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Maßgenauigkeit, Formgenauigkeit und Laufgenauigkeit von Lagersitzen und Anlaufflächen

Die Genauigkeit der zylindrischen Lagersitze auf Wellen und in Gehäusebohrungen, der Lagersitze für Axiallagerscheiben und der Aufspannflächen (Anlaufflächen für Lager bei Wellen und Gehäuseschultern usw.) sollte der Genauigkeit der verwendeten Lager entsprechen. Im Folgenden finden Sie Richtwerte für die Form-, Maß- und Laufgenauigkeit. Diese sollten bei der Bearbeitung der Anlaufflächen und Lagersitze eingehalten werden.

Maßtoleranzen

Für Lager mit Normaltoleranzen sollte die Maßgenauigkeit der zylindrischen Wellensitze mindestens dem Toleranzgrad 6 und die der Gehäusesitze mindestens dem Toleranzgrad 7 entsprechen. Bei Befestigung mit Spann- oder Abziehhülsen auf zylindrischen Wellen sind für den Lagersitz größere Durchmessertoleranzen (Toleranzgrad 9 oder 10) zulässig. Siehe dazu die Tabelle. Die Zahlenwerte für die Standardtoleranzen IT nach ISO 286-1:1988 finden Sie in der Tabelle. Bei Lagern mit höherer Genauigkeit sind entsprechend genauere Toleranzgrade einzuhalten.

Zylinderformtoleranzen

Rundheits- und Geradheitstoleranz entsprechend DIN ISO 1101:2004 sollten je nach Anforderung 1 bis 2 Toleranzgrade besser sein als die vorgeschriebene Maßtoleranz. Bei einem z. B. nach m6 bearbeiteten Lagersitz auf der Welle sollte demnach die Formgenauigkeit dem Grundtoleranzgrad IT5 bzw. IT4 entsprechen. Der Toleranzwert t1 für die Zylinderform ergibt sich in diesem Beispiel bei einem angenommenen Wellendurchmesser von 150 mm aus t1 = IT5/2 = 18/2 = 9 μm. Die Toleranz t1 bezieht sich jedoch auf einen Radius, die Toleranz 2t1 auf den Wellendurchmesser. Die Tabelle enthält Richtwerte für die Toleranzen der Zylinderform und den Gesamtschlag bei verschiedenen Lagertoleranzklassen.
Wenn Lager mit Spannhülsen oder Abziehhülsen eingebaut werden sollen, sollte der Hülsensitz eine Zylinderformtoleranz IT5/2 (für Toleranzklasse h9) bzw. IT7/2 (für Toleranzklasse h10) haben. Die Werte dazu finden Sie in der Tabelle.

Toleranz für die Rechtwinkligkeit

Bei den Anlageflächen für Lagerringe ist eine Gesamtplanlauftoleranz entsprechend DIN ISO 1101-2004 einzuhalten, die mindestens um einen Toleranzgrad besser ist als die Durchmessertoleranz des betreffenden zylindrischen Sitzes. Bei Auflageflächen für Axiallagerscheiben sollte die Rechtwinkligkeitstoleranz den durch IT5 festgelegten Wert nicht überschreiten. Richtwerte für die Winkeltoleranz und für den Gesamtlauffehler finden Sie in der Tabelle.

Toleranzen für kegelige Lagersitze

Bei Befestigung von Lagern direkt auf kegeligen Wellenzapfen sind größere Durchmessertoleranzen zulässig als für zylindrische Lagersitze. Bild 1 zeigt eine Maßgenauigkeit entsprechend dem Toleranzgrad 9, während für die Formgenauigkeit die gleichen Toleranzgrade vorgeschrieben sind wie bei zylindrischen Lagersitzen. SKF empfiehlt für kegelige Wellensitze für Wälzlager folgende Werte:
die zulässige Abweichung der Kegellinie ist ein Toleranzwert entsprechend IT7/2, ausgehend von der Lagerbreite B (Bild 2). Der Wert kann aus der Gleichung Δk = IT7/2B berechnet werden.

Der zulässige Schwankungsbereich (Abweichungen der Kegellinie) ergibt sich daher mit:

Vk = 1/k ± IT7/2B

Hierin sind

Vkzulässiger Schwankungsbereich der KegellinieΔzulässige Abweichung der Kegelliniek=Beiwert für den Kegel
12 für Kegel 1:12
30 für Kegel 1:30 B=Lagerbreite, mmIT7=
=k=
Wert für den Toleranzgrad in Abhängigkeit von der Lagerbreite in mm
  • Die Geradheitstoleranz ist IT5/2, ausgehend vom Durchmesser d und wird wie folgt definiert: "In jeder Axialebene des kegeligen Wellensitzes wird die Toleranzzone durch zwei parallele Geraden im Abstand "t" begrenzt."
  • Die Radialabweichung von der Rundheit entspricht der Toleranzklasse IT5/2, ausgehend vom Durchmesser d und wird wie folgt definiert: "Die Toleranzzone wird in jeder Radialebene entlang des kegeligen Wellensitzes durch zwei konzentrische Kreise im Abstand "t" begrenzt." Wenn besonders strenge Anforderungen an die Laufgenauigkeit bestehen, sollte stattdessen Toleranzklasse IT4/2 verwendet werden.
Die Einhaltung der vorgeschriebenen Kegeltoleranzen wird am besten mit Hilfe von Feinzeigern auf zwei Sockeln kontrolliert. In der Praxis häufig verwendete, aber weniger genaue Verfahren sind die Verwendung von Kegelleerringen, Sinuslinealen und Fühllehren.
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