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SKF lässt EU-Fördergelder strömen: 10 Mio. Euro für Gezeitenenergieprojekt

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Aufbruch zu neuen Energiequellen: Innovative Technik von SKF hat Scotrenewables Tidal Power zu Fördergeldern in Höhe von 10 Mio. Euro verholfen, um die Wirtschaftlichkeit schwimmender Gezeitenturbinen weiter erforschen und optimieren zu können.
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Mehr Strom aus der Strömung: Die Ingenieure rechnen u. a. damit, durch vergrößerte Rotoren mit geringerer Nenndrehzahl eine um bis zu 50 Prozent höhere Energieausbeute erzielen zu können als beim Vorgänger der kommenden „Mark 2“-Gezeitenturbine.

2016 Mai 12, 10:00 CET

Dank neuester SKF Technologie ist es Scotrenewables Tidal Power gelungen, von der Europäischen Kommission Fördergelder in Höhe von 10 Mio. Euro zu erhalten. Mit dieser Unterstützung sollen die schottischen Strömungsenergie-Pioniere die Kommerzialisierung schwimmender Gezeitenturbinen vorantreiben.

Göteborg / Schweinfurt, den 12. Mai 2016

SKFs marktführende Technologie ist Teil eines bahnbrechenden Projekts für schwimmende Gezeitenturbinen, das von der Europäischen Kommission mit 10 Mio. Euro gefördert wird: Das Vorhaben namens „Floating Tidal Energy Commercialisation“ (FloTEC) unter Führung von Scotrenewables Tidal Power ist in das „Horizont 2020“ genannte EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation aufgenommen worden. FloTEC soll demonstrieren, dass auch diese Art von erneuerbarer Energie mit Hilfe schwimmender Gezeitenturbinensysteme einen kostengünstigen Beitrag zum europäischen Energiemix leisten kann.

Das Projekt baut auf einer bereits vorhandenen 2-MW-Gezeitenturbinentechnologie von Scotrenewables auf, der „SR2000 - Mark 1“. Dabei handelt es sich um die derzeit leistungsstärkste Gezeitenströmungsturbine der Welt. Nun soll ein Nachfolgemodell veranschaulichen, wie technisch weiterentwickelte, voll einsatzfähige Anlagen unter realen Bedingungen mit großer Zuverlässigkeit bei langer Lebensdauer betrieben werden können. Außerdem erwartet man sich von dem Projekt tiefere Einblicke in wirtschaftliche Faktoren wie Installations-, Betriebs- und Instandhaltungskosten.

Bei seiner Verkündung der Horizont 2020-Förderungsvergabe führte Schottlands Energieminister Fergus Ewing aus, dass das FloTEC-Projekt „einen bedeutenden Schritt zum Nachweis dessen darstellt, dass Energie aus unseren Meeren eine wirtschaftliche und wettbewerbsfähige Alternative für die Erzeugung sauberer, ,grüner‘ Energie ist.“

Mehr Strom aus der Strömung
In Zusammenarbeit mit anderen Beteiligten wird SKF auf Basis ihrer gefestigten Partnerschaft mit Scotrenewables sehr anspruchsvolle Lösungen zur Entwicklung der „Mark 2“-Turbine beitragen. Dazu gehören unter anderem spezielle Wälzlager, Dichtungen und Schmiersysteme sowie Geräte und Dienstleistungen zur Zustandsüberwachung. Hinzu kommt kompetente Unterstützung in Form von Design und technischer Auslegung.

Gegenüber ihrem Vorgänger wird sich die SR2000 vom Typ „Mark 2“ durch eine ganze Reihe von Neuerungen auszeichnen. Beispielsweise rechnen die Ingenieure damit, durch vergrößerte Rotoren mit geringerer Nenndrehzahl eine um bis zu 50 Prozent höhere Energieausbeute erzielen zu können. Weiteres Neuland betreten die Pioniere dieser Art von regenerativer Energiegewinnung mit einer zentralisierten Mittelspannungs-Energieumwandlung, der integrierten Energiespeicherung oder auch innovativen Verankerungslastdämpfern.

Dazu Jim Marnoch, Ocean Energy Manager bei SKF: „Nachdem wir in den vergangenen drei Jahren – während der Ausarbeitung der ersten Generation des SR2000 – eine fruchtbare Partnerschaft mit Scotrenewables aufbauen konnten, freut es uns umso mehr, dass wir nun auch als strategischer technischer Partner für das neue FloTEC-Projekt ausgewählt wurden. So haben wir Gelegenheit, unser umfangreiches Wissen aus ähnlichen Bereichen, etwa der Windkraft, der Schifffahrt und der Wasserkraft, zum Vorteil des Kunden zu nutzen und mittels unserer Anwendungs- und Ingenieursdienstleistungen aktiv an der Entwicklung einer neuartigen Maschine mitzuwirken. Wir werden Lösungen aus allen Kompetenzfeldern von SKF bereitstellen; darunter auch einige integrierte, ganzheitliche Systeme. Wir wollen unbedingt dazu beitragen, das ganze Potenzial der Energiegewinnung durch Gezeitenkraftwerke ans Tageslicht zu fördern.“

James Murray, Business Development Manager bei Scotrenewables, ergänzt: „Ziel von FloTEC ist es, die Kosten von Gezeitenenergie mit Hilfe effizienzsteigernder Innovationen in unserer neuen SR2000 zu senken. Die Konstruktionsphase hat bereits begonnen, und SKF steuert dazu fortschrittliche Technologien und wertvolle Unterstützung bei. Wir reden hier beispielsweise von hoch entwickelter Hardware zur Stromumformung, kostengünstigen Fertigungstechnologien, lastreduzierenden Verankerungskomponenten und integrierter Energiespeicherung.“

Kosten runter, Effizienz rauf
Geplant ist, „Mark 2“ der SR2000 nach ihrer Fertigstellung in der Nähe ihres Vorgängers am Fall of Warness im schottischen Orkney zu installieren. So würden Mark 1 + 2 zusammen am Teststandort des European Marine Energy Centre (EMEC) ein schwimmendes 4-MW-Gezeitenturbinenkraftwerk bilden. Ihre Kombination soll Aufschluss über die wirtschaftliche Tragfähigkeit der Gezeitenströmungstechnologie als Grundlastversorgung geben und gleichzeitig Erkenntnisse darüber liefern, wie sich die Energieausbeute durch Installation mehrerer Gezeitenturbinen in lokal variierenden Gezeitenströmungen optimieren lässt.

Weil die Reduzierung der Stromgestehungskosten (LCOE) weit oben auf der Prioritätenliste steht, werden in allen Phasen von Konstruktion, Herstellung und Einsatz der neuen SR2000-„Mark 2“ beträchtliche Kapital- und Betriebskosteneinsparungen erwartet. Dabei kommt den eingesetzten SKF Technologien durch die Optimierung von Leistung und Effizienz der gesamten Anlage eine maßgebliche Rolle zu.

Viele der für das schottische Projekt genutzten Lösungen stammen aus Deutschland: Beispielsweise hat SKF in Schweinfurt die Auslegung der Rotorwellenlagerung übernommen und fertigt diese auch. Die Schmiersysteme werden von der SKF Lubrication Systems Germany GmbH geliefert. Und die SKF Marine GmbH in Hamburg lässt ihr spezifisches Maschinenbau- und Dichtungs-Know-how einfließen. Abgesehen davon ist sogar Österreich an diesem Offshore-Projekt beteiligt; nämlich durch die SKF Sealing Solutions Austria GmbH, die druckbeständige Dichtungen aus dem selbstschmierendem Polyurethanwerkstoff G-ECOPUR-SL für den Antriebsstrang beisteuert.

Nach erfolgreichem Abschluss des anstehenden SR2000-„Mark 2“-Projekts wollen Scotrenewables Tidal Power und SKF weiter an der fortschreitenden Kommerzialisierung der Gezeitenturbinentechnologie arbeiten – zunächst anhand kleinerer, später auch auf Basis größerer Gezeitenturbineninstallationen mit mehreren Maschinen (quasi „Gezeitenenergiefarmen“).

Aktiebolaget SKF
      (publ)

Pressekontakt:
Dietmar Seidel, Leiter Technische Fachpresse Deutschland, Tel. 0 97 21 / 56 – 28 43,
E-Mail: dietmar.seidel@skf.com

SKF ist ein weltweit führender Anbieter von Wälzlagern, Dichtungen, Schmiersystemen und Mechatronik-Bauteilen mit umfassenden Dienstleistungen in den Bereichen Technischer Support, Wartung und Instandhaltung sowie Engineering-Beratung und Training. Weltweit ist SKF in mehr als 130 Ländern präsent und arbeitet mit rund 17.000 Vertragshändlern zusammen. Der Umsatz der Unternehmensgruppe betrug im Jahr 2015 MSEK 75.997. Die Anzahl der Mitarbeiter lag bei 46.635. www.skf.de

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