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BeyondZero-Portfolio von SKF: Umweltschutz für bessere Bilanzen

Reibungsminimierte E2-Rillenkugellager aus dem BeyondZero-Portfolio von SKF verhelfen den Anwendern zu deutlich geringerem Energieverbrauch.
Würden alle in USA und der EU betriebenen Industrie-Elektromotoren mit abgedichteten SKF E2-Rillenkugellagern ausgestattet, könnte die Umwelt jedes Jahr um rund 141 Millionen Tonnen CO2 entlastet werden. Alle Anwender zusammen würden ca. 2,46 Milliarden Kilowattstunden weniger Energie verbrauchen – Jahr für Jahr.
Anoop Kumar vom indischen Textilhersteller Sangam spart mit Hilfe von SKF E2-Rillenkugellagern rund 2.635 Kilowattstunden pro Motor und Jahr.
An einer durchschnittlichen Textilmaschine lassen sich durch den Einsatz von 200 besonders energieeffizienten SKF Lagern rund 11.310 Kilowattstunden pro Jahr einsparen. Das macht den Umweltschutz auch in Schwellenländern attraktiv.
Der Pharmakonzern GlaxoSmithKline verbraucht an seinen Kühlwasserpumpen 4.583,6 Kilowattstunden weniger Energie pro Motor und Jahr. Dadurch hatte sich die Investition in SKF E2-Rillenkugellager schon nach 17 Tagen amortisiert.
SKF E2-Rillenkugellager können sowohl in Elektromotoren als auch in Pumpen, Fördersystemen oder Gebläsen für weniger Reibung und geringeren Energieverbrauch sorgen. Hinzu kommen Anwendungen im Automobil- und Zweiradbereich.

2014 Oktober 08, 14:00 CEST

Moderne Elektromotoren setzen vieles in Bewegung. Doch das hat seinen Preis: Die von ihnen angetriebenen Systeme verbrauchen den Löwenanteil des weltweit erzeugten Stroms – laut Studie der International Energy Agency mehr als 40 Prozent. Angesichts ständig steigender Energiekosten und schärferer Umweltschutzrichtlinien geraten viele Industriezweige unter Zugzwang. Innovative Lagertechnik aus dem BeyondZero-Portfolio von SKF kann dazu beitragen, Geldbeutel und Umwelt gleichermaßen zu schonen.

Schweinfurt, den 08. Oktober 2014

 

Die Optimierung von Wälzlagern hat bei SKF Tradition: Im Laufe seiner über 100-jährigen Geschichte hat das Unternehmen die Grenzen des technisch Machbaren immer wieder erweitert. Heute steckt in jedem Lager von SKF umfassendes Experten-Wissen über Werkstoffe, Lagerdesign, Schmiermittel und Dichtungen. All‘ diese Faktoren beeinflussen die Reibung und damit auch den Energieverbrauch der Anwendung, in der die Lager zum Einsatz kommen. Bei der Jagd nach höheren Wirkungsgraden ist dem Unternehmen jüngst ein bemerkenswerter Durchbruch gelungen: Mit Lagern der „E2“-Leistungsklasse können zahlreiche Industriezweige ihren Energieverbrauch spürbar senken.

 

„E2“ steht in der Nomenklatur von SKF als Kürzel für energieeffizient: Dieses Kürzel erhalten nur solche Wälzlager, die 30 bis 50 Prozent weniger Reibung verursachen als die Standardlager des Technologieführers. Weil die reibungsminimierten E2-Lager zu einer höheren Energieeffizienz auf Seiten ihres Anwenders beitragen, gehören sie zum besonders umweltfreundlichen BeyondZero-Portfolio* von SKF.

 

Von den Vorzügen dieser „grünen“ SKF Lösung hat sich beispielsweise der indische Textilhersteller Sangam Group of Companies überzeugt: In seiner Branche gehört das Unternehmen zu den größten Playern weltweit. Mit über 200.000 Spindeln und mehr als 4.000 Rotorspinnen produziert der Konzern etwa 73.000 Tonnen Garn pro Jahr. „Dabei kommen zu Veredelungszwecken unter anderem Doppeldraht-Zwirnmaschinen zum Einsatz, die zwei Zwirne aus unterschiedlichen Materialien zusammendrehen“, erläutert Anoop Kumar von Sangam in Bhilwara. In diesen Zwirnmaschinen arbeiten 30-kW-Motoren, die in der Regel 22 Stunden am Tag und 363 Tage im Jahr mit 1.740 Umdrehungen pro Minute laufen. „Das verbraucht natürlich eine Menge Energie“, so Kumar, „und deshalb haben wir an einem dieser Motoren einen Test mit abgedichteten E2-Rillenkugellagern von SKF gefahren.“

 

Erste Effekte zeigten sich schon unmittelbar nach der Umrüstung: „Wir bemerkten sofort, dass der Motor spürbar vibrationsärmer und kühler lief“, erinnert sich Kumar. Kaum zwei Monate später war klar, dass sich die Investition durch einen deutlich reduzierten Stromverbrauch bereits amortisiert hatte. „Im Schnitt stellten wir eine um 0,33 Kilowatt geringere Leistungsaufnahme fest“, so Kumar, „und damit war absehbar, dass der Motor nach der Umrüstung auf SKF E2-Rillenkugellager rund 2.635 Kilowattstunden weniger Strom pro Jahr verbrauchen würde.“ Zum Vergleich: Das entspricht etwa der Energie, die ein deutscher Zwei-Personen-Haushalt im Jahr benötigt. Anders ausgedrückt: Durch die E2-Reibungsminimierung an einem indischen Motor bleiben der globalen Atmosphäre rund 1,5 Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr erspart.

 

„Inzwischen wissen wir, dass die tatsächlichen Einsparungen sogar noch höher ausfallen“, betont Kumar, „weil die E2-Lager gegenüber unserer vorherigen Lösung auch noch bedeutend länger halten. Das wiederum reduziert unsere Instandhaltungskosten.“ Kein Wunder also, dass Betriebsleiter Kumar schon kurz nach dem erfolgreichen Test weitere 136 E2-Lager in andere Elektromotoren seiner Firma einbauen ließ, um weitere Einsparpotenziale zu erschließen. Auf diese Art und Weise wird der Umweltschutz auch in Schwellenländern attraktiv.

 

Natürlich eignen sich die neuen Rillenkugellager von SKF nicht für die Textilindustrie, sondern für Anwendungen aller Art, in denen leichte bis mittlere Belastungen und hohe Drehzahlen vorherrschen. Beispielsweise können sie auch in Pumpenmotoren eingesetzt werden. Das hat das Pharma-Unternehmen GlaxoSmithKline Consumer Healthcare in der Praxis überprüft: „In unseren Werken betreiben wir unter anderem Kühlwasserpumpen, die im Grunde ständig in Betrieb sind. Für diese Pumpen benutzen wir Elektromotoren mit einer Leistung von 22 Kilowatt. Die Motoren wiederum laufen mit 2.990 Umdrehungen pro Minute“, berichtet Chefingenieur Pardeep S. Bhamra.

 

Der hohe Stromverbrauch der Pumpenanlage war Bhamra angesichts steigender Energiepreise ein Dorn im Auge. Also entschloss auch er sich dazu, einen Pumpenmotor testweise mit SKF E2-Rillenkugellagern auszustatten. „Im direkten Vergleich mit dem Altzustand sowie den anderen, noch nicht umgerüsteten Motoren haben wir eine Effizienzsteigerung von 2,5 Prozent gemessen“, so Bhamra. Das bedeutete letztendlich: Der umgerüstete Motor verbrauchte 4.583,6 Kilowattstunden weniger Energie pro Jahr als zuvor. „Damit haben sich die Vorhersagen von SKF absolut bewahrheitet“, berichtet der Chefingenieur, „und unsere Investition in die reibungsminimierte Lösung hatte sich nach nur 17 Tagen amortisiert.“ Anlass genug für Bhamra, auch alle anderen Pumpenmotoren des Werks auf E2-Lager umzustellen. Pro umgerüstetem Motor wird die Umwelt seither um ca. 2,6 Tonnen CO2 pro Jahr entlastet.

 

In den E2-Lagern von SKF steckt demnach ein enormes Potenzial, um den globalen Energieverbrauch zu senken. Für die USA und Europa hat das Unternehmen beispielsweise folgende Hochrechnung aufgestellt: Wenn man von einer mindestens 30-prozentigen Reibungsminimierung durch E2-Rillenkugellager ausgeht, könnten die in USA und der EU betriebenen Industrie-Elektromotoren jedes Jahr rund 2,46 Milliarden Kilowattstunden weniger Energie verbrauchen. Das entspräche einer Umwelt-Entlastung von über 141 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr – eine gigantische Menge.

 

Möglich werden derartige Kosten- und Umweltvorteile u. a. durch die optimierte innere Geometrie der abgedichteten SKF E2-Rillenkugellager, durch einen ebenso reibungsarmen wie langlebigen Schmierstoff und durch einen innovativen Polymer-Käfig. Der neue Käfig basiert auf einer leichteren Konstruktion, die trotz ihres Gewichtsverlusts weniger anfällig für Verformungen ist – selbst bei hohen Geschwindigkeiten. Quasi nebenbei sorgen diese Komponenten auch noch für eine geringere Geräuschentwicklung, da sie insgesamt leichter laufen und damit weniger Vibrationen erzeugen.

 

Auch die Dichtung der E2-Rillenkugellager hat SKF unter Reibungsgesichtspunkten optimiert: Obwohl es nur noch ein minimales Übermaß zwischen Innenring und Dichtlippe gibt, leidet die Dichtwirkung nicht darunter. Dafür sorgt u. a. ein neuer Acrylnitril-Butadien-Kautschuk.

 

Maßnahmen wie diese tragen primär dazu bei, die Reibung und damit den Stromverbrauch zu minimieren. Doch die Anwender profitieren nicht allein von diesen Vorteilen. Denn die neuen Lager bringen noch eine Reihe weiterer Vorzüge mit sich: Da eine geringere Reibung zugleich weniger Hitze verursacht, wird auch das Schmierfett in den abgedichteten SKF E2 Rillenkugellagern weniger beansprucht. Ein derartig „schonender“ Umgang mit dem Schmierfett bedeutet für den Betreiber, dass sein Wartungsaufwand sinkt – denn durch die reduzierten Betriebstemperaturen erhöht sich die Gebrauchsdauer der E2 Rillenkugellager.

 

Anders ausgedrückt: Der Anwender benötigt deutlich seltener Ersatz. Verglichen mit abgedichteten Standard-Rillenkugellagern von SKF ist – je nach Anwendung – sogar eine Verdoppelung der „Lager-Lebenserwartung“ möglich. Auch das spart Geld und schont Ressourcen. Außerdem fällt durch die längere Gebrauchsdauer weniger Müll an. Für den Anwender bedeutet das unter dem Strich: Die abgedichteten E2-Rillenkugellager leisten einen nicht zu unterschätzenden Beitrag zur Senkung der gesamten Betriebskosten.

 

Ihre einzigartigen Stärken in Sachen Reibungsminimierung und Gebrauchsdauer spielen die abgedichteten SKF E2-Rillenkugellager bei C/P-Lastverhältnissen ab 8, Drehzahlen ab 1.000/min und bei Betriebstemperaturen zwischen -40 und 100 Grad Celsius aus. Die für den Einsatz auch in widrigen Umgebungen geeigneten Rillenkugellager sind in zahlreichen Größen verfügbar.


Pressekontakt:

Dietmar Seidel, Leiter Technische Fachpresse Deutschland, Tel. 0 97 21 / 56 – 28 43,

E-Mail: dietmar.seidel@skf.com

 

*Das BeyondZero Portfolio enthält Produkte mit einer besseren Umweltbilanz. Nur SKF Produkte, Leistungen und Lösungen mit erheblich verminderter Umweltbelastung werden in das BeyondZero Portfolio aufgenommen. Dabei werden verschiedene Umweltaspekte wie Werkstoffauswahl, geringer Energieverbrauch und weniger Schmierstoffaustritt berücksichtigt.


SKF ist ein weltweit führender Anbieter von Wälzlagern, Dichtungen, Mechatronik-Bauteilen und Schmiersystemen mit umfassenden Dienstleistungen in den Bereichen Engineering, Wartung und Instandhaltung sowie Training. Weltweit ist SKF in mehr als 130 Ländern präsent und arbeitet mit rund 15.000 Vertragshändlern zusammen. Der Umsatz der Unternehmensgruppe betrug im Jahr 2013 MSEK 63.597. Die Anzahl der Mitarbeiter lag bei 48.401.

Mehr Infos unter www.skf.com

 

® SKF ist eine eingetragene Marke der SKF Gruppe.

™ BeyondZero ist eine eingetragene Marke der SKF Gruppe.

 

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