Einfallsreicher Biker von SKF beeindruckt MTB-Weltmeister: Techno-Transfer für längeres Rad-Lagerleben

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MTRX für Mountainbikes: Eine zündende Idee des SKF Anwendungsingenieurs Benjamin Michael (selbst auf dem Bike) nimmt Matsch und Schmutz den Schrecken.
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Schont weder sich selbst noch das Material: Mountainbike-Weltmeister Tomáš Slavík verschleißt jedes Jahr bis zu acht seiner Sportgeräte.
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Selbst ist der Mann: Benjamin Michael, Anwendungsingenieur bei SKF in Schweinfurt und semiprofessioneller Biker, löste sein Rad-Lagerproblem durch einen von ihm initiierten Technologietransfer.
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Wie ein Schwamm: Die Polymermatrix der MTRX-Lager von SKF fülltfastden gesamten freien Raum innerhalb eines Lagers aus, enthält etwa zwei- bis viermal mehr Öl als herkömmliche fettgeschmierte Lager, bildet dadurch einen regelrechten Schutzschild für die einzelnen Lager-Komponenten und sorgt im Endeffekt für eine längere Lebensdauer – selbst unter härtesten Einsatzbedingungen.
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Wasser marsch: Was bei konventionellen Lagern durch eindringende Feuchtigkeit schnell zur Korrosion führt, macht die neuen SKF MTRX-Lager nicht nass.
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Hat lange auf eine solche Lösung gewartet: Mountainbike-Weltmeister Tomáš Slavík (links) ist begeistert von den neuen MTRX-Lagern, die ihre Existenz einer Initiative des SKF Anwendungsingenieurs Benjamin Michael (rechts) verdanken.
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Direkter Draht zu mehr Infos über MTRX von SKF (ab Anfang Juli):www.skf-mtrx.de.

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Beihttps://www.bike24.de/sind die neuen MTRX-Lager von SKF ab dem 08. Juli verfügbar.

 

2018 Mai 24, 10:00 CET

Tomáš Slavík gilt als einer der besten Fourcross-Fahrer überhaupt: Als Weltmeister, Weltcup-Sieger und mehrmaliger Landesmeister hat der Tscheche auf den härtesten Strecken der Welt schon so manches Rad(lager) verschlissen. Wie man diesen Verschleiß drastisch minimieren kann, erfuhr Slavik nun von Benjamin Michael: Der SKF Anwendungsingenieur hat mit „MTRX“ für einen Technologietransfer gesorgt, der jedes konventionelle Lager alt aussehen lässt.

Schweinfurt, den 24. Mai 2018

Das offizielle Motto von Tomáš Slavík lautet „Always ready to rock!“ Wenn man mal einen Blick auf Slavíks Sportgeräte-Verbrauch wirft, scheint sein Wahlspruch insgeheim auch fürs „Runterrocken“ zu gelten: „Jedes Jahr benötige ich bis zu acht neue Bikes“, gesteht der 31-Jährige, der seit 2009 als Profi unterwegs ist und seine Maschinen ganz offensichtlich bis an ihre äußersten Belastungsgrenzen treibt. Zu diesen Belastungen gehören – neben den reinen Fahrtstrecken – auch die enormen Kräfte, die bspw. beim Downhill auftreten, sowie Staub, Schlamm und Wasser. Einflüsse wie diese sind echtes „Gift“ für die im Rad verbauten Lager.

Genau davon wusste Benjamin Michael, Anwendungsingenieur bei SKF, schon seit Längerem ein (Klage-)Lied zu singen: „Ich selbst fahre etwa 30.000 Kilometer im Jahr“, so der semiprofessionelle Mountainbiker aus Schweinfurt, „und habe mich ständig darüber geärgert, dass ich in jeder Saison ein bis zwei Mal diverse Lager austauschen musste.“ Die handelsüblichen Lösungen für Tretlager, Naben, Schaltrollen und den Steuersatz hielten bei Michaels Marathon-Cross-Country-Fahrten einfach nicht länger durch.

„Festes Öl“ als zündender Funke
Auf der Suche nach einer Lösung wurde der Ingenieur im eigenen Hause fündig: Solid Oil („Festes Öl“). Dabei handelt es sich um eine ölgesättigte Polymermatrix, die fast den gesamten freien Raum innerhalb eines Lagers ausfüllt und etwa zwei- bis viermal mehr Öl enthält als herkömmliche fettgeschmierte Lager. Diese Technologie hatte SKF ursprünglich für Anwendungen entwickelt, in denen u. a. hohe Luftfeuchtigkeit und erhebliche Temperaturschwankungen auftreten können (im Bereich von ca. -40 °C bis etwa 60 °C).

Da das „feste Öl“ im Lager-Innenraum verbleibt – selbst bei großen Zentrifugalkräften und vertikalen Wellen – , eignet sich Solid Oil außerdem für Umgebungen, in denen es spezielle Anforderungen an die Sauberkeit gibt und deshalb häufig mit starkem Wasserdruck und/oder aggressiven Chemikalien gereinigt wird. „Solche Bedingungen finden sich etwa in industriellen Produktionsanlagen für Lebensmittel“, nennt Benjamin Michael ein Beispiel, „aber aus meiner Sicht sollte sich das Funktionsprinzip dieser Lager eigentlich auch für Mountainbikes eignen.“

Die wesentlichen Gründe für Michaels Annahme: Die Polymermatrix schirmt die umschlossenen Lager-Komponenten viel besser gegen Verunreinigungen ab als jede konventionelle Fettschmierung. Im Zusammenspiel mit maßgeschneiderten Dichtungen versprach die Solid Oil-Technologie auch noch ein weiteres Mountainbiker-Problem zu lösen: Nach einer Fahrt durchs Gelände werden die verschmutzten Bikes oft mit mehr als 15 bar Wasserdruck abgespritzt. „Allerdings dürfen die gängigen Standard-Dichtungen maximalen Druckunterschieden von höchstens einem bar ausgesetzt werden“, wie der Anwendungsingenieur bei SKF weiß. Die Folge der Hochdruckreinigung: Wasser und weitere Fremdstoffe gelangen ins Innere, der Schmierstoff kann die Stahloberflächen im Lager nicht ausreichend schützen und es kommt zu chemischen Reaktionen. Rostnarben und Spaltkorrosion verursachen möglicherweise gefährliche Schälungen und Risse. „Aus etwa 20 Jahren Erfahrung in industriellen Anwendungen wussten wir, dass abgedichtete Solid Oil-Lager derartige Folgen weitestgehend ausschließen können“, so Benjamin Michael, „und das machte sie für den Einsatz im Mountainbike natürlich noch interessanter!“

Kaum kaputt zu kriegen
Um seine Idee in der Praxis zu überprüfen, stattete Michael die Naben seines Bikes mit abgedichteten Solid Oil-Lagern aus und verlangte ihnen ein Jahr lang alles ab (inklusive gründlicher Reinigungen des Rades per Hochdruck). Am Ende des Langzeittests stand die Erkenntnis, dass die ölgetränkte Polymermatrix das Korrosionsrisiko sowie die Kondensatbildung erheblich minimiert. Außerdem bewährte sich die zusätzliche Abdichtung per RS1-Dichtscheiben als verstärkter Schutz gegen Wassereintritt und Rost. Darüber hinaus konnte Benjamin Michael während der gesamten Testphase komplett auf eine Nachschmierung verzichten. „Selbst meine anfänglichen Bedenken wegen einer womöglich erhöhten inneren Reibung waren wie weggeblasen: Verglichen mit Standard-Laufrädern wiesen die mit der Polymermatrix ausgestatteten Laufräder keine spürbaren Unterschiede auf“, betont Michael.

Ähnliche Resultate förderte im Anschluss auch der unabhängige Test eines externen Mountainbike-Zulieferers zu Tage: Anders als der SKF Anwendungsingenieur fuhr der renommierte Komponentenhersteller die Solid Oil-Lager aber sogar OHNE Dichtung. „Dadurch wäre jedes ,normale‘ Lager schon nach einem einzigen Ritt durchs Gelände hinüber gewesen“, so Michael, „weil das Schmierfett austritt und deshalb ziemlich zügig Korrosion einsetzt.“ Das „feste Öl“ von SKF lief bei diesem Härtetest jedoch längst nicht so schnell aus – im Gegenteil: Die offenen Solid Oil-Lager strapazierten die Geduld des erprobungsfreudigen Zulieferers erheblich, weil sie ihren Dienst erst nach gut 1.000 Kilometern quittierten.

MTRX für MTBs
„Auf genau sowas habe ich schon lange gewartet“, begeistert sich Weltmeister Tomáš Slavík für die neue Lösung von SKF – und die kann er ab der Eurobike-Messe (8. bis 10. Juli in Friedrichshafen) haben: Dort stellt SKF die für Mountainbikes optimierten, in Anlehnung an ihre Polymer-MaTRiX auf „MTRX“ getauften MTB-Lager erstmalig vor. Besucher der Messe finden SKF in Halle A4 auf dem Stand von Brunox (Nr. 112).

Außerdem sind die MTRX-Lager mit Messebeginn im Online-Shop von https://www.bike24.de/ verfügbar. So kann jeder interessierte Mountainbiker selbst erfahren, wie er von SKFs jüngstem Technologietransfer profitieren kann. Nähere Informationen darüber gibt’s ab Anfang Juli auch hier: www.skf-mtrx.de.

Pressekontakt:
Dietmar Seidel, Leiter Technische Fachpresse Deutschland, Tel.: +49 (0)9721 / 56 - 28 43, 
E-Mail: dietmar.seidel@skf.com

SKF ist ein weltweit führender Anbieter von Wälzlagern, Dichtungen, Schmiersystemen und Mechatronik-Bauteilen mit umfassenden Dienstleistungen in den Bereichen Technischer Support, Wartung und Instandhaltung sowie Engineering-Beratung und Training. Weltweit ist SKF in mehr als 130 Ländern präsent und arbeitet mit rund 17.000 Vertragshändlern zusammen. Im Jahr 2017 erwirtschaftete die Unternehmensgruppe einen Umsatz in Höhe von 77,938 Mrd. SEK (ca. 8,2 Mrd. €) und beschäftigte 45.678 Mitarbeiter. www.skf.de

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