Cookies auf der SKF Webseite

Mithilfe von Cookies stellen wir sicher, dass Sie unsere Webseiten und -anwendungen optimal nutzen können. Wenn Sie ohne Änderung Ihrer Browser-Einstellungen fortfahren, gehen wir davon aus, dass Sie der Nutzung von Cookies zustimmen. Natürlich können Sie Ihre Browser-Einstellungen bezüglich Cookies jederzeit ändern.

SKF auf der InnoTrans: Kundenspezifische Benutzeroberfläche steigert Effizienz von Motor-Tests

20160922_SKF_InnoTrans_Effizienzsteigerung_Motor-Tests_1
Unter anderem dank einer kundenspezifisch konfigurierbaren Benutzeroberfläche können automatisierte Baker SKF AWA-IV Motorprüfstände dazu beitragen, den Wartungsaufwand zu minimieren und die Verfügbarkeit von Schienenfahrzeugen zu erhöhen.
20160922_SKF_InnoTrans_Effizienzsteigerung_Motor-Tests_2
Mike Teska, Produktlinien-Manager bei SKF: „Beim Anwender BNSF hat sich die Investition in die SKF Baker AWA-IV Motorprüfstände mit kundenspezifischer Benutzeroberfläche bereits nach einem Jahr amortisiert.

2016 September 22, 10:00 CET

Mithilfe einer kundenspezifischen Benutzeroberfläche für SKF Baker Motorprüfstände konnte ein US-Frachtunternehmen seine Wartungsverfahren verbessern und gleichzeitig die Kosten senken. Das erfuhr Mike Teska, Produktlinien-Manager bei SKF, von einem überzeugten Anwender.

Göteborg / Schweinfurt, den 22. September 2016

Dass alle Frachtzüge möglichst zuverlässig und störungsfrei fahren, ist für den profitablen Betrieb einer „Schienen-Flotte“ prinzipiell unerlässlich. Denn kostspielige, ungeplante Reparaturen beeinträchtigen die Bilanz des Betreibers oft empfindlich. Dabei lassen sich derartige Zusatzkosten durch regelmäßige Tests weitestgehend vermeiden – wenn man sich um die frühzeitige Erkennung potenzieller Störungen kümmert. Eine maßgeschneiderte Lösung von SKF hilft, Gefahren extrem schnell zu erkennen und damit kostensenkend zu bannen.

Störungen in den Wechselstrom-/Drehstrom-Fahrmotoren von Schienenfrachtsystemen führen schnell zu kompletten Stillständen. Im Falle eines solchen Falles kommt erschwerend hinzu, dass „konventionelle“ Prüfsysteme die betroffenen Fahrmotoren meist unvollständig testen – soll heißen: Sie checken nicht das gesamte Motor-Gefüge. Abgesehen davon verfolgen viele verschiedene Techniker bei ähnlichen Problemen wahrhaft individuelle Prüfverfahren. Das mag im Einzelfall auch äußerst effektiv sein – in Summe jedoch lässt sich die genaue Durchführung der individuellen Tests nicht nachvollziehen. So mangelt es an einer exakten, standardisierten und vor allem vergleichbaren Dokumentation der jeweiligen Fehlerbehebungen, was eine flottenweite Fehler-Vorsorge erschwert.

Vor einer solchen Herausforderung stand auch das US-Schienenfrachtunternehmen BNSF: Die Railway-Logistiker wollten unbedingt die Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit ihrer Züge verbessern, nachdem in der Praxis wiederholt Störungen an den Fahrmotoren sowie an den Getrieben der Lok-Motoren aufgetreten waren. Ergo fassten die amerikanischen Güterzug-Dienstleister eine erprobte Lösung von SKF ins Auge: In ihren Instandhaltungs-Zentren ließen sie insgesamt 24 automatisierte Baker AWA-IV Motorprüfstände installieren. Dadurch konnten die BNSF-Techniker schon mal deutlich umfangreichere Tests an den Wechselstrom-/Drehstrom-Fahrmotoren ihrer Lokomotiven durchführen als jemals zuvor. Doch damit nicht genug: SKF lieferte die Geräte für BNSF auch noch mit einer kundenspezifisch angepassten Benutzeroberfläche aus, welche die einzelnen Techniker „vor Ort“ Schritt für Schritt durch ein vereinheitlichtes Testverfahren leitete. Unter dem Strich profitierte BNSF also von erheblich konsistenteren Prüfabläufen – über alle Techniker und Standorte hinweg. Derartig individuelle „User Interfaces“ kann SKF inzwischen übrigens auch problemlos an die Bedürfnisse anderer Schienenfrachtunternehmen anpassen.

Schaltsätze

Im Vorfeld der SKF Lösung hatte BNSF bereits einen anderen Prüfstand für seine Motoren ausprobiert. Dieses System untersuchte jedoch nur die Erdungsisolation und konnte damit keine genügend aufschlussreichen Erkenntnisse über die Wicklungen liefern – beispielsweise im Hinblick auf die Phasenisolation, der häufigsten Ursache für Störungen bei Elektromotoren. Der Baker AWA-IV hingegen gewährleistet einen umfassenderen Fehlererkennungsgrad – und ein solcher ist für eine optimierte Motorzuverlässigkeit unerlässlich. Beispiel: Fahrmotoren für dieselelektrische Züge werden von drehzahlgeregelten Antrieben (VSDs) angetrieben. Diese stellen aufgrund ihres Frequenzumrichters eine große Belastung für die Motorwicklungen dar. Insofern ist in diesem Fall eine Identifizierung von Wicklungsstörungen unverzichtbar.

Im Anschluss an diese Erkenntnis wurde BNSF auch klar, dass die rein technische Prüfung solch komplexer Maschinen nur ein Teil der Problemlösung sein kann. Darüber hinaus galt es nämlich, sicherzustellen, dass jeder Techniker im Unternehmen exakt die gleichen Tests durchführte – sowohl in der gleichen Reihenfolge als auch mit denselben Parametern und Grenzwerten. Folglich entwickelte SKF Baker eine maßgeschneiderte Benutzeroberfläche für das Gerät, um die BNSF-Techniker anhand eines standardisierten Menüs durch das gesamte Verfahren und die Störungssuche zu leiten.

Natürlich erfordert die Einführung eines konsistenten Testsystems in der gesamten Organisation die Implementierung einer zentralisierten „Master“-Testabfolge. Aus diesem Grund wird das anpassbare SKF System auch an einem gemeinsamen, zentralen Ort verwaltet. Der Vorteil: Falls die Testbedingungen – beispielsweise durch Änderung einer Prüfspannung oder Dauer – modifiziert werden, muss die Modifikation nur an einer einzigen Stelle erfolgen. Die einmalig zentral durchgeführte Änderung übernehmen die einzelnen lokalen Prüfgeräte dann automatisch.

Spezielle Relevanz

Die Einheitlichkeit von Tests ist sicherlich immer von Bedeutung, hat hier jedoch eine ganz besondere Relevanz: Während in einer „normalen“ Reparaturwerkstatt zumeist verschiedene Motortypen bearbeitet werden (und es dadurch eher unwahrscheinlich ist, dass beispielsweise in einem halben Jahr zwei identische Motoren zu reparieren sind), geht es im Falle von Bahnbetreibern meist Tag für Tag um die gleichen Lokomotiven bzw. Motoren. Umso sinnvoller ist es im Bereich des Eisenbahnbetriebs, für ein Höchstmaß an Automatisierung und Beständigkeit zu sorgen: Wenn die Testabfolgen ebenso zentralisiert sind wie die Testergebnisse, kann das Unternehmen durch die Analyse mehrerer Testergebnisse deutlich aufschlussreichere Berichte erstellen. So können die Daten etwa aufzeigen, dass die Motoren in vielen Lokomotiven besser abgeschirmt werden sollten oder dass eine systemische Schwäche in den Anschlussleitungen vorliegt.

Um den Technikern die Arbeit zu erleichtern, bat BNSF außerdem darum, die Testergebnisse nicht als bestimmten Wert, sondern vom SKF System als „bestanden“ bzw. „nicht bestanden“ anzeigen zu lassen. Dadurch werden die Techniker nicht dazu verleitet, einen Motor komplett neu zu testen, falls ein definierter Wert beim ersten Durchlauf nur annähernd erreicht wird – wobei die präzisen Messwerte freilich ebenfalls erfasst und im Hintergrund zentral abgespeichert werden. Dadurch lassen sich die gesammelten Daten auch statistisch auswerten. Die statistische Auswertung wiederum relativiert die letzten verbliebenen Unterschiede zwischen den standardisierten Testprozeduren pro Techniker.

Die speziell auf BNSFs Bedürfnisse ausgerichtete Benutzeroberfläche kann SKF leicht an die Anforderungen anderer Unternehmen anpassen: Jede Firma hat andere Arbeitssicherheitsbestimmungen, Prüfsysteme und Testparameter, die bei jedem neuen User Interface berücksichtigt werden können. „Extrawünsche“ sind also selbstverständlich. BNSF beispielsweise wollte ein Testverfahren, das „Regenbedingungen“ miteinbezieht: In der Werkstatt steht ein Zug geschützt – doch draußen auf den Schienen ist er häufig extremen Witterungen ausgesetzt. Also implementierte die SKF Baker Schnittstelle ein Prüfverfahren, bei dem – nach dem „Standardtest“ – die Motorleitungen mit Wasser besprüht wurden und der Motor erneut getestet wurde. Diese Art von „Testlogik“ geht weit über die Funktionalität „konventioneller“ Prüfstände hinaus.

Von der wunschgemäß konfigurierten Software hat BNSF bereits profitiert: Nach dem Wechsel zu den SKF Baker AWA-IV Prüfständen führte die verbesserte Testfunktionalität – samt besserer Vergleichbarkeit – übers Jahr zu 5 Prozent weniger Motorstörungen und zu einer 40-prozentigen Reduzierung des Austauschs von Phasenmodulen. Da sich die Investition zudem nach einem Jahr amortisiert hatte, erwies sie sich für das Unternehmen als überaus lohnend.

Den SKF Baker AWA-IV mit kundenspezifischer Benutzeroberfläche zeigt SKF noch bis zum 23. September auf der InnoTrans in Berlin. Besucher der InnoTrans finden SKF in Halle 22 am Stand 606.

Aktiebolaget SKF
       (publ)

Pressekontakt:
Dietmar Seidel, Leiter Technische Fachpresse Deutschland, Tel. 0 97 21 / 56 – 28 43,
E-Mail: dietmar.seidel@skf.com

SKF ist ein weltweit führender Anbieter von Wälzlagern, Dichtungen, Schmiersystemen und Mechatronik-Bauteilen mit umfassenden Dienstleistungen in den Bereichen Technischer Support, Wartung und Instandhaltung sowie Engineering-Beratung und Training. Weltweit ist SKF in mehr als 130 Ländern präsent und arbeitet mit rund 17.000 Vertragshändlern zusammen. Der Umsatz der Unternehmensgruppe betrug im Jahr 2015 MSEK 75.997. Die Anzahl der Mitarbeiter lag bei 46.635. www.skf.de   

®SKF ist eine eingetragene Marke der SKF Gruppe.
™BeyondZero ist eine eingetragene Marke der SKF Gruppe.

SKF logo