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Bearbeitungsfähigkeit von Verbundwerkstoffen

Mit Ausnahme der Gleitschicht können SKF Composite-Gleitlager mit herkömmlichen Verfahren bearbeitet werden. 

Wenn Gleitlager eine schmälere Breite als das Standardmaß haben sollen, lässt sich diese am einfachsten durch Drehen erzielen. Darüber hinaus können Schmierlöcher gebohrt werden. Grate sind allerdings zu entfernen, besonders von der Gleitfläche. 

Bandstreifen können durch Biegen, Pressen, Schneiden oder Bohren an den jeweiligen Anwendungsfall angepasst werden. Beim Schneiden oder Bohren empfiehlt SKF, von der Gleitflächenseite aus zu arbeiten, um die Erzeugung von Graten in der Gleitschicht zu vermeiden. 

Metallflächen, die im Zuge der Bearbeitung freigelegt werden, müssen vor Korrosion geschützt werden. 

Bearbeitung der Bohrung von PTFE-Composite-Gleitlagern

PTFE-Composite-Gleitlager sind einbaufertig. Jegliche Größenänderung der Bohrung, d. h. der Gleitfläche, verkürzt die Gebrauchsdauer der Gleitlager und sollte nur in Ausnahmefällen vorgenommen werden. Wenn eine Bearbeitung der Bohrung erforderlich ist, sollte die Bohrung angepasst und kalibriert werden. Da verschiedene Kriterien wie Werkstoff und Wandstärke des Gehäuses sowie die Abweichung der Zylinderform berücksichtigt werden müssen, empfiehlt SKF die Verwendung eines Kalibrierdorns, um die Bohrung zu vergrößern (Bild 1). Nach der Größenänderung sind vor der endgültigen Produktfreigabe Bohrungs-Erweiterungstests sowie Praxistests durchzuführen. Wenn der Kalibrierdorn bearbeitet wird, sollte sein Durchmesser dk nach einem ersten Bearbeitungsschritt um 60 bis 80 μm größer sein als der Höchstwert, der in der Spalte „Bohrungsdurchmesser des montierten Gleitlagers“ in Tabelle 1 für metrische oder in Tabelle 2 für zöllige PTFE-Composite-Gleitlager angegeben ist.

Richtwerte für das erforderliche Übermaß des Kalibrierdorns als Funktion der gewünschten Erweiterung der Gleitlagerbohrung für verschiedene Bohrungsdurchmesser können Diagramm 1 entnommen werden. Dieses Diagramm basiert auf Tests mit Gleitlagern verschiedener Größen und eignet sich für Gleitlager, die in einem Gehäuse mit einem Außendurchmesser DG = 2 x Gleitlageraußendurchmesser D (Bild 1) montiert sind. Sollten Dornerweiterungstests ergeben, dass die Bohrung zu groß ist, müssen der Dorn nachgeschliffen und die Tests mit neuen Gleitlagern wiederholt werden.

Bearbeitung der Bohrung von POM-Composite-Gleitlagern

Gleitlager aus POM-Composite sind einbaufertig. Bei Bedarf kann die Gleitlagerbohrung vergrößert werden, wenn das Gleitlager im Gehäuse sitzt. Nach der Bearbeitung der Bohrung sollte die Gleitfläche einen Ra-Wert von max. 2,5 μm aufweisen. Die nachstehenden Empfehlungen für die Bearbeitung liefern beste Ergebnisse, sofern für die Zerspanung ein polykristallines Diamantwerkzeug verwendet wird:

  • Zerspanungsgeschwindigkeit > 150 m/min 
  • geringe Zufuhrgeschwindigkeit (0,05 bis 0,1 mm/Umdrehung)
  • Schnitttiefe 0,1 mm

Um eine übermäßige Erhitzung des Polyacetals zu verhindern und die beim Bearbeiten entstehenden Späne zu entfernen, ist dem Gleitlager bei jedem Bearbeitungsvorgang kontinuierlich Druckluft bei geringem Druck zuzuführen.

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