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Ölschmierverfahren

Ölbadschmierung
Das einfachste Ölschmierverfahren ist die Ölbadschmierung (Bild 1). Das von den umlaufenden Komponenten des Lagers aufgenommene Öl wird im Lager verteilt und fließt dann zurück in eine Wanne. Der Ölstand muss in der Regel so gewählt sein, dass er fast bis zur Mitte des niedrigsten Wälzkörpers reicht, wenn sich das Lager im Stillstand befindet. Wenn der Ölstand im Betrieb konstant gehalten werden soll, wird z. B. der Einsatz des Ölstandswächters SKF LAHD 500 empfohlen.

Hohe Drehzahlen können unter Umständen jedoch ein deutliches Absenken des Ölstands bewirken und den automatischen Ölstandswächter veranlassen, zuviel Öl nachzufüllen. Im Fall von hohen Drehzahlen und Ölstandswächtereinsatz sollte daher der Technische SKF Beratungsservice eingeschaltet werden.
Schmierung mit Ölförderring
Für Anwendungsfälle, die wegen der Drehzahlen oder Betriebstemperaturen Ölschmierung erfordern und außerdem hohe Anforderungen an die Zuverlässigkeit zu erfüllen haben, ist eine Schmierung mit Ölförderring empfehlenswert (Bild 2). Der Ölförderring hängt seitlich vom Lager lose auf einer Wellenbüchse und taucht in das Schmieröl im Gehäuseunterteil. Wenn die Welle umläuft, wird der Ölförderring mitgenommen und fördert das Öl vom Gehäuseunterteil in einen Sammelrinne. Von dort fließt das Öl durch das Lager und zurück in das Gehäuseunterteil. SKF Stehlagergehäuse der Reihe SONL sind für Schmierung mit Ölförderring ausgelegt.

Weitere Auskünfte erhalten Sie vom Technischen SKF Beratungsservice.
Ölumlaufschmierung
Bei höheren Drehzahlen nehmen die Betriebstemperatur und die Reibungswärme im Allgemeinen zu und die Alterung des Schmieröls wird beschleunigt. Zur Senkung der Betriebstemperatur und zur Vermeidung häufiger Ölwechsel wird allgemein die Ölumlaufschmierung bevorzugt (Bild 3). wobei der Ölumlauf im Allgemeinen durch eine Pumpe aufrechterhalten wird. Nachdem das Öl durch das Lager geströmt ist, setzt es sich in einem Tank ab, wird gefiltert und gekühlt, und dann wieder zurück gefördert. Bei angemessener Filterung wird der Ölverschmutzungsgrad gesenkt und die Lagerlebensdauer verlängert (→ SKF Lebensdauer). Durch die Rückkühlung des Öls kann die Betriebstemperatur in der Lagerung niedrig gehalten werden.

Informationen zum SKF CircOil System und zu SKF Strömungsüberwachungsgeräten entnehmen Sie dem Abschnitt Schmierungslösungen.

Öleinspritzungschmierung
Die Öleinspritzschmierung (Bild 4) ist eine Erweiterung der Ölumlaufschmierung. Bei diesem Verfahren wird das Schmieröl unter hohem Druck seitlich in das Lager gespritzt. Die Geschwindigkeit des eingespritzten Öls sollte ausreichend hoch sein (mindestens 15 m/s), um die Turbulenzen rund um das Lager zu durchdringen. Die Öleinspritzschmierung kommt bei Anwendungen mit sehr hohen Drehzahlen zum Einsatz, bei denen eine ausreichende und nicht zu große Ölmenge in das Lagerinnere gelangen soll, ohne dabei die Betriebstemperatur unnötig zu erhöhen.
Öl-Luft-Schmierung
Bei der Öl-Luft-Schmierung (Bild 5) wird mit äußerst geringen, genau dosierbaren Ölmengen gearbeitet, die mit Hilfe von Druckluft und über eine Injektordüse jeder Lagerstelle einzeln zugeführt werden können. Dadurch gelangt nur die jeweils erforderliche minimale Ölmenge in das Lager, und es können sehr hohe Drehzahlen bei einer relativ niedrigen Betriebstemperatur erreicht werden. Die Druckluft kühlt zusätzlich das Lager und erzeugt einen gewissen Überdruck, der das Eindringen von Verunreinigungen verhindert.

Weitere Informationen zu Öl-Luft-Schmiersystemen enthält der Abschnitt Schmierungslösungen.

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