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SKF auf der InnoTrans: Komponenten-Service optimiert Gebrauchsdauer von Schienenfahrzeugen

SKF InnoTrans Komponenten-Service fuer laengere Gebrauchsdauer 1
Stewart McLellan, Business Development Manager im Schienenfahrzeugsegment von SKF: „Eine sorgfältig geplante Strategie zur Zustandsüberwachung ist die Grundvoraussetzung für die Verlängerung der Lebensdauer von Komponenten und damit zur Verlängerung der Serviceintervalle!“
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Zustandsüberwachungssysteme wie IMx-R von SKF ermöglichen eine effiziente Planung von Wartungsarbeiten anhand der real existierenden Komponentenzustände.
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SKF hat u. a. kompakte Kegelrollenlagereinheiten für Radsätze entwickelt, die nicht nur extrem robust sind, sondern – dank integrierter Sensorik – auch der Onboard-Zustandsüberwachung dienen und dadurch zu einer effektiven Verwaltung des Zugverkehrs und sicherheitsrelevanter Systeme beitragen können.
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Dank spezieller Vorrichtungen, Diagnosegeräte und Optimierungsmöglichkeiten können kostengünstige Wälzlager-Rekonditionierungen von SKF die strengen Normen der Eisenbahnindustrie sogar übertreffen.
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Häufig können die SKF Servicetechniker Lagereinheiten kostengünstig „vor Ort“ austauschen, ohne dabei den komplette Radsatz demontieren zu müssen. So ist das Schienenfahrzeug innerhalb kürzester Zeit wieder einsatzbereit.

2016 September 22, 10:00 CET

Der allgemeine Branchentrend verlangt nach immer höherer Verfügbarkeit und Leistung von Schienenfahrzeugen. Folglich benötigen die Zughersteller immer langlebigere, integrierte Produkte, die dem RAMS-Ansatz (Reliability, Availability, Maintainability, Safety) entsprechen. Stewart McLellan, Business Development Manager im Schienenfahrzeugsegment von SKF, erläutert, wie OEMs und Eisenbahngesellschaften die Rekonditionierung, Reparatur und Auswechslung betriebswichtiger Komponenten von Schienenfahrzeugen optimieren und dadurch die Serviceintervalle verlängern können.

Göteborg / Schweinfurt, den 22. September 2016

Im Zuge der RAMS-Methodik spielt die Verlängerung von Serviceintervallen eine bedeutende Rolle: Hierdurch wird nicht nur die Verfügbarkeit von Schienenfahrzeugen erhöht, sondern gleichzeitig auch der Zeitaufwand für Wartung und Reparatur über die gesamte Lebensdauer minimiert.

Überwachungsbedingungen
Eine sorgfältig geplante Strategie zur Zustandsüberwachung ist die Grundvoraussetzung für die Verlängerung der Lebensdauer von Komponenten und damit zur Verlängerung der Serviceintervalle. Zu diesem Zweck wurden bereits Online-Systeme zur Zustandsüberwachung sowie spezielle Software entwickelt, mit denen sich Drehgestelle, Radsätze, Achslager, Antriebssysteme und Bahnschienen überwachen lassen.

Ein Beispiel hierfür ist IMx-R von SKF: ein System zur Zustandsüberwachung von Drehgestellen für die effiziente Planung von Wartungsarbeiten anhand des aktuellen Komponentenzustands. Das System umfasst Sensoren zur Erkennung von Laufinstabilitäten und Lagertemperaturen gemäß der TSI-Richtlinie 96/48 EG (Interoperabilität des transeuropäischen Hochgeschwindigkeitsbahnsystems). Es bietet einen zuverlässigen Zustandsüberblick, anhand dessen sich potenzielle Schäden feststellen lassen, bevor sie zu Funktionsstörungen und damit verbundenen Zugausfällen führen können. Dies ermöglicht es Bahngesellschaften, Wartungsarbeiten so zu bündeln, dass sich erforderliche Inspektionen und Reparaturen bei geplanten Stopps durchführen lassen.

Durch die Erhöhung der Zuverlässigkeit und die Verringerung der Ausfallzeiten kann all dies zu einer Verlängerung der Wartungsintervalle führen. Darüber hinaus können die erfassten Daten zur Ursachenanalyse genutzt werden, um das erneute Auftreten von Problemen und Störungen durch die Verbesserung, Umgestaltung oder auch Aktualisierung der bisherigen Ausrüstung zu verhindern.

Nicht zuletzt lassen sich die Serviceintervalle mit Hilfe zugelassener Schmierverfahren auf Basis automatischer Schmiersysteme verlängern. Solche Schmiersysteme können bei betriebswichtigen Geräten nachgerüstet werden, um Lager und andere bewegliche Teile in festgelegten Abständen mit der exakt erforderlichen Schmierstoffmenge zu versorgen. Das wirkt einer „überdosierten“ bzw. unzureichenden Schmierung entgegen, was wiederum einer konstanten Maschinenleistung zu Gute kommt.

In der Vergangenheit erfolgte die Festlegung von Schmierintervall und Schmiermenge für die verschiedenen Drehgestellkomponenten oft „nach Gefühl“, was nicht immer zum gewünschten Ergebnis führte. Heute lassen sich moderne Schmiersysteme an Zustandsüberwachungslösungen wie IMx-R von SKF anschließen, wodurch sich der Schmierstoff-Einsatz automatisch am real existierenden Betriebs-Bedarf orientiert.

Optimierte Lager
Viele Wälzlager von Schienenfahrzeugen müssen unter extremen Bedingungen zuverlässig funktionieren – beispielsweise Radsatzlagerungen: Sie gehören zu den sicherheitsrelevantesten Bauteilen von Schienenfahrzeugen, müssen schwersten Belastungen standhalten, sind fortlaufend den Elementen bzw. verschiedensten Witterungseinflüssen sowie unzähligen Verunreinigungen ausgesetzt und sollen trotzdem einen minimalen Wartungsaufwand verursachen.

Angesichts eines solchen Anforderungsprofils hat SKF maßgeschneiderte, kompakte Kegelrollenlagereinheiten für Radsätze entwickelt, die eine hohe Tragfähigkeit bei geringer Baugröße bieten. In ihnen kommen u. a. reibungsarme Labyrinthdichtungen auf einer speziellen Innenringschulter zum Einsatz: Das verbessert den Schutz gegen Verunreinigungen von außen. Darüber hinaus ist dieser Lagersatz mit einem Polyamidkäfig ausgerüstet, der die Reibung, die Schlupfgefahr an den Kegeln und den Verschleiß minimiert. Gleichzeitig verhindert der Käfig, dass die Lager blockieren.

Nicht zuletzt lassen sich in diese kompakten Kegelrollenlagereinheiten auch Sensorsysteme zur Zustandsüberwachung von Radsatzlagerungen integrieren. Solche Systeme überwachen u. a. die Drehzahl bei Gleitschutzsystemen (WSP oder WSSP), die Bewegungsrichtung bei automatischen Zugsicherungsanlagen (ATP) und die Lagertemperatur bei Systemen für die Onboard-Überwachung sowie die Traktionskontrolle (TCU). Diese Sensorsignale sind onboard integriert, um eine effektive Verwaltung des Zugverkehrs und von sicherheitsrelevanten Systemen zu ermöglichen.

Service mit Mehrwert
In der Regel beträgt die Lebensdauer eines Zuges etwa 30 Jahre. In diesem Zeitraum können Servicearbeiten wie die Rekonditionierung von Wälzlagern, der Austausch von Lagern „vor Ort“ und eine Zustandsbewertung dabei helfen, Wartungszeiten und -kosten spürbar zu reduzieren.

Zum Rekonditionieren von Lagern gehört nicht nur eine gründliche Reinigung; bei der entsprechenden Instandsetzung werden sämtliche Teile auch mithilfe speziell angefertigter Vorrichtungen und Diagnosegeräte geprüft und vermessen. Zur Erhöhung der Zuverlässigkeit lassen sich die Radsätze der Kunden – neben weiteren Komponentenoptimierungen – beispielsweise auch so nachrüsten, dass bessere Schmierstoffe und Dichtungen verwendet werden können. Dabei übertrifft eine OEM-Rekonditionierung oft die ohnehin schon sehr strengen Wälzlager-Normen der Eisenbahnindustrie.

Bei einem Komponenten-Austausch „vor Ort“ lassen sich u. a. dadurch Kosten sparen, dass bei Defekten an einzelnen Einheiten nicht gleich der komplette Radsatz gewechselt werden muss. Stattdessen besucht der Lagerlieferant den Wartungsstandort des Kunden (mit der erforderlichen Ausrüstung) und tauscht eine Lagereinheit aus, während sich das Drehgestell unter dem „geparkten“ Zug befindet. Tatsächlich können auf diese Art und Weise beide Lager eines Radsatzes innerhalb weniger Stunden ersetzt werden. Das bedeutet: Das betroffene Schienenfahrzeug ist innerhalb kürzester Zeit wieder einsatzbereit und die zwischenzeitlich angefallenen Komponenten-Austauschkosten machen nur einen Bruchteil der Summe aus, die ein vollständiger Wechsel des gesamten Radsatzes verschlungen hätte.

Wartungsintervalle lassen sich nicht zuletzt dadurch weiter verlängern, dass ausgewiesene Experten den Zustand der Lager untersuchen, bewerten und aus den dabei gewonnenen, dokumentierten Erkenntnissen praxisgerechte Empfehlungen zur Optimierung der momentanen Gegebenheiten ableiten. Wenn beispielsweise der Zustand der Lager eines Zuges unter Berücksichtigung von bestimmten Schmierungs-Parametern analysiert wird, können diesbezügliche Korrelationen mit individuellen Anwendungsdetails dazu beitragen, wirksame Möglichkeiten zur Optimierung der Lagerleistung zu eruieren – etwa in Form eines anwendungsspezifisch optimierten Einsatzes von Lagerdichtungen während der Rekonditionierung.

Unter dem Strich bleibt die wenig überraschende Erkenntnis, dass kein Bauteil ewig hält. Das gilt für die Eisenbahnbranche erst recht. Allerdings lässt sich durch eine intelligente Überwachung betriebswichtiger Bauteile und deren rechtzeitigen Austausch sicherstellen, dass die extrem harten Anwendungs-Bedingungen in dieser Branche die Verfügbarkeit der Züge nur minimal beeinträchtigen.

Weitere effizienzsteigernde Lösungen für den Bahntechnik-Bereich zeigt SKF noch bis 23. September auf der Berliner InnoTrans. Besucher der InnoTrans finden SKF in Halle 22 am Stand 606. Zusätzliche Branchen-Informationen sind außerdem auf der SKF Website http://www.skf.com/de/industry-solutions/railways/index.html verfügbar.

Aktiebolaget SKF
      (publ)

Pressekontakt:
Dietmar Seidel, Leiter Technische Fachpresse Deutschland, Tel. 0 97 21 / 56 – 28 43,
E-Mail: dietmar.seidel@skf.com

SKF ist ein weltweit führender Anbieter von Wälzlagern, Dichtungen, Schmiersystemen und Mechatronik-Bauteilen mit umfassenden Dienstleistungen in den Bereichen Technischer Support, Wartung und Instandhaltung sowie Engineering-Beratung und Training. Weltweit ist SKF in mehr als 130 Ländern präsent und arbeitet mit rund 17.000 Vertragshändlern zusammen. Der Umsatz der Unternehmensgruppe betrug im Jahr 2015 MSEK 75.997. Die Anzahl der Mitarbeiter lag bei 46.635. www.skf.de

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