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Individuelle Anpassung der Vorspannung

Bei Universallagern für den satzweisen Einbau und bei zusammengepassten Lagersätzen wird die Vorspannung serienmäßig von SKF voreingestellt. Bei bestimmten Betriebsbedingungen kann es jedoch erforderlich sein, die Vorspannung eines Lagersatzes zu optimieren. In diesen Fällen sollten die Lager nicht modifiziert werden, da dazu Spezialwerkzeuge und Fachwissen erforderlich ist und bei unsachgemäßem Vorgehen eine irreparable Beschädigung der Lager droht. Die Lageranpassung sollte ausschließlich in den SKF Spindel-Servicezentren erfolgen (s. Dienstleistungen für Werkzeugmaschinenspindeln).

Es ist allerdings möglich, die Vorspannung durch Abstandsringe zwischen den Lagern in O- bzw. X-Anordnungen zu erhöhen oder zu verringern, wenn diese in Sätzen zu zwei oder mehr Lagern verwendet werden. Zwischen Lagern in Tandem-Anordnungen ist kein Abstandsring erforderlich.

Durch Beschleifen der Seitenfläche des inneren oder äußeren Abstandsrings lässt sich die Vorspannung anpassen.

Tabelle 1 gibt an, welche Seitenflächen von gleich breiten Abstandsringen zu schleifen sind und welche Wirkung das Schleifen hat. Die erforderlichen Maßabweichungen für die Gesamtbreite der Abstandsringe finden Sie in den folgenden Tabellen:

  • Tabelle 2 für Lager der Reihen 718 .. D
  • Tabelle 3 für Lager der Reihen 719 .. D und 70 .. D
  • Tabelle 4 für Lager der Reihen 719 .. E und 70 .. E
  • Tabelle 5 für Lager der Reihen 719 .. B und 70 .. B
  • Tabelle 6 für Lager der Reihen 72 .. D

Abstandsringe

Bei folgenden Bedingungen wird die Verwendung von Abstandsringen für Schrägkugellager empfohlen:
  • Die Vorspannung im Lagersatz muss angepasst werden.
  • Momentensteifigkeit und -tragfähigkeit sollten erhöht werden.
  • Die Düsen für die Ölschmierung müssen so eng wie möglich an den Lagerlaufbahnen liegen.
  • Zur Reduzierung der Reibungswärme im Lager wird für überschüssiges Fett ein ausreichend großes Reservoir benötigt.
  • Bei hohen Betriebsdrehzahlen ist eine verbesserte Wärmeableitung über das Gehäuse erforderlich.

Die optimale Lagerfunktion lässt sich nur erreichen, wenn sich die Abstandsringe nicht bei Belastung deformieren, da sich sonst Formabweichungen auf die Vorspannung im Lagersatz auswirken. Daher sind immer die Richtlinien für die Wellen- und Gehäusetoleranzen zu berücksichtigen.

Die Abstandsringe müssen aus Qualitätsstahl gefertigt sein und (je nach Anwendungsfall) einen Härtegrad zwischen 45 und 60 HRC aufweisen. Die Fluchtung der Seitenflächen ist von besonders großer Bedeutung. Die zulässige Abweichung darf 1 bis 2 μm nicht überschreiten.

Insofern die Vorspannung nicht angepasst zu werden braucht, sollte die Gesamtbreite der inneren und äußeren Abstandsringe gleich sein. Das lässt sich am besten erreichen, wenn die Breite der konzentrischen inneren und äußeren Abstandsringe in einem einzigen Prozessschritt bearbeitet wird.

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