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PTFE-Dichtungen

PTFE-Dichtungen mit kleinen Durchmessern werden meistens auf einem Rohr transportiert, das einen Nenn-Innendurchmesser (kleiner als der Wellendurchmesser) während der Lagerung aufrechterhält. Sie sollten daher erst direkt vor dem Einbau vom Transportrohr entfernt werden. Auch im Falle von Qualitätsprüfungen empfiehlt SKF, das Transportrohr an seinem Ort zu belassen. Der Dichtungsinnendurchmesser kann nach der Fertigung ohnehin nicht genau gemessen werden, da sich die Konfiguration der PTFE-Schutzlippe während des Entspannungsprozesses verändert.
PTFE-Formeln für Radiallippendichtungen wirken im Allgemeinen aggressiver und abrasiver auf die Welle als herkömmliche Elastomerwerkstoffe. Aus diesem Grund benötigen PTFE-Dichtlippen eine Oberflächenhärte von 58 bis 62 HRC. Eine Alternative zu einer gehärteten Wellenoberfläche bietet die Verwendung einer SKF Reparaturhülse, die mit den gleichen hohen Standards gefertigt werden wie die Innenringe der SKF Nadellager und für eine hervorragende Dichtungslauffläche sorgen.
In Anwendungen, bei denen PTFE-Dichtungen Schmierstoff zurückhalten oder vollständig mit einer Flüssigkeit beaufschlagt werden, sind die Dichtungen trocken zu installieren. Bei trockenlaufenden Anwendungen oder Schmierstoffverdrängung sollte die Dichtlippe mit einem Fett vorgeschmiert werden, das für die Temperaturbedingungen der Anwendung geeignet ist.

Achtung!

Bei Temperaturen über 300°C geben alle Fluorelastomere und PTFE-Verbundstoffe gefährliche Dämpfe ab. Temperaturen in diesem Bereich werden z.B. durch Schweißbrenner erreicht. Auch nach der Abkühlung bleiben die Dichtungen gefährlich. Für Dichtungen aus PTFE oder Fluorelastomer, die diesen hohen Temperaturen ausgesetzt waren, sind folgende Sicherheitsvorschriften zu beachten:
  • Immer eine Schutzbrille und Schutzhandschuhe tragen.
  • Dichtungsreste in luftdichten Kunststoffbehältern mit der Aufschrift „Ätzend!“ aufbewahren.
  • Die Sicherheitsvorschriften im Sicherheitsdatenblatt beachten. Es ist auf Anfrage erhältlich.

Bei Hautkontakt mit Seife und viel Wasser reinigen. Bei Augenkontakt mit viel Wasser spülen. In jedem Falle ist ein Arzt aufzusuchen. Dies ist auch dann erforderlich, wenn die Dämpfe eingeatmet wurden.

Montageanweisung

Da PTFE-Dichtlippen nicht dieselben elastischen Eigenschaften wie Elastomerlippen haben, sind sie anfälliger für Beschädigungen. Bei Einbau und Handhabung ist daher mit besonderer Sorgfalt vorzugehen, um Schäden zu vermeiden und einen störungsfreien Betrieb und die ordnungsgemäße Funktion sicherzustellen. Bei Wellenmerkmalen wie Nuten und Verzahnungen sowie Bohrlöchern, Öffnungen und scharfkantigen Wellenabsätzen besteht die Gefahr, dass sie PTFE-Dichtlippen beschädigen. Nach Möglichkeit sollten diese Hindernisse mithilfe von dünnwandigen Montagewerkzeugen aus Kunststoff oder Metall bedeckt werden.
Die Richtung der PTFE-Dichtlippe während des Einbaus entscheidet über das Montageverfahren. Der Einbau gestaltet sich schwieriger, wenn die Welle entgegen der PTFE-Dichtlippe montiert wird (Bild 1 und Bild 2). Diese Einbautechnik ist noch komplizierter, wenn die Ausrüstung schwer erreichbar oder einsehbar ist, und u. U. unmöglich, wenn kein Montagewerkzeug eingesetzt werden kann. Wenn die Welle entgegen der PTFE-Dichtlippe montiert wird, empfiehlt SKF in jedem Fall die Verwendung eines Montagekonus oder einer „Kugel“. Anhand von Detailzeichnungen von Welle und Dichtungsflächen kann SKF Montagekonen anbieten und fertigen. Anstelle von Montagekonen können auch überlange Einführungsschrägen an der Welle genutzt werden. Wellenmerkmale, die die Dichtung beschädigen können (Nuten usw.), sind jedoch weiterhin zu bedecken, möglicherweise mit Klebeband.
Wenn die Welle mit der PTFE-Dichtlippe eingebaut wird, ist lediglich ein glatter, gratfreier Radius oder eine Abschrägung am Wellenende erforderlich, sofern keine der o.g. schädigenden Wellenmerkmale vorliegen (Bild 3 und Bild 4)
Einige Dichtungen haben zwei PTFE-Dichtlippen, die in die entgegengesetzte Richtung weisen. In diesem Fall erfolgt der Einbau stets entgegen einer der Lippen, wobei ein Montagekonus empfohlen wird.
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