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Radial-Wellendichtringe

HMSA10, NBR
Radial-Wellendichtringe werden zwischen umlaufenden und feststehenden Maschinenkomponenten (<1>Bild 1</1>) oder zwischen zwei sich gegeneinander bewegenden Komponenten eingesetzt und bestehen aus zwei Hauptteilen:
  • Einer zylindrischen äußeren Umhüllung aus Stahlblech (Gehäuse) oder aus einem Elastomer, das die erforderliche feste Passung aufweist, um statisch gegenüber der Gehäusebohrung abzudichten.
  • Einer Dichtlippe aus einem elastomeren oder thermoplastischen Werkstoff, die die dynamische und statische Abdichtung gegenüber der Welle oder der Achse übernimmt. Die Dichtlippe hat eine durch Pressen, Schneiden oder Schleifen geformte Dichtkante, die normalerweise von einer ringförmigen Zugfeder mit einer definierten Radialkraft gegen die Gegenlauffläche gepresst wird. Die Dichtkante an der Dichtlippe und die Gegenlauffläche auf der Welle bilden den wichtigsten Funktionsbereich von Radial-Wellendichtringen. Zur Steigerung der Dichtwirkung kann die bodenseitige Kontaktfläche der Dichtlippe mit hydrodynamischen Dichthilfen versehen werden.
Einige Radial-Wellendichtringe haben eine zusätzliche Schutzlippe, die die Dichtlippe vor Staub und sonstigen Verunreinigungen schützt. Durch die Verwendung eines geeigneten Schmierstoffs zwischen Dichtlippe und Schutzlippe ist es möglich, den Verschleiß zu verringern und Korrosion hinauszuzögern. Verunreinigungen, die an der Schutzlippe vorbeigelangen, verursachen mit der Zeit Schäden an der Gegenlauffläche. Darüber hinaus können sie zur Wärmebildung zwischen den beiden Lippen und dadurch zu vorzeitigem Verschleiß führen.

Radial-Wellendichtringe zeichnen sich durch vielfältige Einsatzmöglichkeiten aus. Aufgrund der Bedeutung der Radial-Wellendichtringe für die Funktionssicherheit und Gebrauchsdauer einer Maschine oder eines Geräts sind Hersteller und Anwender gleichermaßen an allgemein gültigen Festlegungen interessiert. Dies führte zur Einführung nationaler und internationaler Standards und Richtlinien, wie in der Tabelle aufgelistet. Darin sind die Hauptabmessungen, Toleranzen, Werkstoffanforderungen, Prüfverfahren und Begriffe sowie die Grundformen der Außenmantelkonstruktionen und Dichtlippenanordnungen genormt.

Die in diesem Kapitel verwendete Terminologie wird für Dichtungen mit Metallgehäuse (<1>Bild 2</1>) und für Dichtungen mit Elastomeraußenmantel (<2>Bild 3</2>) angegeben.
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