Cookies auf der SKF Webseite

Mithilfe von Cookies stellen wir sicher, dass Sie unsere Webseiten und -anwendungen optimal nutzen können. Wenn Sie ohne Änderung Ihrer Browser-Einstellungen fortfahren, gehen wir davon aus, dass Sie der Nutzung von Cookies zustimmen. Natürlich können Sie Ihre Browser-Einstellungen bezüglich Cookies jederzeit ändern.

Automatisierte Einhaltung von Emissionsgrenzen auf See

20160908_SKF_BlueMon_a
Das Überwachungssystem BlueMon von SKF für die Einhaltung von Emissionsgrenzen.
20160908_SKF_BlueMon_b
BlueMon zeigt Seekarten an und überlagert diese mit den Positions- und Emissionsdaten.

2016 September 08, 10:00 CET

Für immer mehr Seegebiete führen die Regierungsbehörden neue Emissionsgrenzwerte zur Bekämpfung der Verschmutzung ein, wie beispielsweise im MARPOL-Übereinkommen. Diese betreffen Treibhausgase und flüssige Schadstoffe ebenso wie Ruß und andere Feinpartikelemissionen. Die Folgen für die Nichteinhaltung der Bestimmungen werden zunehmend härter: von häufigeren Inspektionen und hohe Geldstrafen bis hin zum Einfahrverbot in die Häfen eines Landes. Um solche Strafen zu vermeiden, gilt es nun, die Emissionen mithilfe von eigens dafür entwickelten Systemen zu überwachen – wie beispielsweise dem innovativen BlueMon System von SKF, das diesen Prozess vollständig automatisiert.

Der Ausstoß von Motorauslässen, Bilgewasser-Entölern, Abwasser- und Verbrennungsanlagen wird bereits seit Jahrzehnten methodisch überprüft. Bislang war dies jedoch ein dezentralisierter Prozess, bei dem die Werte separat gemessen wurden – häufig von Crewmitgliedern, die nicht entsprechend geschult waren.

Eine Lösung ist die Implementierung eines zentralen Systems, das Messwerte verschiedener Emissionsquellen an Bord erfasst und sie mit einem Zeitstempel und GPS-Koordinaten versieht. Das Ergebnis ist ein geografisch referenziertes Logbuch der Emissionen, mit dem die Reeder auch Jahre nach Erfassung der Daten die Behörden mit detaillierten Informationen versehen können.

Ein solches System ist BlueMon von SKF, das sogar noch einen Schritt weitergeht und den Mess- und Protokollierprozess automatisiert. Unter Berücksichtigung der Schiffsposition werden die Emissionsgrenzwerte so geregelt, dass sie die im aktuellen Fahrgebiet geltenden Vorgaben erfüllen. BlueMon erkennt, wenn eine Seegrenze überquert wird, ab der unterschiedliche Gesetze gelten können, und warnt den Kapitän, wenn die aktuellen Emissionen die Grenzwerte für dieses Gebiet überschreiten.

BlueMon ist in der Lage, selbstständig die aktuellen, von den Bordsensoren gelieferten Emissionswerte zu kontrollieren. Bei Bedarf können zusätzliche manuelle Maßnahmen eingeleitet werden, um abweichende Emissionswerte zu korrigieren.

BlueMon bietet beispielsweise die Möglichkeit, das Ausleiten von Bilgewasser durch das systemeigene Überbordventil entsprechend den von der Besatzung festgelegten Grenzwerten zu steuern. Sobald sich das Schiff der Küste nähert, setzt das System außerdem ein akustisches Signal ab und weist so darauf hin, dass zum Beispiel nun ein saubererer Kraftstoff zu verwenden ist oder dass kein Bilgewasser ausgeleitet werden darf.

BlueMon ist ein modulares System und kann individuell angepasst werden. In der Standardausführung umfasst das System eine zentrale Datenerfassungseinheit; auf dem angeschlossenen PC ist ein Softwarepaket zur Emissionskontrolle gemäß den einzelnen MARPOL-Anlagen installiert. Alle Daten werden übersichtlich auf dem BlueMon Informationssystem sichtlich gemacht. Der Bediener kann zwischen unterschiedlichen Ansichten umschalten. Das System visualisiert Seekarten und überlagert diese mit den Positions- und Emissionsdaten.

Diese Ansicht zeigt die Emissionswerte gemäß MARPOL-Anlage 1 (Regeln zur Verhütung der Verschmutzung durch Öl) zusammen mit dem Bilgewassersystem an.
Die Emissionswerte entsprechend den Anlagen 2 bis 6 sind ebenfalls erhältlich und auf einem anderen Bildschirm zu sehen. Die Funktionalität des derzeit unabhängigen BlueMon Systems ist auf das Schiff selbst beschränkt.

Die technische Option der Ship-to-Shore-Übertragung wird in den nächsten 1,5 Jahren eingeführt und wird in vielerlei Hinsicht den aktuellen zustandsorientierten Bord-Überwachungssystemen (CBM) ähneln, die Daten zurück an Land senden können. Dort nehmen Experten eine Fernanalyse vor und übermitteln geeignete Korrekturmaßnahmen zurück an die Schiffsbesatzung.

BlueMon ist eine durchdachte Lösung, um die Arbeitsbelastung der Besatzung zu reduzieren. Das System bietet dem Reeder eine größere Sicherheit, da er damit zuverlässig weiß, dass seine Schiffe die gesetzlichen Bestimmungen erfüllen – eine Aufgabe, der die Besatzung manuell immer schwerer nachkommen kann.

Aktiebolaget SKF
    (publ.)

Pressekontakt:
Dietmar Seidel, Leiter Technische Fachpresse Deutschland, Tel. 0 97 21 / 56 – 28 43,
E-Mail: dietmar.seidel@skf.com

SKF ist ein weltweit führender Anbieter von Wälzlagern, Dichtungen, Schmiersystemen und Mechatronik-Bauteilen mit umfassenden Dienstleistungen in den Bereichen Technischer Support, Wartung und Instandhaltung sowie Engineering-Beratung und Training. Weltweit ist SKF in mehr als 130 Ländern präsent und arbeitet mit rund 17.000 Vertragshändlern zusammen. Der Umsatz der Unternehmensgruppe betrug im Jahr 2015 MSEK 75.997. Die Anzahl der Mitarbeiter lag bei 46.635. www.skf.de   

®SKF ist eine eingetragene Marke der SKF Gruppe.
™BeyondZero ist eine eingetragene Marke der SKF Gruppe.

SKF logo