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Gestaltung der Lagerungen

Einstellung der Lagerluft bzw. Vorspannung

Die radiale Lagerluft bzw. Vorspannung eines Zylinderrollenlagers mit kegeliger Bohrung wird durch die Position des Lagerinnenrings auf dem kegeligen Wellensitz festgelegt. Je weiter der Ring auf die Welle geschoben wird, desto geringer wird die Lagerluft, bis sich schließlich eine Vorspannung im Lager bildet. Um schnell und präzise die spezifizierte Lagerluft bzw. Vorspannung beim Einbau zu erzielen, empfiehlt SKF die Verwendung von Messlehren. Messlehren sind besonders nützlich für den Einbau von zwei oder drei Lagern, da in diesem Fall die axiale Verschiebung der einzelnen Lager nicht gemessen und berechnet werden muss (→ Einbau).
Wenn eine exakte radiale Lagerluft bzw. Vorspannung keine kritische Größe ist oder keine SKF Messlehren zur Verfügung stehen, kann die erforderliche axiale Verschiebung bestimmt werden. Hierfür wird das montierte Lager an einem Referenzpunkt auf der Welle festgesetzt und die radiale Lagerluft mit einer an der Außenfläche des Außenrings positionierten Messuhr gemessen (→ Einbau von Lagern mit kegeliger Bohrung durch Messen der radialen Lagerluft vor dem Einbau).
Wenn die radiale Lagerluft mithilfe eines der beiden o. g. Verfahren gemessen wird, kann die axiale Verschiebung wie folgt ermittelt werden:

Obtain the axial drive-up distance

Wird das Lager gegen eine Distanzhülse eingebaut (Bild 1), muss die Breite der Distanzhülse angepasst werden, um den Wert Ba zu erhalten.
Wenn kein fester Anschlag vorhanden ist und der Innenring mit einer Gewindemutter auf den kegeligen Sitz getrieben wird, lässt sich der Anzugswinkel der Mutter nach folgender Gleichung bestimmen:

Caluculate the angle through the nut should be turned

Hierin sind


Ba
=
axiale Verschiebung [mm]
α
=
erforderlicher Muttern-Anzugswinkel [°]
c
=
gemessene radiale Lagerluft am Referenzpunkt
e
=
Faktor, abhängig vom Durchmesserverhältnis zwischen Hohlwelle und Lagerreihe (fig.2 und table 1)
p
=
Gewindesteigung der Mutter [mm]
Einbauverfahren für Hochgenauigkeits-Zylinderrollenlager siehe Einbau.
Berechnungsbeispiel
Die axiale Verschiebung für ein zweireihiges Zylinderrollenlager auf einer Hohlwelle bestimmen. Eingabedaten:
  • Lager NN 3040 K/SPW33
  • gemessene radiale Restlagerluft = 10 µm
  • erforderliche Vorspannung = 2 µm
  • mittlerer Lagersitzdurchmesser dm = 203 mm
  • Innendurchmesser der Hohlwelle di = 140 mm
Aus Tabelle 1 e = 18 für di/dom = 140/203 = 0,69
Mit c = 10 + 2 = 12 μm

Determine the axial drive-up for a double row cylindrical roller bearing

Freiräume an den Lagerstirnseiten

Wenn Lager der Reihen N 10 und NN 30, die mit einem Polymerkäfig ausgerüstet sind (Nachsetzzeichen TN, TN9, TNHA oder PHA), axiale Verschiebungen der Welle gegenüber dem Gehäuse ausgleichen müssen, sind an beiden Stirnseiten der Lager Freiräume vorzusehen (Bild 3). Dadurch lassen sich schädliche Auswirkungen vermeiden, z. B. durch Anstreifen des Käfigs an den Anschlussteilen. Der Freiraum sollte folgende Mindestbreite aufweisen:

Ca = 1,3 s

Hierin sind
Ca
=
Mindestbreite des Freiraums [mm]
s
=
zulässige axiale Verschiebung zwischen der Ausgangsstellung eines Rings gegenüber dem anderen Ring [mm] (→ Produkttabellen: single row bearings und double row bearings).

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