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Axiale Befestigung der Lager

Für Zylinderrollenlager als Führungs- bzw. Festlager gilt:

Um einen Lagerring axial festzulegen, reicht eine feste Passung nicht aus. Normalerweise muss eine geeignete Sicherungsvorrichtung verwendet werden, um den Ring festzulegen.

Bei Festlagern müssen beide Lagerringe auf beiden Seiten axial festgelegt werden. Lagerringe mit fester Passung werden im Allgemeinen an einer Seite durch eine Wellen- oder Gehäuseschulter abgestützt. Innenringe müssen axial am gegenüberliegenden Ende durch eine der folgenden Optionen gesichert werden:

  • Ein am Wellenende verschraubtes Blech (Bild 1)
  • Eine Abstandshülse zwischen Ring und der benachbarten Maschinenkomponente (Bild 2)
  • Ein Sicherungsring (Sprengring)

Außenringe werden in der Regel durch den Deckel der Gehäusebohrung gestützt (Bild 1 und Bild 2).

Für Zylinderrollenlager als Loslager gilt:

Bei Loslagern wird dagegen nur der Außenring (der normalerweise eine feste Passung aufweist) axial befestigt; der Innenring muss sich axial auf der Welle verschieben können (Bild 3).
Dabei ist bei Lagern mit radial geteiltem Außenring der Reihe GEP (Bild 4) zu beachten, dass unter rein radialer Belastung Spreizkräfte auftreten, deren axiale Komponenten auf die Gehäusedeckel wirken. Die Axialbelastung je Deckel kann bis zu 30 % der auftretenden Radialbelastung betragen. Dies muss bei der Dimensionierung des Gehäusedeckels und bei der Festlegung von Größe und Anzahl der Schrauben berücksichtigt werden.
Sind Wellen- oder Gehäuseschultern aus Fertigungs- oder Montagegründen nicht erwünscht, können auch Abstandshülsen oder -ringe zwischen dem festzulegenden Lagerring und einem benachbarten Maschinenteil eingebaut werden (Bild 5). Die axiale Befestigung von selbsthaltenden Lagern mit Hilfe von Sicherungsringen ist platzsparend, ermöglicht einen schnellen Ein- und Ausbau und vereinfacht die Bearbeitung der Lagersitze. Wenn größere Axialkräfte zu übertragen sind, wird zwischen Lagerring und Sicherungsring ein Stützring angeordnet (Bild 6), damit der Sicherungsring nicht zu stark durch Biegemomente beansprucht wird.
Zum Festsetzen des Lagers können bei einer konstanten radialen Breite gemäß DIN 471:1981 oder DIN 472:1981 Sicherungsringe (Sprengringe) verwendet werden.

Anschlussmaße

Die Anschlussmaße müssen so ausgelegt sein, dass:

  • eine ausreichend große Aufspannfläche für den Lagerring verfügbar ist.
  • die beweglichen Komponenten der Lageranordnung keine festliegenden Komponenten berühren können.
  • der Rundungsradius kleiner als der Kantenabstand des Lagers ist.
In den Produkttabellen sind geeignete Anschlussmaße (Bild 7) für die einzelnen Lager angegeben. Der Übergang vom Lagersitz zur Wellen- bzw. Gehäuseschulter kann mit einer Rundung (Bild 8) oder einer Hohlkehle (Bild 9) ausgeführt werden. Richtwerte für ramax and rbmax sind in den Produkttabellen angegeben.
Abmessungen für Hohlkehlen sind in Tabelle 1 aufgeführt.
Die Spannungsverteilung einer abgesetzten Welle ist um so günstiger, je größer der Radius der Rundung (in der einfachen Form) am Übergang zur Wellenschulter ist.
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