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Engineering für eine nachhaltige Zukunft

Rob Jenkinson, Leiter Corporate Sustainability bei SKF.

SKF BeyondZero: ein komplettes Öko-Life-Cycle-Konzept.

Energieeffizienter Schnellläufer-Dauermagnetmotor von SKF für Belüftungsgebläse in Abwasser- reinigungsanlagen.

Besonders reibungsarme SKF energieeffizienten (E2) Rillenkugellager.

SKF ConRo für Stranggießanlagen in Stahlwerken kann zur Reduzierung der CO2-Emissionen um jährlich ca. 1,5 Tonnen pro Walzstraße beitragen.

2015 Juli 13, 08:00 CEST

Der Umweltschutz wird auch für Technik- und Fertigungsunternehmen immer wichtiger. Durch nachhaltiges Handeln können vorausschauende Organisationen ihre Ergebnisse und Gewinne steigern und gleichzeitig einen Dienst für ihre Kunden und die Allgemeinheit leisten, erklärt Rob Jenkinson, SKF Director of Corporate Sustainability.

Von Rob Jenkinson, Leiter Corporate Sustainability bei SKF

 

Göteborg / Schweinfurt, den 13. Juli 2015

 

Auf die eine oder andere Weise hat jede Stufe des Fertigungsprozesses Auswirkungen auf die Umwelt. Das gilt für die Auswahl der Ausgangsstoffe, die Auswahl der Energieträger für die Fertigung und auch für die Entsorgung der Produkte nach Ablauf ihrer Gebrauchsdauer. Die aktuellen Technologien und die internationale Konjunktur machen Fertigungsabläufe mit 100% Effizienz und positivem Nettoeinfluss zu einem extrem anspruchsvollen Vorhaben, doch das bedeutet nicht, dass wir uns als Hersteller, Ingenieure und Führungskräfte dieses erstrebenswerte Ziel nicht setzen sollten.

 

CSR-Richtlinien (CSR = Corporate Social Responsibility = gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen als Teil des nachhaltigen Wirtschaftens) gibt es in den mannigfaltigsten Formen seit vielen Jahren, aber nach der Weltwirtschaftskrise 2008 / 2009 haben viele Organisationen ihre Umweltschutzprogramme entweder verschoben oder ganz aufgegeben. Andere Unternehmen sind ihren Schwerpunkten treu geblieben. Sie haben verstanden, welche Vorteile solche Richtlinien letztlich bringen können. Mit der langsamen Erholung der Wirtschaft ändert sich die Lage. Immer mehr Führungskräfte erkennen, dass eine starke, einheitliche und strategische CSR-Agenda, die fest in der Organisation verwurzelt ist, echte und messbare Werte für das Unternehmen, seine Anteilseigner, Mitarbeiter und Kunden schaffen kann.

 

Das Nachhaltigkeitsprinzip gehört für ein Unternehmen wie SKF seit vielen Jahren zum Kerngeschäft. Es bildet eine treibende Kraft für Innovationen und erstreckt sich auf alle Abläufe, vom Gebäudeneubau über die Entwicklung, die Fertigung, die Energie- und Wassernutzung bis zur Auslieferung der Produkte und Dienstleistungen.


SKF BeyondZero: Eine neue Perspektive

Im Jahr 2006 haben wir eine Strategie zur aktiven und quantifizierbaren Verbesserung unserer Umweltverträglichkeit – aber auch der unserer Kunden und Zulieferer – eingeführt. Diese Strategie, wir haben sie „SKF BeyondZero“ genannt, ist zu einem wichtigen Teil unserer DNA geworden. Sie verfolgt zwei sich ergänzende Ziele. Das erste Ziel ist die Verbesserung der Umweltverträglichkeit unserer eigenen Abläufe und der Abläufe unserer Zulieferer. Das zweite Ziel sind Innovationen und die Entwicklung neuerTechnologien, Produkte und Dienstleistungen, mit denen unsere Kunden den Energieverbrauch und die Abfallmenge reduzieren können.

 

In den letzten Jahren haben wir durch Anwendungsforschungen beim Lebenszyklus-Umweltmanagement unser Wissen über die Umweltbilanz unserer Aktivitäten, Produkte und Lösungen erheblich ausgeweitet. Wir haben die Umweltverträglichkeit unserer Aktivitäten in den einzelnen Stufen der Wertschöpfungskette geprüft – von der Auswahl der Ausgangsstoffe, deren Nutzung und Verarbeitung, dem Energiebedarf von SKF Produkten in Kundenanwendungen bis zur Entsorgung nach Ablauf der Produktgebrauchsdauer. Wir haben erkannt, dass wir den Umwelteinfluss in allen Stufen der Wertschöpfungskette reduzieren können und dass das größte Potenzial in der Nutzungsphase steckt – in der Art und Weise, in der unsere Produkte und Lösungen in der Kundenanwendung funktionieren.


Fertigungseffizienz

Wir haben über mehrere Jahre hinweg große Schritte bei der Verbesserung unserer Fertigungsabläufe gemacht. Alle neuen Werke und Logistikzentren, unabhängig von ihrem Standort, werden nach den aktuellen LEED-Gebäudestandards und der ISO-50001­Energiemanagementnorm errichtet. Wir arbeiten eng mit unseren Schlüsselzulieferern zusammen und helfen ihnen, ähnliche Anforderungen zu erfüllen und den Energiebedarf zu senken, z.B. in energieintensiven Branchen wie der Stahlproduktion.

 

Im Logistikbereich unterstützen wir unsere Transportpartner bei ihren Bemühungen zur Verbesserung der Umweltverträglichkeit in der Lieferkette. Dazu schreiben wir Logistikunternehmen u.a. Obergrenzen für den Kraftstoffverbrauch vor, reduzieren Luftfracht auf ein Minimum, streben eine hohe Auslastung der Lkw-Transportkapazität an und fördern die Beteiligung am Clean-Shipping-Programm.

 

Diese Maßnahmen haben einen erheblichen Einfluss. Zwischen 2006 und 2013, als unser globaler Umsatz um 20% wuchs, haben wir unseren Energiebedarf um 13% reduziert und die Treibhausgasemissionen, insbesondere von Kohlendioxid, bei unseren operativen Abläufen um einen ähnlichen Anteil verringert.


Produktlebenszyklus-Management

Eine Schlüsselkomponente des SKF BeyondZero Konzepts ist das Lebenszyklusmanagement von der Entwicklung eines Produkts bis zu dessen Entsorgung. Studien zeigen, dass viele Produkte ihren größten Umwelteinfluss – bis zu 75% der CO2-Gesamtemissionen – während der Nutzung in Kundenanwendungen entfalten.

 

Die Produkte aus dem kontinuierlich ausgebauten SKF BeyondZero Portfolio müssen strenge Kriterien erfüllen und dem Kunden echte Umweltvorteile bieten, ohne dass sich dies negativ auf die Produktleistung, Qualität und Betriebszuverlässigkeit auswirken darf. Bei diesen Kriterien unterscheiden wir zwischen zwei Kategorien:

 

        Designed for Environment: Das Produkt oder die Lösung muss Umweltvorteile durch seine oder ihre inhärenten Eigenschaften bieten (z.B. reibungsarmer Betrieb oder Gewichtsreduzierung).

        Applied for Environment: Das Produkt oder die Lösung muss die Umweltbilanz der Kundenanwendung nachweislich verbessern.

Ein typisches Beispiel für Produkte und Lösungen aus dem SKF BeyondZero Portfolio sind energieeffiziente Schnellläufer-Dauermagnetmotoren für Belüftungsgebläse in Abwasserreinigungsanlagen. Sie können den Energieverbrauch um bis zu 40% reduzieren und bieten damit neben betriebswirtschaftlichen auch ökologische Vorteile. Ein ähnliches Beispiel sind die abgedichteten SKF energieeffizienten (E2) Rillenkugellager. Sie tragen zu einer deutlich reduzierten Bewegungsreibung bei und ermöglichen Energieeinsparungen, die zwar pro Lager relativ moderat ausfallen, aber langfristig und in der Summe beim Austausch aller Lager in Industriemotoren, Pumpen und Gebläsen einen beträchtlichen Umfang erreichen können. Eine ähnliche Entwicklung ist die abgedichtete SKF ConRo Systemlösung für Stranggießanlagen in Stahlwerken. Die Einheit kann zur Reduzierung der CO2-Emissionen um jährlich ca. 1,5 Tonnen pro Walzstraße beitragen.


Mehr Intelligenz

Die immer rascher verlaufende Entwicklung zu smarten Fabriken, in denen intelligente Geräte wie SKF Insight Lager in anspruchsvollen Steuer- und Automatisierungsnetzwerken zum Einsatz kommen, hat nahezu zwangsläufig erhebliche Auswirkungen auf die Nachhaltigkeit im Fertigungssektor. Kurzfristig wird sich durch die intelligenteren Produktionsabläufe der Energie- und Wasserbedarf reduzieren und die Anlagengebrauchsdauer verlängern. Das wird wiederum zu einer Verringerung der Abfallmenge beitragen. Langfristig werden die beim Betrieb smarter Systeme gewonnenen Daten und Erfahrungen den Unternehmen helfen, eine neue Generation von Fertigungswerkzeugen und Fertigungsprozessen zu entwickeln. Das kann sich auch auf Planung und Bau von Gebäuden und Fertigungslinien auswirken. In jedem Fall wird die Möglichkeit bestehen, vorhandene Systeme so zu überarbeiten, dass sie auf den umkämpften Weltmärkten die gestiegenen Nachhaltigkeitsanforderungen erfüllen.


Über Rob Jenkinson:

Rob Jenkinson, Director of Corporate Responsibility, SKF

 

Rob Jenkinson ist bei SKF seit 2010 auf Konzernebene als Direktor für Nachhaltigkeit zuständig. Er begann 1989 seine Karriere bei SKF und übernahm zahlreiche Engineering- und Managementfunktionen in Großbritannien, China, den USA, Japan und weiteren Ländern. Jenkinson hatte erheblichen Anteil an der Entwicklung von SKF BeyondZero. Er hat einen Masterabschluss für Energy, Environment Technology and Economics und einen akademischen Abschluss in Maschinenbau.

 

 

 

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Pressekontakt:


Dietmar Seidel, Leiter Technische Fachpresse Deutschland,

Tel. 09721-56 2843, E-Mail: dietmar.seidel@skf.com


SKF ist ein weltweit führender Anbieter von Wälzlagern, Dichtungen, Mechatronik-Bauteilen und Schmiersystemen mit umfassenden Dienstleistungen in den Bereichen Engineering, Wartung und Instandhaltung sowie Training. Weltweit ist SKF in mehr als 130 Ländern präsent und arbeitet mit rund 15.000 Vertragshändlern zusammen. Der Umsatz der Unternehmensgruppe betrug im Jahr 2014 MSEK 70.975. Die Anzahl der Mitarbeiter lag bei 48.593.


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