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SKF und BVI: Synergien für mehr Wachstum

Martin Johannsmann, Leiter der SKF Business Unit Marine und Geschäftsführer SKF Blohm + Voss Industries.
Gleitlager sind bei der Lagerung von Propellerwellen vorteilhaft, da sie Vibrationen abfedern können.
Stevenrohrabdich- tung: Die SIMPLEX-COMPACT Airspace ist eine 4-Ring-Abdichtung mit Luftkammer. Sie trennt Schmieröl und Seewasser komplett voneinander.
Präzisionsarbeit: Auch bei der Produktion gigantischer Schiffskomponenten kommt es auf die Genauigkeit an.
Handarbeit: Stevenrohrabdich- tungen werden manuell verschraubt.
Fertigung: Blick in die Abdichtungs- fertigung von SKF Blohm + Voss Industries.
Riesig: Seit der Übernahme von Blohm + Voss Industries bietet SKF der Schiffbaubranche auch gigantische Stabilisatoren an.
Seit Anfang 2013 gehört Blohm + Voss Industries (im Vordergrund) zur SKF Gruppe.

2014 August 11, 08:00 CEST

Mit der Übernahme des Schiffbauzulieferers Blohm + Voss Industries (BVI) Anfang 2013 hat SKF im Schiffbau-Segment die Weichen auf Wachstum gestellt. Ob Produktportfolio, Vertriebswege, Fertigungskapazitäten oder Technologien: Die Unternehmen ergänzen sich optimal. Davon profitieren die Kunden rund um den Globus.

Schweinfurt/Hamburg, den 11. August  2014

 

Synergien – wer diesen Begriff im Zusammenhang mit Unternehmensübernahmen hört, denkt schnell an Kostenreduktion und Personalabbau. „Als der Verkauf unseres Unternehmens anstand, hatten wir natürlich Sorge, dass wir von solchen Konsequenzen betroffen sein könnten“, berichtet Martin Johannsmann, Geschäftsführer der heutigen SKF Blohm + Voss Industries GmbH. „Bei SKF sind wir jedoch bei einem strategischen Investor gelandet, der unser Geschäft stützen und ausbauen will. Und der auf Wachstumssynergien setzt.“

 

Sich ergänzende Produktportfolios

Allein der Blick auf die Angebotsportfolios von SKF und BVI für die Schifffahrtsbranche zeigt, warum das so ist. Denn zwischen den Produkten von SKF und BVI gibt es praktisch keine Überschneidungen, hier ließen sich also keine Kostensynergien realisieren. SKF liefert beispielsweise Kupplungen, Maschinenpassstücke und Dichtungen, BVI fertigt Stevenrohrabdichtungen und ganze Stevenrohr- systeme, außerdem Stabilisatoren und Bilgen- wasserentöler.

 

Beide Unternehmen bieten Lager an. SKF ist vor allem bekannt für seine Wälzlager, BVI hat sich als Anbieter von Gleitlagern im Schiffbau etabliert. „Also kannibalisiert sich SKF durch die Übernahme von BVI nicht selbst“, wehrt Martin Johannsmann ab. „Vielmehr ergänzen sich die unterschiedlichen Technologien optimal.“ Klassischerweise werden Wälzlager dort eingesetzt, wo viele Anlaufzyklen nötig sind und das Lager wenig Spiel haben darf. Gleitlager sind dann die beste Lösung, wenn es kontinuierliche Rotationen gibt und das Lager Vibrationen unterliegt. Diese kann der Ölfilm des Gleitlagers deutlich besser abfedern. SKF bietet nun beides aus einer Hand Genau davon profitiert der Kunde, meint Martin Johannsmann: „Die Entschei- dung für die eine oder andere Technologie kann vom individuellen Fall abhängig sein. Wir können jetzt den Kunden auf seinen Bedarf hin optimal beliefern.“

 

Vertriebs- und Produktionsressourcen greifen ineinander


Ein entscheidender Punkt für die Akquisition von BVI war auch der Zugang zum Schiffbaumarkt, der speziellen Strukturen unterliegt. Der Hamburger Schiffbauzulieferer verfügt über ein globales Netz- werk an Verkaufsagenten und Service-Stationen, das über Jahrzehnte hinweg gewachsen ist. „Dank dieses Netzwerkes können wir aktiv auf dieWerften und Reeder zugehen. Unsere Agenten sind teilweise Familienunternehmen, die in dritter Generation geführt werden, und die über langjährige Kontakte in ihre Märkte verfügen.“ SKF hingegen sei vor allem stark im Geschäft mit Systemlieferanten, also Anbietern, die Systemlösungen wie zum Beispiel Pod-Antriebe für den Schiffbau anbieten. „Für solche zentralen Kunden hat SKF Key Accounts eingerichtet, dies war BVI aufgrund seiner bisherigen Größe bislang nicht möglich“, erklärt Johannsmann. „Diese Wege können wir nun auch nutzen.“ Darüber hinaus vertreibt SKF seine Produkte in Branchen, die auch für BVI interessant sein könnten. Johannsmann: „Windenergie ist so ein Beispiel. Hier können wir stark von den bereits etablierten Strukturen bei SKF profitieren.“

 

Umgekehrt ergeben sich dank der Fähigkeiten von BVI auch Vorteile für SKF im Bereich der Windener- gie. „Wir haben kürzlich zwei Windkraftlager im Auftrag von SKF aufgearbeitet“, nennt Martin Johannsmann ein Beispiel. Solche Lager wiegen über 30 Tonnen, sind knapp vier Meter lang und haben einen Wellendurchmesser von rund 100 Zentimetern. „Da die Wälzlagerproduktion in der Regel auf Produktserien und hohe Stückzahlen abzielt, ist sie sehr spezialisiert. Eine solche Instandsetzungs-Aufgabe passt also nicht ganz zu den Serienfertigungsanlagen bei SKF“, erklärt der Geschäftsführer. BVI habe jedoch die Möglichkeiten dazu. „Wir fertigen teilweise komplett individuell für den Kunden und auch nur mit sehr geringen Stück- zahlen, im Bereich der Stabilisatoren sogar mit deutlich größeren Werkstücken. Dadurch sind unsere Maschinen flexibler ausgelegt. Das ermög- licht uns, auch Sonderaufgaben zu übernehmen.“

 

Kunden profitieren vom kombinierten Know-how

Zu guter Letzt sieht Martin Johannsmann weiteres Potenzial für Synergien bei der Integration von Technologien. In Stevenrohrabdichtungen beispielsweise werden sowohl Dichtungsringe als auch Schmierungslösungen benötigt. „SKF hat hierfür die Kompetenzen und Technologien im Haus. Und SKF Blohm + Voss Industries eine zusätzliche Option, um sein Produkt weiterzuentwickeln.“

 

Gleichwohl lassen sich die Komponenten nicht einfach austauschen. „Zuverlässigkeit ist bei kritischen Komponenten in der Schifffahrt der entscheidende Faktor. Deshalb werden wir Technologien von SKF erst dann in unsere Produkte integrieren, wenn wir ganz sicher sind, dass die Lösungen miteinander harmonieren und sie die Gesamtqualität nicht beeinträchtigen.“ Wie bei allen anderen Fremdanbietern auch, bedarf es intensiver Entwicklungsarbeit und ausführlicher Testreihen, um dies zu bestätigen. Erste Projekte dazu seien bereits angelaufen. „Doch bis wir wirklich Ergebnisse sehen können, wird noch einige Zeit ins Land ziehen“, sagt der SKF BVI-Geschäftsführer. Wie alle Wachstums- synergien seien auch diese nicht von heute auf morgen umsetzbar.

 

Mittel- bis langfristig seien im Bereich der Technologien jedoch die meisten Synergieeffekte zu erwarten, von denen der Kunden profitieren werde. „SKF verfügt über vertieftes Ingenieurswissen in nahezu allen industriellen Branchen. BVI ist spezialisiert auf die besonderen Anforderungen des Schiffbaumarkts“, fasst Martin Johannsmann zusammen. „Wenn es uns gelingt, dies zusammen- zuführen, profitiert am Ende der Kunde – in Form von innovativen und zuver- lässigen Produkten, intelligenten Dienstleistungen sowie flexibler Anpassung an die sich wandelnden Märkte.“


Pressekontakt:


Dietmar Seidel, Leiter Technische Fachpresse Deutschland,

Tel. 0 97 21 / 56 – 28 43,  E-Mail: dietmar.seidel@skf.com


Malte Blombach, SKF Blohm + Voss Industries GmbH, Leiter Unternehmenskommunikation,

Tel. 0 40 / 3011 – 1133, E-Mail: malte.blombach@bv-industries.com


SKF ist ein weltweit führender Anbieter von Wälzlagern, Dichtungen, Mechatronik-Bauteilen und Schmiersystemen mit umfassenden Dienstleistungen in den Bereichen Engineering, Wartung und Instandhaltung sowie Training. Weltweit ist SKF in mehr als 130 Ländern präsent und arbeitet mit rund 15.000 Vertragshändlern zusammen. Der Umsatz der Unternehmensgruppe betrug im Jahr 2013 MSEK 63.597. Die Anzahl der Mitarbeiter lag bei 48.401.

Mehr Infos unter www.skf.com

 

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