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SKF auf der Anuga FoodTec: Y-Lagereinheiten für saubere und effiziente Lebensmittelproduktion

Spezialkonstruktion für die harten Anforderungen der Lebensmittel- industrie: Y-Lagereinheiten der „Food-Line“ von SKF.
Mehr als die Summe aller Teile: High-Tech aus dem Hause SKF verhilft der Lebensmittel- industrie zu ebenso sauberer wie effi- zienter Produktion.
Die SKF „Food-Line“-Gehäuse aus Verbundstoffen sind tragfähig, leicht und chemisch beständig.
Die „Food-Line“-Gussgehäuse aus rostfreiem Edelstahl eignen sich speziell für Anwendungen mit hohen Belastungen.
Verzinkte Gehäuse sind sowohl besonders tragfähig als auch korrosions- beständig.

Dichtungssystem einer SKF Y-Lagereinheit aus der „Food-Line“:

1:Eine Edelstahl-Schleuderscheibe mit fester Passung am Innenring verbessert den mechanischen und zentrifugalen Schutz vor festen und flüssigen Verunreinigungen. Sie dichtet mit engem Spalt am Lageraußenring ab und ist mit einer FDA zugelassenen Dichtlippe aus synthetischem Kautschuk versehen. Diese Dichtlippe ist anvulkanisiert und wirkt axial gegen den Edelstahleinsatz, der die radiale Dichtlippe trägt.

2:Als zusätzlicher Schutz ist der Raum zwischen der axialen und der radialen Lippendichtung mit lebensmittelverträglichem SKF GFJ Schmierfett aufgefüllt.

3: Die innere Radialdichtung bietet zusätzlichen Schutz vor Verunreinigungen und hält den Schmierstoff zurück. Ein sicher in einer Nut in der Außenring-Stirnseite sitzender

Edelstahleinsatz dichtet mit engem Spalt am Lagerinnenring ab und ist mit einer FDA-zugelassenen Dichtlippe aus synthetischem Kautschuk versehen. Sie ist anvulkanisiert und wirkt radial gegen den Innenring.

2015 Februar 26, 08:00 CET

Nahrungsmittel- und Getränkehersteller dürfen in punkto Hygiene, Gesundheit und Sicherheit keine Kompromisse eingehen. Sie benötigen Maschinen, die sehr strenge Reinheitsanforderungen erfüllen und zugleich die Betriebskosten senken. Mit speziellen Y-Lagereinheiten der „Food-Line“ bietet SKF der Nahrungsmittelindustrie eine innovative Lösung, die unter anderem die korrosiven Folgen der Maschinenreinigung vermeidet, vorzeitige Lagerausfälle verhindert und die Umweltverträglichkeit der Fertigungsprozesse verbessert.

Schweinfurt, den 26. Februar 2015

 

Die Nahrungsmittel- und Getränkeverarbeitung ist für Maschinenzulieferer ein besonders anspruchsvolles Aufgabengebiet: In der Produktion gibt es heiße, kalte und feuchte Fertigungsbereiche. Außerdem wirken manche Nahrungsmittel aufgrund ihrer Zusammensetzung abrasiv oder chemisch aggressiv – Zwieback beispielsweise fördert den Verschleiß, während Orangensaft sauer ist. Hinzu kommt, dass die Maschinen regelmäßig gesäubert werden müssen. Dazu nutzen die Anlagenbetreiber häufig Hochdruckreinigungsverfahren, mit denen ätzende, antibakterielle Flüssigkeiten versprüht werden. All diese Faktoren zusammen stellen für Lager, Dichtungen und Schmierstoffe eine enorme Herausforderung dar.

 

Um derartigen Anforderungen zu begegnen, hat SKF spezielle Y-Lagereinheiten entwickelt. Die „Food-Line“ genannten Lösungen (Bild 1) basieren auf abgedichteten Rillenkugellagern mit kugelförmig gewölbter Außenringmantelfläche. Dabei hat der Anwender die Wahl zwischen Lagern aus rostfreiem Stahl oder (verzinktem) Wälzlagerstahl. Beide Varianten verfügen über das gleiche Hochleistungs-Dichtungssystem. Dieses wird mit einem Druck von 100 bar auf Dichtheit geprüft. Als Schmierfett kommt das lebensmittelverträgliche SKF GFJ zum Einsatz (Bild 2).

 

Die beiden Lagerausführungen lassen sich in drei verschiedenartige Y-Lagergehäuse von SKF integrieren. Je nach konkretem Anwendungsfall kann der Nutzer auf folgende „Food-Line“-Gehäuse zurückgreifen:

Gehäuse aus Verbundstoffen sind tragfähig, leicht und chemisch beständig.

Gussgehäuse aus rostfreiem Stahl  sind für Anwendungen mit hohen Belastungen.

Verzinkte Gehäuse  sind tragfähig und korrosionsbeständig.

 

Y-Lagereinheiten mit Gehäusen aus Verbundstoffen

Die SKF Y-Lagergehäuse aus Verbundstoffen (Bild 3) widerstehen Zitronensäure, Speisefetten und den meisten bei der Nahrungsmittel- und Getränkeverarbeitung verwendeten Chemikalien. Sie sind aus einem thermoplastischen Verbundwerkstoff gefertigt und bis zu 61% leichter als Gehäuse aus Gusseisen gleicher Größe. Die kugelförmige Bohrung nimmt die sphärische Außenringmantelfläche des eingesetzten Lagers auf und erlaubt so, anfängliche Lagerschiefstellungen auszugleichen.

Stahlarmierungen im Gehäuse tragen zur verbesserten Bruchfestigkeit des Gehäuses bei. Die radiale Bruchlast ist deutlich höher als die statische Tragzahl des Lagers. Die SKF Y-Lagergehäuse besitzen möglicherweise sogar die höchste Bruchfestigkeit aller verfügbaren Verbundwerkstoffeinheiten. Ein mit Polyurethan aufgefüllter Gehäusefuß stellt sicher, dass die Einheit flach auf der Montagefläche aufliegt. Durch diese bündige Montage werden Fugen verhindert, die andernfalls potenzielle Bereiche zum Ansiedeln und Wachstum von Bakterien wären. Einsätze aus rostfreiem Stahl in den Befestigungslöchern verleihen jedem Gehäusefuß zusätzliche Festigkeit.

 

Y-Lagereinheiten mit rostfreiem Edelstahl-Gehäuse

Für Anwendungen mit extremen Festigkeitsanforderungen bietet SKF gegossene Gehäuse aus nicht rostendem Stahl der AISI 300 Reihe an (Bild 4). Sie eignen sich für Anwendungen mit sehr hoher Belastung oder möglichen Stoßbeanspruchungen und überall dort, wo die zusätzliche Festigkeit und Zähigkeit der nicht rostenden Stahlgehäuse Vorteile ergeben.

 

Zudem werden Gussstahlgehäuse aus rostbeständigem AISI 300 Stahl nicht von aggressiven chemischen Reinigungsmitteln angegriffen. Der Gehäusefuß wird glatt und ohne Aussparungen gegossen, um die Ansammlung von Abrieb und Bakterien zu vermeiden. Die außen liegenden Gehäuseflächen haben weder unnötige Hohlräume noch Taschen. Glatt gegossene Flächen verringern die Gefahr, dass sich „Material“ an der Oberfläche ablagert, und erlauben somit eine gründlichere Reinigung.

 

Y-Lagereinheiten mit beschichtetem Graugussgehäuse

Die dritte und jüngste Variante sind Lagereinheiten aus einer korrosionsbeständigen Hochleistungs-Gussstahlreihe (Bild 5). Diese Gehäuse sind mit einem einzigartigen ZMaRC® Überzug versehen, der sich fest mit der Metalloberfläche verbindet. Im Gegensatz zu nickelbeschichteten Erzeugnissen kommt es daher zu keinen Abblätterungsproblemen. Die Gehäuse werden mit hochwertigen ZMaRC- beschichteten und lebensdauergeschmierten Lagereinsätzen zusammengepasst.

 

Gehäuse und Lager sind gegenüber den meisten gebräuchlichen Reinigungssubstanzen beständig. Die Einheiten müssen selbst beim Einsatz im Reinigungsbereich nicht nachgeschmiert werden. Sie bringen nicht nur eine Zeit- und Kostenersparnis, sondern ergeben eine saubere Lagereinheit. Die zusätzliche Festigkeit und Haltbarkeit dieser Gehäuse machen sie besonders geeignet für Verarbeitungsanlagen von rohem Fleisch, Schweinefleisch und Geflügel, wo sowohl die Tragfähigkeit der Gehäuse als auch die Korrosionsbeständigkeit wichtig sind.

 

Zur Einhaltung der Gesundheits- und Sicherheitsbestimmungen können die Y-Lagereinheiten aus Verbundwerkstoff und Stahlguss mit stabilen Abschlussdeckeln geliefert werden (unten rechts in Bild 1). Diese wurden zur optimalen Betriebssicherheit bei einem Druck von 10 MPa (100 bar) geprüft. Die Abschlussdeckel können optional auch mit einer Drainagebohrung versehen werden.

 

Abdichtung und Schmierung

SKF verwendet für die „Food-Line“-Lösungen ihr speziell entwickeltes „2 RF“ Dichtungsdesign (Bild 6). Das hochwirksame Mehrfachdichtsystem besteht aus einer Berührungsdichtung, der eine Schleuderscheibe mit anvulkanisierter axialer Dichtlippe vorgeschaltet ist. Alle metallischen Trägerteile sind aus rostfreiem Stahl gefertigt. Der Dichtungswerkstoff ist lebensmittelverträglich.


Die SKF Dichtungsausführung hat sich in der Industrie während des Reinigungsprozesses als sehr wirkungsvoll erwiesen. Die Schleuderscheibe und Gummidichtlippen mit optimiertem Kontakt bilden eine doppelte Barriere gegen Verunreinigungen und Waschsubstanzen. Die Abdichtung verhindert, dass Verunreinigungen über den Außendurchmesser der Dichtungseinsätze in das Lager gelangen. Die Schleuderscheibe schützt zum einen mechanisch, über den typischen Zentrifugaleffekt verhindert sie jedoch zusätzlich, dass Verunreinigungen ins Lagerinnere eintreten. Für eine noch bessere Dichtwirkung ist der Raum zwischen dem Dichtungseinsatz und der Schleuderscheibe mit Fett gefüllt. Diese einzigartige Dichtungsanordnung verhindert wirkungsvoll das Eindringen von Reinigern und Wasser. Daher ist ein Nachfetten nicht erforderlich, und somit ist diese Reihe der Y-Lagereinheiten wartungsfrei.

 

Das SKF Y-Lager ist werksseitig mit einem NSF zugelassenen SKF Fett für die Nahrungsmittelindustrie lebensdauergeschmiert. Dieses hochwertige synthetische Fett ist geruchslos und geschmacksneutral und beeinflusst Lebensmittel somit nicht. Es ist beständig gegenüber Auswaschen; selbst bei häufigem Hochdruckreinigen mit heißem oder kaltem Wasser unter Zugabe von Desinfektionsmitteln. Das Fett kann im Temperaturbereich von – 15 °C und +120 °C verwendet werden. Weiterhin bietet es einen ausgezeichneten Korrosionsschutz des Lagers, hohe Alterungsbeständigkeit für eine verlängerte Fettgebrauchsdauer und eine hohe Tragfähigkeit, die vorzeitige Lagerausfälle verhindern hilft.

 

Davon, dass die SKF Y-Lagereinheiten selbst in feuchten, abrasiven oder durch häufige Reinigung belasteten Umgebungen funktionieren, ohne während der Lagerlebensdauer nachgeschmiert werden zu müssen, profitiert nicht zuletzt die Umwelt: Der Anwender verbraucht viel weniger Fett, da die gängige Praxis des täglichen, intensiven Nachschmierens (um eingedrungenes Wasser oder Verunreinigungen zu entfernen) entfällt. Also gelangt bei der regelmäßigen Säuberung der Anlage auch kein überschüssiges Fett mehr ins Abwasser. Dadurch tragen die SKF Y-Lagereinheiten der „Food-Line“ zu geringeren Entsorgungskosten bei.

 

Werden normalerweise etwa 20 g Schmiermittel für den Nachschmiervorgang pro Woche benötigt, summiert sich das auf gut 1 kg pro Jahr für jedes Lager. Multipliziert man dies mit der Anzahl Lager in der gesamten Anlage, so stellt sich schnell heraus, dass die Lagereinheiten von SKF für eine deutlich spürbare Reduktion von Fett- und Entsorgungskosten sowie Arbeitsaufwand sorgen können.

 

Mehr Informationen bei SKF in Halle 05.1, Stand B-040.


Pressekontakt:


Dietmar Seidel, Leiter Technische Fachpresse Deutschland,

Tel. 09721-56 2843, E-Mail: dietmar.seidel@skf.com


SKF ist ein weltweit führender Anbieter von Wälzlagern, Dichtungen, Mechatronik-Bauteilen und Schmiersystemen mit umfassenden Dienstleistungen in den Bereichen Engineering, Wartung und Instandhaltung sowie Training. Weltweit ist SKF in mehr als 130 Ländern präsent und arbeitet mit rund 15.000 Vertragshändlern zusammen. Der Umsatz der Unternehmensgruppe betrug im Jahr 2014 MSEK 70.975. Die Anzahl der Mitarbeiter lag bei 48.593.


Mehr Infos unter  www.skf.de


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