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Immer gut geschmiert - auch unter Extrembelastungen

Große Mengen Staub und Schmutz machen Maschinen und Förderanlagen im Kreideabbau schwer zu schaffen.

Wegen der überzeugenden Erfahrungen beim „Pilotprojekt“ auf Rügen setzt die Vereinigte Kreidewerke Dammann KG inzwischen in zwei Werken auf automatische Schmierstoffgeber von SKF.

Die Schmierstoffgeber aus dem SKF System 24 sorgen in Dammann-Kreidewerken auf Rügen und in Söhlde für eine regelmäßige, automatische Schmierung von insgesamt 680 Stellen.

Ein durchsichtiger Behälter macht den Füllstand auf einen Blick erkennbar. Die Abgabemenge lässt sich von einem Monat bis zu einem Jahr regulieren.

Bei der Inbetriebnahme des Schmierstoffgebers werden die internen Batterien aktiviert, es baut sich Gasdruck auf und der Kolben drückt das Fett oder Öl in die Applikation.

2015 Januar 19, 08:00 CET

Der Abbau von Kreide ist für Maschinen und Förderanlagen eine echte Herausforderung: Große Mengen Staub und Schmutz machen ihnen schwer zu schaffen – vor allem den Lagern. Deshalb müssen die Lager regelmäßig geschmiert werden. Angesichts kilometerlanger Förderstrecken lässt sich das „von Hand“ kaum bewerkstelligen. Aus diesem Grund setzt die Vereinigte Kreidewerke Dammann KG in ihrem Rügener Werk auf automatische Schmierstoffgeber von SKF. Diese sorgen für eine regelmäßige Schmierstoffversorgung und verhindern damit vorzeitige Lagerausfälle.

Schweinfurt, den 19. Januar 2015

 

Kreide kommt in zahlreichen Anwendungen zum Einsatz: Zum Beispiel als Futter- oder Düngemittel für die Landwirtschaft, als Füller im Straßenbau, als Filtermaterial in der Umwelttechnik, als Zusatz in der Kunststoffproduktion oder als Rasenfarbe auf Sportplätzen. Entstanden ist das Gestein vor gut 70 Millionen Jahren aus Resten von Algen, Einzellern und Wurzeln. Heute ist Kreide ein begehrter Rohstoff und wird vor allem in Europa an zahlreichen Orten abgebaut – unter anderem in Klementelvitz auf der Ostseeinsel Rügen. Hier befindet sich das Kreidewerk Rügen, einer von drei Produktionsstandorten der Vereinigte Kreidewerke Dammann KG. Das Unternehmen stellt mit moderner Technologie Feinkreiden, Grobkreiden und Düngekalke in verschiedenen Qualitäten her, die auf die unterschiedlichen Einsatzbereiche abgestimmt sind.

 

Bevor die Kreide ihre Reise zu Kunden in Industrie und Landwirtschaft antreten kann, müssen zuerst die Steinplatten mit riesigen Maschinen aus der Erde gebrochen werden. Große Drehtrommeln trennen die Kreideplatten von anderen Gesteinen. Anschließend wird das Material getrocknet und auf Förderbändern weitertransportiert. Dies ist kein leichtes Unterfangen, denn so fein die Kreide als solche sein mag, so grob sind die Einsatzbedingungen für die Maschinen: Das enorme Staub- und Schmutzaufkommen erschwert die Zustandsüberwachung und die Wartung erheblich.

 

Vor allem für die Schmierung der Maschinenlager ist ein solches Kreidewerk also ein echter „Härtefall“. Aus diesem Grund kam es in der Vergangenheit auch auf Rügen immer wieder zu vorzeitigen Lagerausfällen: Das manuelle Nachschmieren der kilometerlangen Anlagen war auf dem riesigen Betriebsgelände schlichtweg nicht mehr praktikabel. Erhebliche Mehrkosten waren die Folge – und die Erkenntnis, dass eine andere Lösung dringend benötigt wurde.

 

Erster Ansprechpartner für das Kreidewerk war die August Kuhfuss Nachf. Ohlendorf GmbH mit Hauptsitz in Braunschweig. Das Unternehmen genießt nicht nur einen guten Ruf im technischen Handel, sondern auch im Service. Beides zusammen gilt insbesondere für Wartungs- und Schmierungsprodukte aus dem Hause SKF (SKFMaintenance Poducts, kurz: MaPro). Als „Preferred MaPro Partner“ von SKF verfügen die Kuhfuss-Experten über profunde Kenntnisse im Bereich von Wartungsaufgaben, so dass das Team von Geschäftsführer Martin Ohlendorf innerhalb kürzester Zeit eine vielversprechende Lösung präsentieren konnte: „Als Erstes haben wir die komplette Anlage skizziert und die entsprechenden Schmierstellen ermittelt. Danach war schnell klar, dass nur eine Automatisierung Abhilfe schaffen konnte“, erinnert sich Ohlendorf. Insgesamt 480 kritische Schmierstellen hatten Ohlendorfs Spezialisten identifiziert – eine beachtliche Anzahl, für die nur ein äußerst leistungsfähiges und zuverlässiges Schmiersystem in Frage kam.

 

Als besonders geeignet erwiesen sich die von SKF entwickelten Schmierstoffgeber der LAGD-Reihe, die unter dem Markennamen System 24 geführt werden. Die automatischen Einpunkt-Schmierstoffgeber bestehen aus einem durchsichtigen Behälter und einer Patrone mit einer elektrochemischen Gaszelle. Bei der Inbetriebnahme werden die internen Batterien aktiviert, es baut sich Gasdruck auf und der Kolben im Schmierstoffgeber drückt das Fett oder Öl in die Applikation. Der Abgabezeitraum lässt sich von einem Monat bis zu einem Jahr regulieren, und die Montage ist ohne Werkzeug möglich. Die Schmierstoffgeber sind außerdem staubdicht, wasserfest, haben eine ATEX-Zulassung für Zone 0 und sorgen so in vielen Anwendungen dafür, dass Schmierstellen ganz automatisch und immer mit der richtigen Menge Schmierstoff versorgt werden.

 

Die Spezialisten der August Kuhfuss Nachf. Ohlendorf GmbH stellten jeden einzelnen Schmierstoffgeber individuell auf die jeweilige Schmierstelle ein. Nach genauer Festlegung der Schmierstoffmengen und der eingesetzten Stoffe konnte der Einbau beginnen. Dank der einfachen Montage war die Installation trotz der enormen Anzahl von Schmierstellen schnell durchgeführt: Innerhalb von nur sieben Tagen hatten die Techniker die komplette Anlage im Kreidewerk Rügen mit dem System 24 bestückt.

 

Das Ergebnis dieser Aktion kann sich sehen lassen: „Vorzeitige Lagerausfälle treten jetzt kaum noch auf“, resümiert Martin Ohlendorf, „so dass die Anzahl der zu tauschenden Lager um annähernd 30 Prozent geschrumpft ist.“ Außerdem sei durch die neuen Geräte der Zeitaufwand für die Wartung der vielen Schmierstellen deutlich gesunken. Dazu trägt unter anderem bei, dass das System 24 eine einfache optische Funktionskontrolle sowie einen schnellen Austausch des Schmierstoffgebers ermöglicht. Nicht zuletzt können die Anwender davon ausgehen, dass sein Inhalt ohnehin bis zum Ende des zuvor definierten Abgabezeitraums ausreicht.

 

Die Vereinigte Kreidewerke Dammann KG ist von dem Erfolg des Projekts überzeugt – und zwar so sehr, dass Martin Ohlendorf und sein Team mittlerweile auch einen zweiten Standort des Unternehmens, das Kreidewerk im niedersächsischen Söhlde, mit den Schmierstoffgebern von SKF ausgestattet haben. Dort verlässt sich das Kreidewerk auf die automatische Schmierung von insgesamt 200 Stellen.


Pressekontakt:

Dietmar Seidel, Leiter Technische Fachpresse Deutschland,

Tel.+49-(0)9721-56-2843,  E-Mail:  dietmar.seidel@skf.com


SKF ist ein weltweit führender Anbieter von Wälzlagern, Dichtungen, Mechatronik-Bauteilen und Schmiersystemen mit umfassenden Dienstleistungen in den Bereichen Engineering, Wartung und Instandhaltung sowie Training. Weltweit ist SKF in mehr als 130 Ländern präsent und arbeitet mit rund 15.000 Vertragshändlern zusammen. Der Umsatz der Unternehmensgruppe betrug im Jahr 2013 MSEK 63.597. Die Anzahl der Mitarbeiter lag bei 48.401.

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