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SKF BeyondZero: Geringerer Umwelteinfluss für größere Margen

Im BeyondZero-Portfolio bündelt SKF Lösungen, die gleichermaßen ökonomische wie ökologische Vorteile bieten.
Mit BeyondZero-Produkten will SKF Entwicklungschef Dr. Alan Begg im Jahr 2016 einen Umsatz von einer Milliarde Euro erzielen.
Ein mit SKF E2 Kegelrollenlagern ausgestattetes Lkw-Hinterachs- getriebe spart rund 0,15 Liter auf 100 km.

Reibungsminimierte E2 Rillenkugellager von SKF sorgen z.B. für eine höhere Energieeffizienz von Elektromotoren.

In Stahlwerken tragen SKF ConRo Rolleneinheiten zur Senkung der Betriebskosten von Stranggießanlagen bei und reduzieren den CO2-Ausstoß.

Extended Life-Gelenklager von SKF senken den Schmierfett-Verbrauch und CO2-Ausstoß von Land-, Forst- und Baumaschinen.

2014 Juli 16, 08:00 CET

Seit der Erfindung des Pendelkugellagers hat SKF die Grenzen des technisch Machbaren immer wieder erweitert. Heute entwickelt das bislang einzige Fertigungsunternehmen im „Climate Savers Programme“ des WWF Lösungen, die ökonomisch ebenso überzeugend sind wie ökologisch: Anwender in über 40 Industriezweigen sichern sich mit dem umweltschonenden BeyondZero-Portfolio von SKF nachhaltige Wettbewerbsvorteile.

Schweinfurt, den 16. Juli 2014

 

Im Prinzip hat SKF den Umweltschutz schon seit 1907 im Programm: Von Anfang an ging es dem heutigen „Knowledge Engineering“-Konzern um Reibungsminimierung und somit um geringeren Energieverbrauch. Im Zeitalter eines wachsenden ökologischen Bewusstseins ist dieser Ansatz aktueller denn je: Zahlreiche Industriezweige sehen sich mit steigenden Energiekosten und/oder gesetzlichen Vorschriften konfrontiert, die nach neuartigen, ressourcenschonenderen Lösungen verlangen. „Es gilt, eine optimale Energiebilanz zu erzielen“, erläutert Dr. Alan Begg, Senior Vice President Group Technology Development bei SKF. „Und dazu braucht es ein Maximum an Effizienz.“

 

Um den Kunden die erforderlichen Effizienz- steigerungen zu ermöglichen, hat SKF allein im vergangenen Jahr rund 207 Millionen Euro in Forschung und Entwicklung investiert. Daraus sind 468 Patenteinreichungen hervorgegangen. Immer mehr dieser Neuheiten zielen darauf ab, das Portemonnaie der Kunden ebenso zu schonen wie die Natur. „Nachhaltigkeit begreifen wir bei SKF als umfassende Verantwortung für das Geschäft, die Umwelt, die Mitarbeiter und die Gesellschaft. Mit einem Wort: SKF Care“, so Begg.

 

Aus dieser Philosophie hat SKF mit „BeyondZero“ ein Programm zur konkreten Umsetzung von Umweltschutzmaßnahmen abgeleitet. „Das 2005 ins Leben gerufene Konzept berücksichtigt nicht nur die eigene Produktion, sondern auch den Einsatz von SKF Produkten beim Kunden“, betont der Entwicklungschef von SKF. Deshalb diene das BeyondZero Portfolio zwei ökologisch relevanten Zielen gleichzeitig:

-     der Reduzierung von Umweltbelastungen durch die eigene Geschäftstätigkeit

-     der Lieferung von innovativen Technologien, Produkten und Lösungen, die dem Anwender zu einer besseren Umweltbilanz verhelfen.

 

Hinzu kommen die betriebswirtschaftlichen Vorteile: Wenn es gelingt, Lager, Gehäuse oder Schmier- stoffe durch energieschonende Verfahren herzustel- len, sinken die Produktionskosten. Auch die Kunden von SKF können kostengünstiger produzieren, wenn sie z.B. energiefressende Reibungsverluste in ihren Anlagen durch den Einsatz von BeyondZero Lösungen minimieren.

 

1,6 Mio. Tonnen weniger CO2 in einem Jahr

Im Kern des BeyondZero-Konzepts stehen also eine höhere Energieeffizienz sowie die Reduktion von CO2-Emissionen. Welche Bedeutung SKF diesem Ansatz in der Praxis beimisst, zeigt folgende Hochrechnung: „Intern“ setzt das Unternehmen sehr ehrgeizige Vorgaben zur Verringerung der eigenen Treibhausgase um. Die entsprechenden Vorgaben gelten u. a. für die Werke und Logistikaktivitäten von SKF selbst, aber auch für die Lieferanten des Konzerns. „Extern“ trägt SKF durch das BeyondZero Portfolio dazu bei, dass auch die Anwender entsprechender Lösungen deutlich weniger CO2 in die Atmosphäre blasen als zuvor. Zählt man alle daraus resultierenden „Öko-Effekte“ zusammen, konnte allein 2012 ein Gesamtausstoß in Höhe von schätzungsweise 1,6 Millionen Tonnen an Treibhausgasen vermieden werden.

 

Schon jetzt ist die Liste nachweisbar energie- schonender Produkte, Dienstleistungen oder Lösungen lang: Die BeyondZero-Palette reicht von reibungsarmen Wälzlagern über spezielle Dichtungen bis hin zu elektromechanischen Hubzylindern. Zur vielfältigen Zielgruppe gehören Kunden aus der Automobilindustrie ebenso wie Anwender in der Schwerindustrie oder auch Landwirtschaft.

 

Beispiel E2 Kegelrollenlager

„E2“ steht in der Nomenklatur von SKF als Kürzel für EnergieEffizient. Ein mit E2 Kegelrollenlagern ausgestattetes Lkw-Hinterachsgetriebe spart rund 0,15 Liter auf 100 km. Ergo summiert sich das Einsparpotenzial bei Fahrzeugen, die primär im Langstreckenbetrieb eingesetzt werden, auf etwa 150 Liter pro Jahr. Das zahlt sich schnell aus: Lkw- und Fuhrparkbesitzer profitieren von spürbar geringeren Gesamtbetriebskosten. Wird ein solches Lager als Ritzellager eingesetzt, lassen sich Ener- gieeinsparungen von rund 500 Watt verwirklichen. Anders als viele Wettbewerbsprodukte erzielen die SKF E2 Lager diese Reibungsminimierung über den gesamten Drehzahlbereich hinweg. Dadurch stößt ein einziger Lkw, der jährlich 100.000 km zurücklegt und mit vier Lagern dieses Typs ausgestattet ist, bis zu 398 Kilogramm weniger CO2 aus – und zwar Jahr für Jahr.

 

Beispiel E2 Rillenkugellager

E2 Rillenkugellager eignen sich für Anwendungen aller Art, in denen leichte bis mittlere Belastungen und hohe Drehzahlen vorherrschen. Sie können z.B. in Pumpen, Fördersystemen, Gebläsen und Elektromotoren für rund 30 Prozent weniger Reibung als handelsübliche Lager und sorgen – und damit auch für geringeren Energieverbrauch.

Ersetzt man beispielsweise die 200 konventionellen Lager in einer durch- schnittlichen Textilmaschine durch abgedichtete SKF E2 Rillenkugellager, so lassen sich – bei einer jährlichen Betriebsdauer von 8.000 Stunden – allein an dieser einen Maschine rund 8,5 Tonnen CO2 bzw. 11.310 Kilowattstunden pro Jahr einsparen. Das macht den Umweltschutz selbst in Schwellenländern attraktiv. Hierzulande könnte man mit der gleichen Energie eine 100 qm-Wohnung etwa ein Jahr lang heizen. Würden alle neu produzierten 37 kW-Motoren auf diesem Planeten von vorn herein mit abgedichteten SKF E2 Rillenkugellagern ausgestattet, könnte die Umwelt jedes Jahr um rund 290.000 Tonnen CO2 entlastet werden – eine gigantische Menge.

 

Beispiel ConRo Rolleneinheiten

SKF ConRo ist eine robuste, modulare Rolleneinheit mit Lagern, Dichtungen, Gehäuse, Fett, Rollenkörpern und – falls erforderlich – auch Wasseran- schlüssen. Sie kommt in Stranggießanlagen zum Einsatz, die eine extrem anspruchsvolle Anwendungsumgebung darstellen. Ein patentiertes Dichtungssystem schützt die Lager vor Wasser und Verunreinigungen. Die langlebige Rolleneinheit erfordert keine Instandhaltung des Schmiersystems und senkt den Fettverbrauch ebenso erheblich wie die Abfallverarbeitungs- und Entsorgungskosten. Gemessen an konventionellen Lösungenvermeidet jede SKF Rolleneinheit rund 1,5 Tonnen CO2-Ausstoß pro Jahr. In einer Stranggießanlage mit 400 dieser SKF Einheiten summieren sich die Einsparungen bereits auf rund 600 Tonnen CO2 jährlich. Unter dem Strich bedeuten all diese Vorteile für die Stahlwerke, dass sie ihre Walzstraßenbetriebskosten mit SKF ConRo um bis zu 50 Prozent senken können.

 

Beispiel Extended Life Gelenklager

Ihr tribologisches Gesamtsystem macht die Extended Life Gelenklager zu den ersten praktisch wartungsfreien Stahl/Stahl-Gelenklagern im Markt. Sie sind quasi korrosionsfrei, stark reibungsminimiert und verfügen über Hochleistungs-Dreilippendichtungen, die das Eindringen von Verunreinigungen ins Lager so gut wie unmöglich machen. Alles zusammen verhindert einen vorzeitigen Lagerausfall und senkt die Gesamtbetriebskosten. Weil keine Nachschmierung erforderlich ist, kann man zum Beispiel mit einem einzigen Lager mit 100 mm Bohrungsdurchmesser bis zu 876 g Fett pro Jahr einsparen. In einem Traktor mit sechs Lagern dieser Bauart und Größe beträgt der Minderverbrauch bereits bis zu 5,2 kg Schmierfett pro Jahr. Das entspricht einer Verringerung des CO2–Ausstoßes um 7,7 kg pro Jahr allein durch das eingesparte Fett. Weil die Extended Life Gelenklager außerdem eine 37 Prozent geringere Reibung als Standardlager aufweisen, wird im Betrieb sogar noch deutlich mehr CO2 eingespart. Die Lager eignen sich ganz besonders für Anwendungen in Land-, Forst- und Baumaschinen, bieten ihr Kosteneinsparungspotenzial aber auch in allen anderen Anwendungsbereichen, wo heute noch nachgeschmiert werden muss.

 

BeyondZero-Portfolio wird ausgebaut

„Der zunehmende Erfolg unserer BeyondZero-Lösungen zeigt eindeutig, dass unsere Kunden bereit sind, sich dem Thema immer mehr zu öffnen“, analysiert Alan Begg. Deshalb plane SKF auch, die entsprechende Produktpalette weiter auszubauen: „Wir haben uns vorgenommen, den Umsatz mit unserem BeyondZero-Portfolio von zuletzt etwa 282 Millionen Euro auf rund eine Milliarde Euro im Jahr 2016 zu steigern.“

 

Außerdem will das Unternehmen, das schon seit 14 Jahren einen „Stammplatz“ im renommierten Dow Jones Sustainability Index hat, in Sachen „Umweltschutz“ weiterhin mit gutem Beispiel vorangehen. Beispielsweise hat sich der Konzern auf die Fahnen geschrieben, seinen jährlichen Energieverbrauch so weit zu senken, dass er im Jahr 2016 um fünf Prozent unter dem Niveau von 2006 liegt. Außerdem ist geplant, das Verhältnis des Gesamtenergiebezugs zur Wert- schöpfung jedes Jahr um fünf Prozent zu verbessern. Zu diesem Zweck sollen SKF Werke in aller Welt gemäß der Energiemanagement-Norm ISO 50001 zertifiziert werden. Dabei hat das Werk in Schweinfurt (inklusive der umwelttechnisch angegliederten Niederlassung in Meckesheim) erst letztes Jahr eine Vorreiterrolle angenommen.

 

„Nachhaltigkeit ist für uns eben kein bloßes Lippenbekenntnis, sondern die praktische Kombination aus betriebswirtschaftlich erfolgreichem Handeln und aktivem Engagement zur Erhaltung der Ressourcen für künftige Generationen“, resümiert Begg.


Pressekontakt:


Dietmar Seidel, Leiter Technische Fachpresse Deutschland,

Tel. 09721-56 2843, E-Mail: dietmar.seidel@skf.com


SKF ist ein weltweit führender Anbieter von Wälzlagern, Dichtungen, Mechatronik-Bauteilen und Schmiersystemen mit umfassenden Dienstleistungen in den Bereichen Engineering, Wartung und Instandhaltung sowie Training. Weltweit ist SKF in mehr als 130 Ländern präsent und arbeitet mit rund 15.000 Vertragshändlern zusammen. Der Umsatz der Unternehmensgruppe betrug im Jahr 2013 MSEK 63.597. Die Anzahl der Mitarbeiter lag bei 48.401.

Mehr Infos unter www.skf.com

 

® SKF ist eine eingetragene Marke der SKF Gruppe.

™ BeyondZero ist eine eingetragene Marke der SKF Gruppe.



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