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Lasten

Bei der Wahl von SKF Hochgenauigkeitslagern der Reihe „Super-Precision Bearings“ für Anwendungen mit hohen Drehzahlen stellt die berechnete Lebensdauer (und somit die Tragzahl) in der Regel keine Einschränkung dar. Dagegen sind normalerweise Kriterien wie Steifigkeit, Größe der erforderlichen Bohrung in einer Hohlwelle, Arbeitsdrehzahl und Genauigkeit die entscheidenden Faktoren.
Bei der Auswahl des Lagertyps spielen Größe und Richtung der Belastung eine wichtige Rolle.

Radiale Belastung

Hochgenauigkeits-Zylinderrollenlager der Reihe „Super-Precision Bearings“ sind in der Lage, höhere Radiallasten aufzunehmen als Kugellager mit den gleichen Abmessungen. Sie können zwar keine Axiallasten aufnehmen, dafür aber eine gewisse axiale Verlagerung zwischen Innen- und Außenring gewährleisten, da sich – je nach Konstruktion – entweder am Innen- oder am Außenring keinen Bord befindet.

Axialkräfte

Zweiseitig wirkende Axial-Schrägkugellager der Reihen BTW und BTM nehmen ausschließlich Axialbelastungen auf, und zwar in beiden Richtungen. Sätze aus Schrägkugellagern sind ebenfalls eine praktikable Lösung, insbesondere für hohe Drehzahlen.
Für große Lagerungsdurchmesser oder sehr hohe Axiallasten werden spezielle, einseitig wirkende Axialkugellager oder Axial-Zylinderrollenlager empfohlen. Weitere Informationen über diese Speziallager erhalten Sie vom Technischen SKF Beratungsservice.
Damit ein Axiallager ausschließlich axial belastet werden kann, ist die Gehäusescheibe mit radialer Lagerluft einzubauen.

Kombinierte Belastungen

Eine kombinierte Belastung besteht aus einer Radial- und einer gleichzeitig auftretenden Axiallast (Bild 1). Eine sehr effektive Möglichkeit zur Aufnahme kombinierter Belastungen ist die Verwendung von Lagern, die radiale und axiale Belastungen aufnehmen können.

Zu den Hochgenauigkeitslagern der Reihe „Super-Precision Bearings“, die dieses Merkmal aufweisen, gehören folgende Ausführungen:

  • Schrägkugellager der Reihen 718, 719, 70 und 72
  • einseitig wirkende Axial-Schrägkugellager der Reihen BSA und BSD
  • zweiseitig wirkende Axial-Schrägkugellager der Reihen BEAS und BEAM
  • Axial-Radial-Zylinderrollenlager der Reihe NRT

Die axiale bzw. radiale Belastbarkeit eines Lagers hängt im Wesentlichen von dessen Berührungswinkel α ab (Bild 1). Ein Lager mit einem Berührungswinkel von 0° kann ausschließlich radiale Belastungen aufzunehmen. Bei zunehmendem Berührungswinkel steigt die axiale Tragfähigkeit proportional an. Liegt der Berührungswinkel bei 90°, ist das Lager ein reines Axiallager und kann dann ausschließlich axiale Belastungen aufnehmen. Die Nenndrehzahl verhält sich jedoch umgekehrt proportional zum Berührungswinkel, d. h. je größer der Berührungswinkel, desto niedriger die Nenndrehzahl.

Axial-Radial-Zylinderrollenlager nehmen die Axial- und Radialkomponenten einer kombinierten Belastung mit getrennten Rollenreihen auf, die senkrecht zu einander stehen.
In Anwendungsfällen mit kombinierten Belastungen und sehr hoher Axiallastkomponente können Radial-Axial-Kombibelastungen durch separate Lager aufgenommen werden.
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