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Montage

Beim Einbau sind Sachkenntnis und Sorgfalt unerlässlich, um eine lange Lagerlebensdauer zu gewährleisten. Darüber hinaus ist es hilfreich, auf Sauberkeit zu achten und sich der Ursachen für vorzeitigen Lagerausfall bewusst zu sein.
Achten Sie darauf, dass die Gegenlauffläche (Wellensitz) und andere Komponenten wie z. B. das Gehäuse sauber und gratfrei sind und keine abrasiven Partikel enthalten. Prüfen Sie auch den Zustand der Welle, damit die Buchsengleitschicht nicht durch scharfe Kanten, Grate usw. beschädigt wird. Nachdem alle Komponenten gereinigt und geprüft worden sind, ist die Buchse fertig zum Einbau.
Für den Einbau von Buchsen, mit oder ohne Flansch, empfiehlt SKF die Verwendung eines Einpressdorns, vor allem für Composite- (Bild 1) und Faserverbund- (Bild 2) Gleitlager. Hierfür setzen Sie einen O-Ring auf den Dorn, um das Gleitlager in Position zu halten. Dann pressen Sie das Gleitlager mit einer mechanischen oder hydraulischen Presse an seinen Platz, oder Sie schlagen mit einem Hammer leicht auf den Dorn. Um den Einbau kleiner Gleitlager zu erleichtern, schmieren Sie die Gehäusebohrung leicht mit Öl oder Schmierfett.
Bei größeren Gleitlagern empfiehlt SKF die Verwendung eines Einbaurings (Bild 3), da dieser das Gleitlager beim Einpressen ausrichtet und zentriert. Beim Einbau größerer Gleitlager ist eine Festschmierstoffpaste wie z. B. die SKF Montagepaste LGAF 3E zu verwenden, wodurch die Fressneigung verringert und die Einpresskräfte herabgesetzt werden. SKF empfiehlt außerdem das Unterkühlen der Gleitlager, vor allem bei größeren Ausführungen und entsprechend hohen Einbaukräften.
Grundsätzlich dürfen beim Einbau von Faserverbund-Gleitlagern weder die Gleitschicht noch die Stirnfläche beschädigt werden.
Um den Einbau von Faserverbund-Gleitlagern zu erleichtern, kann das Lager mithilfe einer diamantbeschichteten Trennscheibe längs in zwei Hälften geteilt werden. Hierbei ist ausreichend Kühlflüssigkeit zu verwenden, damit der Werkstoff nicht überhitzt und dadurch unbrauchbar gemacht wird.
Composite- und gerollte Bronze-Gleitlager, die im Betrieb sehr hoch belastet sind, müssen so eingebaut werden, dass die Stoßfuge um 90° zur späteren Lastzone versetzt ist (Bild 4), da ansonsten die Gebrauchsdauer herabgesetzt wird.
Die Position der Schmiernut bei massiven Bronze-Gleitlagern richtet sich danach, ob es sich um eine Schwenk- oder Drehbewegung handelt. Bei letzterer ist auch zu beachten, ob mit Öl oder Fett geschmiert wird (Bild 5).
Beim Einbau sind die Anlaufscheiben so zu positionieren, dass der Stahlrücken an der Gehäusewand anliegt.
Wenn Composite-Gleitlager, z. B. Bandstreifen, durch Kleben im Gehäuse befestigt werden sollen, ist bei der Wahl des Klebstoffs darauf zu achten, dass sich dieser für die zu erwartenden Betriebstemperaturen eignet und hinsichtlich Ausdehnungsverhalten, Beständigkeit, Festigkeit und Aushärtung den Anforderungen entspricht. Liegen keine Betriebserfahrungen vor, empfiehlt SKF, sich von einem Klebstoffhersteller beraten zu lassen. Beim Einkleben der Lager darf keinesfalls Klebstoff auf die Gleitfläche gelangen.
SKF Sinterbronze-Gleitlager sind mit Schmierstoff imprägniert und sollten daher bis direkt vor dem Einbau in ihrer Originalverpackung aufbewahrt werden. Das Gleitlager darf niemals mit saugfähigen Materialien in Verbindung kommen, die das in den Poren gespeicherte Öl aufsaugen. Andernfalls kann es zur Ableitung des imprägnierten Öls kommen.
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