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Wahl der Dichtungsausführung

Dichtungen in Lageranordnungen sollten eine minimale Reibung und minimalen Verschleiß aufweisen und zugleich einen maximalen Schutz selbst unter schwierigsten Bedingungen gewährleisten. Weil die Lagerfunktion und die Lebensdauer so eng mit der Wirksamkeit der Dichtung verbunden sind, ist der Einfluss von Verschmutzungen auf die Lagerlebensdauer ein wichtiger Beiwert, der bei der Konstruktion berücksichtigt werden muss. Weiterführende Informationen über den Einfluss von Verschmutzungen auf die Lagerfunktion finden Sie in dem Abschnitt Bestimmung der Lagergröße.
Bei der Auswahl der am besten geeigneten Dichtungsbauform für eine bestimmte Lageranordnung sind viele Faktoren zu berücksichtigen:
  • die Art der Schmierung: Öl oder Fett
  • die Umfangdrehzahl für die Dichtfläche
  • die Wellenanordnung: horizontal oder vertikal
  • mögliche Wellenschiefstellungen
  • verfügbarer Einbauraum
  • die Reibung an der Dichtlippe und die daraus resultierende thermische Beanspruchung
  • die Umwelteinflüsse
  • angemessene Kosten.
Die Auswahl der richtigen Dichtung ist für die Eigenschaften eines Lagers von besonderer Bedeutung. Es müssen daher die Anforderungen an die Dichtung und die externen Bedingungen genau definiert werden.
Weitere Details über Dichtungen finden Sie in dem Katalog Wellendichtungen und auf der Website SKF Dichtungslösungen.
Wenn für einen bestimmten Anwendungsfall keine oder nur geringe Erfahrungen vorliegen, kann SKF als einer der weltweit größten Dichtungshersteller Sie bei der Auswahl unterstützen oder geeignete Dichtungen vorschlagen.
Mit Wälzlagern werden normalerweise zwei Arten externer Dichtungen verwendet: berührungsfreie und Berührungsdichtungen Jede Ausführung ist für einen bestimmten Anwendungsfall konstruiert.

Berührungsfreie Dichtungen

Die Wirksamkeit einer externen berührungslosen Dichtung hängt im Prinzip von der Dichtungswirkung des schmalen Spalts zwischen der rotierenden und der festen Komponente ab. Der Spalt kann radial, axial oder als kombinierte Form angeordnet sein (Bild 1). Diese Dichtungen können einfache Spaltdichtungen sein oder kompliziertere Formen wie eine Labyrinthdichtung. In jedem Fall sind die Dichtungen berührungslos und erzeugen kaum Reibung und Verschleiß. Sie werden nicht so leicht durch feste Verschmutzungen beschädigt und eignen sich insbesondere für hohe Drehzahlen und hohe Temperaturen. Um die Dichtwirksamkeit zu verbessern, kann in die durch das Labyrinth gebildeten Spalte Schmierfett eingepresst werden.

Berührungsdichtungen

Die Wirksamkeit einer Berührungsdichtung hängt von der Fähigkeit der Dichtung ab, einen Mindestdruck auf die Gegenlauffläche mit einer relativ schmalen Dichtlippe oder Oberfläche auszuüben. Dieser Druck (Bild 2) kann entweder
  • durch die Elastizität der Dichtung aufgebracht werden, die aufgrund der elastischen Eigenschaften des Dichtungswerkstoffs entsteht (a),
  • durch die vorgesehene Passung zwischen Dichtung und Gegenlauffläche (b), oder
  • durch eine Tangentialkraft, die eine ringförmige Zugfeder in der Dichtung ausübt (c).
Berührungsdichtungen sind allgemein sehr zuverlässig, insbesondere dann, wenn der Verschleiß durch eine geeignete Oberflächengüte für die Gegenlauffläche und Schmierung der Dichtlippe/Gegenlauffläche minimal bleibt. Die Reibung der Dichtung an ihrer Gegenlauffläche und die dadurch entstehende Temperaturerhöhung sind Nachteile. Berührungsdichtungen sind daher nur für den Betrieb mit bestimmten Umfangdrehzahlen geeignet, die von der Dichtungsausführung und der Rauheit der Gegenlauffläche abhängen. Die Lager sind außerdem empfindlich gegen mechanische Beschädigungen, beispielsweise durch falsche Einbau oder feste Verschmutzungen. Um Schäden durch feste Verschmutzungen zu vermeiden, ist es üblich, vor einer Berührungsdichtung zum Schutz eine berührungsfreie Dichtung anzuordnen.
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