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Ausführungen und Varianten

Die verschiedenen Gleitlagerbauformen, ihre Grundausführungen und Varianten sind nachstehend beschrieben:

Massive Bronze-Gleitlager
Massive SKF Bronze-Gleitlager sind in metrischen Größen als Buchsen (Bild 1) oder Bundbuchsen (Bild 2) erhältlich. Dieser robuste Gleitlagerwerkstoff ist für eine Vielzahl von Anwendungen geeignet. Diese Gleitlager bieten sich für Schwenkbewegungen in radialer und axialer Richtung an oder für Anwendungen mit niedrigen Drehzahlen.
Massive Bronze-Gleitlager können mit Öl oder Fett geschmiert werden. Der Schmierstoff verbessert nicht nur die Gleiteigenschaften, sondern reduziert auch den Verschleiß und verhindert Korrosion. Gleitlager mit einem Bohrungsdurchmesser d > 14 mm haben eine axiale Schmiernut in der Gleitfläche und sind mit dem Nachsetzzeichen G1 markiert.
Alle Oberflächen der Bronze-Gleitlager sind bearbeitet.
Sinterbronze-Gleitlager
SKF Sinterbronze-Gleitlager sind in metrischen Größen als Buchsen (Bild 3) und Bundbuchsen (Bild 4) erhältlich. Diese selbstschmierenden, wartungsfreien Gleitlager bestehen aus einer porösen Bronzematrix, die mit Schmierstoff imprägniert ist. Die Ölimprägnierung erlaubt eine sehr hohe Gleitgeschwindigkeit und die Aufnahme von Drehbewegungen.
Eine Nachbearbeitung der Buchsen wird nicht empfohlen, da sich dadurch die Gleitlagerporen verschließen können.
Ummantelte Bronze-Gleitlager
Ummantelte SKF Bronze-Gleitlager sind in metrischen Größen als Buchsen (Bild 5) und Bundbuchsen (Bild 6) erhältlich. Sie werden aus Bandstreifen ummantelt und kalibriert. Diese Gleitlager eignen sich hervorragend für verunreinigte Umgebungen, in denen aufgrund starker Verschmutzungen nachgeschmiert werden muss. Sie weisen auch im unteren Geschwindigkeitsbereich geringe Empfindlichkeit gegenüber Stoßbelastungen und Schwingungen auf.
Die rautenförmigen Schmiertaschen in der Gleitfläche (Bild 7) müssen zu Beginn mit Fett gefüllt werden. Ein Qualitätsschmierstoff reduziert die Reibung und den Verschleiß, indem er das Bronze-Gleitlager von dessen Welle trennt. Zum Schutz von Gleitlager und Schmierstoff in schmutzintensiven Umgebungen empfehlen wir die Verwendung von Dichtungen.
PTFE-Composite-Gleitlager

SKF PTFE-Composite-Gleitlager sind als Buchsen (Bild 8) in metrischen und zölligen Größen, als Bundbuchsen (Bild 9) in metrischen Größen erhältlich. Diese Gleitlager sind selbstschmierend und wartungsfrei und bieten dank ihrer geringen Reibung eine lange Gebrauchsdauer. Trotz ihrer kompakten Bauform können sie hohe radiale Belastungen aufnehmen und sind für relativ langsame Dreh- oder Schwenkbewegungen geeignet. Sie gewährleisten eine gute Maßhaltigkeit und Wärmeleitfähigkeit.

PTFE-Composite-Gleitlager haben einen Stahlblechrücken, auf den eine 0,2 bis 0,4 mm dicke, poröse Schicht aus Zinnbronze gesintert wurde (Bild 10). In die Poren der Sinterschicht wird zudem eine Mischung aus Polytetrafluorethylen (PTFE) und Molybdändisulfid-Zusätzen eingewalzt. Diese zusätzliche 5 bis 50 μm dicke Einlaufschicht kombiniert auf optimale Weise die mechanischen Eigenschaften der aufgesinterten Zinnbronzeschicht und die hervorragenden Gleit- und Schmiereigenschaften des PTFE-Gemischs.

Einlaufphase
Während einer kurzen Einlaufphase werden ständig Mikropartikel des PTFE-Werkstoffs aus der Einlaufschicht auf die Gegenlaufflächen übertragen. Dadurch stellen sich nach dem Einlaufen die Eigenschaften dieser Gleitlager ein: geringer Verschleiß und geringe Reibung.

POM-Composite-Gleitlager
SKF POM-Composite-Gleitlager sind als Buchsen (Bild 11) in metrischen Größen und mit Zollabmessungen erhältlich. Dank Taschen in der Gleitfläche eignen sich diese Gleitlager für Anwendungsfälle, die bei schwierigen Betriebsbedingungen minimale Wartung erfordern, z. B. in verunreinigten Umgebungen, bei denen Schmierstoff nicht kontinuierlich oder häufig zugeführt werden kann. Die Schmierstofftaschen sollten daher vor dem Einbau gefüllt werden. Trotz ihrer kompakten Bauweise können POM-Composite-Gleitlager hohe Radialbelastungen aufnehmen und sind weniger empfindlich gegenüber Schiefstellungen. Sie sind für langsame Dreh- oder Schwenkbewegungen sowie lineare Bewegungen geeignet.

POM-Composite-Gleitlager haben einen Stahlblechrücken, auf den eine 0,2 bis 0,4 mm dicke Schicht aus Zinnbronze gesintert wurde. Hauptmerkmal dieser Gleitlager ist ihre relativ dicke (etwa 0,25 bis 0,45 mm) Deckschicht aus Polyacetal (Polyoxymethylen, POM) mit Zusätzen. Diese mit Schmierstofftaschen versehene Deckschicht ist fest mit der aufgesinterten Zinnbronzeschicht verbunden (Bild 12).
Durch die Dicke der Deckschicht sind diese Gleitlager weniger empfindlich gegen Fluchtungsfehler und die damit verbundenen Kantenbelastungen.
PTFE-Polyamid-Gleitlager
SKF PTFE-Polyamid-Gleitlager sind in metrischen Größen als Buchsen (Bild 13) und Bundbuchsen (Bild 14) erhältlich. Diese kosteneffizienten, selbstschmierenden und wartungsfreien Gleitlager wurden für den schmierungsfreien Betrieb entwickelt. Durch Schmierung lässt sich die Leistung jedoch steigern. Trotz ihrer dünnwandigen Bauform sind PTFE-Polyamid-Gleitlager verschleißfest und können mittlere Belastungen aufnehmen. Ihre kompakte Bauweise sorgt für eine gute Wärmeableitung und daher für relativ hohe Gleitgeschwindigkeiten.
Faserverbund-Gleitlager
SKF Faserverbund-Gleitlager sind als Buchsen (Bild 15) in metrischen Größen erhältlich. Sie zeichnen sich durch beste Gleiteigenschaften aus, und die reibungsarme Gleitfläche benötigt keinen zusätzlichen Schmierstoff. Schmierstoff schützt allerdings vor Verunreinigungen und hat keine negativen Auswirkungen. Diese Gleitlager nehmen hohe Belastungen und Schwingungen auf und gewähren selbst unter extremen Bedingungen und in korrosiven Umgebungen einen wartungsfreien Betrieb.
Allerdings weisen Faserverbund-Gleitlager nur eine begrenzte Fähigkeit auf, Fremdteilchen in den Werkstoff einzubetten. SKF empfiehlt daher, die Gleitfläche vor dem Eindringen von Verunreinigungen zu schützen (Gestaltung der Gleitlageranordnungen), wenn das Gleitlager in stark verunreinigten Umgebungen eingesetzt werden soll.
SKF Faserverbund-Gleitlager sind oft in den gleichen Abmessungen wie Bronze- oder Stahl-Gleitlager erhältlich und daher austauschbar. Sie können an allen Seiten, außer der Gleitfläche, nach allgemein üblichen Verfahren bearbeitet werden. Um den Einbau zu erleichtern, kann die Buchse mithilfe einer diamantbeschichteten Trennscheibe längs in zwei Hälften geteilt werden. Hierbei ist ausreichend Kühlflüssigkeit zu verwenden, damit der Werkstoff nicht überhitzt und dadurch unbrauchbar gemacht wird.

SKF Faserverbund-Gleitlager bestehen aus einem selbstschmierenden, zweischichtigen Verbundwerkstoff. Die einzigartige Gleitflächenschicht besteht aus hochfesten Polyesterfasern und PTFE (Polytetrafluorethylen). Die mit der Gleitschicht fest verbundene äußere Tragschicht besteht aus hochfesten Glasfasern. Beide Schichten werden aus Endlosfasern im Kreuzmuster gewickelt (Bild 16). Der Zusammenhalt von Träger und Gleitschicht wird durch eine Matrix aus Epoxidharz gewährleistet.
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