Cookies auf der SKF Webseite

Mithilfe von Cookies stellen wir sicher, dass Sie unsere Webseiten und -anwendungen optimal nutzen können. Wenn Sie ohne Änderung Ihrer Browser-Einstellungen fortfahren, gehen wir davon aus, dass Sie der Nutzung von Cookies zustimmen. Natürlich können Sie Ihre Browser-Einstellungen bezüglich Cookies jederzeit ändern.

Lagervorspannung

In vielen Anwendungsfällen muss ein negatives Betriebsspiel, d.h. eine Vorspannung angestrebt werden,
um die Steifigkeit der Lagerung oder die Laufgenauigkeit zu erhöhen, z.B. bei Arbeitsspindeln für Werkzeugmaschinen, Ritzellagerungen für Kfz-Achsantriebe oder bei kleinen Elektromotoren. Die Vorspannung kann durch Federn aufgebracht werden, falls dies nicht mit Hilfe einer Wellenmutter möglich ist. Die Vorspannung mit Federn kann auch für Lagerungen vorgesehen werden, die zeitweise ohne oder mit nur kleiner Belastung umlaufen, um damit eine Mindestbelastung der Lager sicherzustellen (→ Erforderliche Mindestbelastung).
Die Vorspannung kann durch den Vorspannweg oder die Vorspannkraft ausgedrückt werden, wobei jedoch die Vorspannkraft die primäre Bestimmungsgröße ist.
Je nach dem Anstellverfahren wird die Vorspannung auch direkt mit dem Reibungsmoment des Lagers in Beziehung gesetzt.
Von bewährten Konstruktionen liegen Erfahrungswerte über die optimal Vorspannkraft vor, die sich auf vergleichbare Konstruktionen übertragen lassen. Bei Neukonstruktionen empfiehlt es sich, die geeignete Vorspannkraft rechnerisch zu ermitteln und durch Versuche zu überprüfen. Da im Allgemeinen aber nicht alle Einflussgrößen des wirklichen Betriebs exakt erfassbar sind, können in der Praxis Korrekturen notwendig sein. Die Zuverlässigkeit der Berechnung hängt vor allem davon ab, wie weit die getroffenen Annahmen über die Temperaturverhältnisse im Betrieb und das elastische Verhalten der Gegenstücke – vor allem der Gehäuse – mit den tatsächlichen Verhältnissen übereinstimmen.
SKF logo