Cookies auf der SKF Webseite

Mithilfe von Cookies stellen wir sicher, dass Sie unsere Webseiten und -anwendungen optimal nutzen können. Wenn Sie ohne Änderung Ihrer Browser-Einstellungen fortfahren, gehen wir davon aus, dass Sie der Nutzung von Cookies zustimmen. Natürlich können Sie Ihre Browser-Einstellungen bezüglich Cookies jederzeit ändern.

Intelligentes Schleifen

Ulf Sjöblom, Leiter Group Manufacturing Development bei SKF.

Das Intelligent Grinding System (IGS) von SKF passt die Einstellungen von Schleifmaschinen automatisch an und sorgt dadurch für eine kontinuierlich hohe Präzision.

2015 August 03, 08:00 CEST

Die rasante technologische Entwicklung in der Fertigungsbranche ermöglicht Umwälzungen selbst bei traditionellen Bearbeitungsverfahren wie dem Schleifen, erklärt Ulf Sjöblom, SKF Director of Group Manufacturing Development.

Von Ulf Sjöblom, Leiter Group Manufacturing Development bei SKF.

 

Göteborg / Schweinfurt, den 03. August 2015

 

Das Präzisionsschleifen von Lagerringen und -rollen ist ein bewährtes, vielfach analysiertes und geprüftes Bearbeitungsverfahren. Bis vor kurzem waren viele Branchenunternehmen überzeugt, dass das Verfahren praktisch am Endpunkt seiner Entwicklung angelangt ist und es wenig Platz für neue oder signifikante technische Entwicklungen gibt.

 

In den SKF Werken rund um die Welt werden jedes Jahr mehrere Millionen Lagerkomponenten geschliffen und das hat unsere Ingenieure veranlasst, einen anderen Ansatz zu verfolgen. Sie haben ihr Fachwissen mit den aktuellen Technologien kombiniert, die in intelligenten Maschinen stecken. Das Ergebnis ist ein großer Schritt nach vorn – er bringt eine größere Präzision, kürzere Zykluszeiten und sogar eine höhere Produktqualität in das Schleifverfahren.

 

In einer typischen Lagerschleifmaschine verschlechtert sich die Qualität der zu schleifenden Ringe und Rollen über die Lebensdauer der kontinuierlich verschleißenden Schleifscheibe. Bei zunehmendem Scheibenverschleiß schwankt die Qualität der geschliffenen Flächen immer stärker; bei Lagerringen und -rollen manifestiert sich das in Form von Rauheitsveränderungen sowie von größeren Durchmesser- bzw. Kegelstreuungen. Zusätzlich führen auch Qualitätsstreuungen bei den Ausgangskomponenten zu einer stärkeren Streuung der Produktqualität.

 

Das hat zwangsläufig zu Kompromissen bei den Fertigungsprozessen geführt, damit eine möglichst hohe Produktqualität gewährleistet ist. In der Praxis muss bei zunehmendem Scheibenverschleiß die Drehzahl der Schleifmaschine reduziert werden, um das gewünschte Qualitätsniveau zu halten. Die Produktionskapazität wird daher oft durch die niedrigste Drehzahl bestimmt.

 

Die SKF Ingenieure wussten, dass sich durch eine bessere Steuerungstechnik deutliche Fortschritte erzielen lassen. Dazu musste zuerst das Wissen der SKF Schleifexperten erfasst und auf alle Details des Schleifvorgangs (mechanische Wechselwirkung zwischen Schleifscheibe und Lagerkomponente, mechanisch-elektronische Funktionalität jeder einzelnen Schleifmaschine) angewendet werden.

Anschließend entwickelten die SKF Ingenieure das Intelligent Grinding System (IGS), das auf dem aktuellen Stand bei intelligenten Maschinensteuerungen, Sensoren, Software und der Prozessüberwachung basiert. Auf Basis unterschiedlicher Prozesssensoren und Messgeräte stellte das IGS der Maschinensteuerung zentrale Informationen wie Schallemissionen, Schleifleistung und Schleifkraft bereit.

 

Die Prozessbedingungen jeder einzelnen Schleifscheibe können so kontinuierlich bewertet werden. Bei Bedarf lassen sich die Maschineneinstellungen sofort automatisch anpassen. Jede Komponente bekommt ihre individuellen Schleifparameter zugewiesen, so dass eine einheitliche Endqualität aller Komponenten, unabhängig von der verwendeten Schleifmaschine, gewährleistet ist. IGS liefert einheitliche, fehlerfreie Teile mit Zykluszeiten, die deutlich kürzer als bisher möglich sind.

 

Noch vor wenigen Jahren wäre ein solches System nicht realisierbar gewesen, weil die Steuertechnik nicht ausreichend leistungsstark war, um den Schleifvorgang in Echtzeit zu überwachen und zu steuern. IGS kann innerhalb von Millisekunden Daten auswerten, intelligente Entscheidungen treffen und die Maschineneinstellungen anpassen. Das Ergebnis ist eine schnellere Bearbeitung, eine höhere Genauigkeit und ein höherer Output, ohne dass manuelle Eingriffe erforderlich sind.

 

IGS kann sein volles Potenzial nur zusammen mit der aktuellen Generation von Schleifmaschinen ausschöpfen, die selbst mit ähnlich komplexen und intelligenten Verfahren hergestellt worden sind. Es ist diese außerordentliche Integration mechanischer und elektronischer Präzisionsmaschinensysteme und die aktuelle Generation von Maschinenintelligenz, die es SKF ermöglicht, die Schleifverfahren grundlegend zu wandeln, die Fertigungseffizienz zu steigern und echte Vorteile für die Kunden zu schaffen.


Über Ulf Sjöblom:

Ulf Sjöblom, Director Group Manufacturing Development, SKF

 

Ulf Sjöblom ist Director of Group Manufacturing Development und verantwortlich für die fertigungsspezifische Forschung und Entwicklung in der SKF Gruppe. Er hat einen Abschluss in Metallurgie und ist seit 1984 bei SKF tätig. Sjöblom arbeitete in unterschiedlichen Managementpositionen in der Fertigung, Forschung & Entwicklung und ist durch seine Mitgliedschaft in Wissenschafts- und Beratungsgremien von Universitäten und anderen Einrichtungen für eine Reihe von Kooperationen verantwortlich.

 

Aktiebolaget SKF

(publ)


Pressekontakt:


Dietmar Seidel, Leiter Technische Fachpresse Deutschland,

Tel. 09721-56 2843, E-Mail: dietmar.seidel@skf.com


SKF ist ein weltweit führender Anbieter von Wälzlagern, Dichtungen, Mechatronik-Bauteilen und Schmiersystemen mit umfassenden Dienstleistungen in den Bereichen Engineering, Wartung und Instandhaltung sowie Training. Weltweit ist SKF in mehr als 130 Ländern präsent und arbeitet mit rund 15.000 Vertragshändlern zusammen. Der Umsatz der Unternehmensgruppe betrug im Jahr 2014 MSEK 70.975. Die Anzahl der Mitarbeiter lag bei 48.593.


Mehr Infos unter  www.skf.de

 

 

SKF logo