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Ergänzen der Fettfüllung

Wie bereits einleitend im Abschnitt Schmierung festgestellt, sollte ein Lager bei der Montage ganz mit Fett gefüllt werden und der freie Raum daneben nur zum Teil. In Abhängigkeit vom gewählten Verfahren zur Ergänzung der Fettfüllung empfiehlt es sich, für den Freiraum an der Lagerstelle einen
  • Füllgrad von 40 % vorzusehen, wenn das Fett von der Seite des Lagers zugeführt wird (Bild 1).
  • Füllgrad von 20 % vorzusehen, wenn das Fett über eine Ringnut und Schmierlöcher im Innen- oder Außenring des Lagers zugeführt wird (Bild 2).
Die erforderlichen Fettmengen für das Nachfetten von der Lagerseite aus finden Sie in

Gp = 0,005 D B

und für das Nachfetten durch den Lagerinnenring. bzw. Lageraußenring in

Gp = 0,002 D B

Hierin sind
Gp
=die erforderliche Fettmenge [g]
=die Gesamtbreite des Lager, bei Kegelrollenlagern die Breite T und bei Axiallagern die Höhe H, mm
D=Lageraußendurchmesser [mm]
Um die Fettzufuhr mit Hilfe einer Schmierpresse möglich zu machen, muss am Lagergehäuse ein Schmiernippel vorhanden sein. Im Fall von Berührungsdichtungen ist dafür zu sorgen, dass über eine Fettaustrittsöffnung das überschüssige Schmierfett aus der Lagerstelle austreten kann, weil es sonst zu Fettstau kommt (Bild 1 und Bild 2). der die Lagertemperatur nachhaltig erhöht. Diese Fettaustrittsöffnung sollte jedoch verschlossen werden, wenn z.B. die Lagerung mit einem Wasserstrahl gereinigt wird.
Fettstau im Lagerraum kann einen starken Temperaturanstieg mit nachteiligen Auswirkungen auf das Schmierfett und das Lager selbst bewirken. Diese Gefahr besteht am ehesten bei schnell umlaufenden Lagern. In diesem Fall empfiehlt es sich, einen Fettmengenregler zusammen mit der Fettaustrittsöffnung vorzusehen. Dieser Fettmengenregler verhindert ein Überschmierung und erlaubt eine Nachschmieren bei laufender Maschine. Der Fettmengenregler besteht im Wesentlichen aus einer mit der Welle umlaufenden Reglerscheibe, die mit dem Gehäusedeckel einen schmalen Spalt bildet (Bild 3). Überschüssiges und verbrauchtes Schmierfett wird von der Scheibe in den Spalt mitgenommen, in einen Ringkanal im Gehäusedeckel abgeschleudert und durch eine Auslassöffnung nach unten aus dem Gehäuse gedrängt.
Nähere Angaben über Konstruktion und Abmessungen von Fettmengenreglern erhalten Sie auf Anfrage vom Technischen SKF Beratungsservice.
Um sicherzugehen, dass das neue Fett tatsächlich das Lager erreicht und das alte Schmierfett verdrängt, sollte der Schmierkanal im Gehäuse das Schmierfett in die Nähe der Außenring-Stirnseite bringen (Bild 5 und Bild 6) oder, noch besser, direkt in das Lager. Um eine wirkungsvolle Schmierung sicherzustellen, haben einige Lagerarten, z.B. Pendelrollenlager, serienmäßig eine Umfangsnut und/oder mehreren Schmierbohrungen im Innen- oder Außenring (Bild 2 und Bild 5).
Um das verbrauchte Fett wirksam verdrängen zu können, sollte die Maschine während des Ergänzens der Fettfüllung in Betrieb sein. Bei stillstehender Maschine muss, wenn möglich, während der Fettergänzung, z.B. die Welle von Hand gedreht werden. Wenn das Nachschmieren über den Innen- oder Außenring möglich ist, kann mit dem frischen Fett das verbrauchte Fett am besten aus dem Lager verdrängt werden. Deshalb ist in diesem Fall die erforderliche Fettmenge auch deutlich geringer als beim Nachschmieren von der Seite, vorausgesetzt, die Schmierkanäle wurden bereits beim Einbau vollständig mit Fett gefüllt. Ist dies nicht der Fall, muss bei der erstmaligen Ergänzung der Fettfüllung eine entsprechend größere Fettmenge eingebracht werden.
Bei relativ langen Schmierkanälen ist außerdem auf eine ausreichende Förderbarkeit des vorgesehenen Schmierfetts im gesamten Umgebungstemperaturbereich zu achten.
Wenn der freie Raum an der Lagerstelle zu etwa 75 % gefüllt ist und kein Fett mehr aufnehmen kann, ist das Fett komplett auszutauschen. Beim Nachschmieren von der Seite und einem anfänglichen Füllgrad von 40 % des freien Raums sollte das Schmierfett etwa nach jeder fünften Ergänzung komplett ausgetauscht werden. Bei Lagerungen, die über den Innen- oder Außenring mit Fett ergänzt werden, ist aufgrund der geringen Initialfüllmenge und der geringen Ergänzungsmengen eine komplette Erneuerung der Fettfüllung nur in Ausnahmefällen erforderlich.
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