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Funktionsweise von Supergrip

Der Bolzen ist an beiden Enden mit einem Gewinde versehen und hat einen kegeligen Schaft, über den eine Ausgleichshülse mit einer entsprechenden kegeligen Bohrung passt. Zwei Muttern vervollständigen die Einheit (Bild 1). Die Außenseite der Hülse ist zylindrisch und für eine Anfangsspielpassung im Bolzenloch dimensioniert, entsprechend 0,05 bis 0,15 % des Bolzenlochdurchmessers. Die Oberflächengüte im Loch braucht nicht hoch zu sein, eine normale Bohrung reicht aus.
Der Bolzen wird von Hand in das Loch eingesetzt. Durch Hineinziehen des kegeligen Schafts in die kegelige Bohrung der Hülse wird diese auf eine radiale Presspassung gedehnt. Dann wird der Bolzen hydraulisch gegen eine Mutter gespannt, während die andere Mutter von Hand festgezogen wird. Durch Lösen des Drucks am Vorspannwerkzeug wird auf den Bolzen eine Vorspannung ausgeübt.
Die Vorspannung führt zu einer leichten Reduzierung des Bolzendurchmessers, was jedoch bereits durch die Aufweitung der Hülse kompensiert wurde. Hülsenaufweitung und Bolzenvorspannung werden mithilfe des im Werkzeugsatz enthaltenen hydraulischen Vorspannwerkzeugs genau kontrolliert.
Für den Ausbau wird Öl zwischen die kegeligen Passflächen gespritzt, wodurch sich der Bolzen von der Hülse löst. Das Öl wird durch einen Anschluss in der Bolzenmitte zugeführt.
Der Betriebsdruck des hydraulischen Vorspannwerkzeugs beträgt 150 MPa (21 300 psi). Ein Manometer an den Pumpen erlaubt die präzise Kontrolle über die Ausdehnungs- und Vorspannungskräfte.
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