialspiel bzw. bestimmter Vorspannung in beide Richtungen.
  • Hohe Steifigkeit
    Abhängig von der Ausführung ergeben zusammengepasste Lager eine relativ starre Lagerung.
  • Lieferung als Satz
    Die Lager und Zwischenringe werden werkseitig bei der Herstellung aufeinander abgestimmt und als kompletter, einbaufertiger Lagersatz geliefert.
  • Geringe Lagerreibung
    Die Scheitelpunkte der Kegelflächen jedes einzelnen Lagers treffen sich in einem gemeinsamen Punkt auf der Lagerachse (Scheitelpunkt A, Bild 2), was im Betrieb ein einwandfreies Abrollen und dadurch einen reibungsarmen Lauf bewirkt.
    Die optimierte Gestaltung der Rollenstirnflächen und Oberflächengüte des Bords (Bild 3) jedes einzelnen Lagers bewirken eine verbesserte Schmierung und damit auch eine geringe Reibung. Dies verringert die Reibungswärme und den Verschleiß am Führungsbord. Außerdem kann die Vorspannung über die Betriebsdauer annähernd gleich hoch gehalten werden und die Lager laufen leiser.
  • Lange Lagergebrauchsdauer
    Die balligen Laufbahnprofile der Lager der Grundausführung und die logarithmischen Kontaktprofile der SKF Explorer Lager optimieren die Lastverteilung an den Kontaktflächen, reduzieren Belastungsspitzen an den Rollenenden (Bild 4) und verringern die Empfindlichkeit gegenüber Schiefstellungen und Wellendurchbiegungen im Vergleich zu herkömmlichen geraden Kontaktprofilen (Bild 5).
  • Höhere Betriebszuverlässigkeit
    Die verfeinerte Oberflächenbeschaffenheit der Laufbahnen auf den Lagerringen und Rollen fördert die Bildung eines „hydrodynamischen Schmierfilms“.
  • Maßstabilität bei Profilen und Wälzkörpermaßen
    Die in SKF Kegelrollenlagern zum Einsatz kommenden Wälzkörper werden mit solch engen Maß- und Formtoleranzen hergestellt, dass sie nahezu miteinander identisch sind. Dies ermöglicht eine optimale Lastverteilung innerhalb eines Lagers und gleichmäßig zwischen beiden zusammengepassten Lagern, senkt Geräusch- wie Schwingungspegel und sorgt für eine genauere Einstellung der Vorspannung.
  • Einlaufphase mit reduzierten Temperaturspitzen
    Während der Einlaufphase werden herkömmliche Kegelrollenlager einer hohen Reibung ausgesetzt, was zu Verschleiß führt. Dies zeigt sich als Temperaturspitze (Diagramm 1). Bei den SKF Kegelrollenlagern sind dagegen Verschleiß und Reibung sowie die damit verbundene Erwärmung auf ein Minimum begrenzt – vorausgesetzt sie werden ordnungsgemäß eingebaut und geschmiert.
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