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Feststellen der erreichten Passung

Es können verschiedene Verfahren benutzt werden, um die Festigkeit der Passung zu überprüfen:
  • Messen der Radialluftminderung
  • Messen des Muttern-Anzugswinkels
  • Messen des axialen Verschiebewegs
  • Messen der Innenring-Aufweitung
Bei Pendelkugellagern kann die Reduzierung der Lagerluft auch durch Schwenken des Außenrings überprüft werden (→ Einbau von Lagern mit kegeliger Bohrung).
Messen der Radialluftminderung
Das Verfahren der Radialluftmessung mit Fühlerlehre vor und nach dem Einbau wird oft bei mittleren und großen Pendelrollenlagern und CARB Toroidalrollenlagern angewendet. Richtwerte zur Reduzierung der Lagerluft, die für eine feste Passung erforderlich sind, sind in den entsprechenden Produktabschnitten aufgeführt.

Vor dem Einbau sollte die Lagerluft zwischen dem Außenring und der obersten Rolle gemessen werden (Bild 1). Nach dem Einbau ist die Lagerluft, je nach Lagerausführung, zwischen dem Innen- oder Außenring und der untersten Rolle zu messen (Bild 2).

Vor dem Messen ist der Innen- oder Außenring einige Male zu drehen. Außerdem müssen die Lagerringe und der Rollensatz zentrisch gegeneinander ausgerichtet sein.

Bei großen Lagern, insbesondere bei solchen mit dünnwandigem Außenring, kann die Genauigkeit der Lagerluftmessung durch die vom Lagergewicht herrührende elastische Verformung der Ringe oder durch die zum Durchziehen der Fühlerlehren-Messblättchen zwischen Lagerring und Rollen erforderliche Kraft beeinflusst werden. Zur Ermittlung der „wirklichen“ Lagerluft vor und nach dem Einbau kann das folgende Verfahren angewendet werden (Bild 3):
  1. Die Lagerluft “c” in 12-Uhr-Stellung am stehenden Lager bzw. in 6-Uhr-Stellung am auf einem Wellenzapfen aufgesetzten Lager messen.
  2. Die Lagerluft “a” in der 9-Uhr-Stellung und die Lagerluft “b” in der 3-Uhr-Stellung messen, ohne die Lagerringe zu drehen.
  3. Anhand der Messwerte die “wirkliche” Lagerluft mit ausreichend Genauigkeit ermitteln aus 0,5 (a + b + c).
Messen des Muttern-Anzugswinkels
Das Messen des Muttern-Anzugswinkels ist ein bewährtes Verfahren beim Einbau kleiner bis mittlerer Lager (d ≤ 120 mm) auf kegeligen Sitz. Richtwerte für den Muttern-Anzugswinkel α sind in den entsprechenden Produktabschnitten aufgeführt.

Vor dem eigentlichen Anziehen der Mutter ist das Lager soweit auf seinen kegeligen Sitz zu schieben, bis es am gesamten Umfang fest sitzt. Durch Anziehen der Mutter um den empfohlenen Winkel α (Bild 4) wird das Lager um den erforderlichen axialen Verschiebeweg auf dem kegeligen Sitz aufgeschoben. Der Lagerinnenring weist dann den erforderlichen festen Sitz auf. Abschließend sollte die verbliebene Endluft im Lager überprüft werden.
Messen des axialen Verschiebewegs
Das Messen des axialen Verschiebewegs des Innenrings gegenüber dem kegeligen Lagersitz ist ein sehr gebräuchliches Verfahren. Richtwerte für den axialen Verschiebeweg sind in den entsprechenden Produktabschnitten aufgeführt.

Für mittlere und große Lager wird jedoch der Einsatz des verbesserten SKF Drive-up-Verfahrens empfohlen. Damit lässt sich die erforderliche feste Passung auf einfache Weise besonders zuverlässig erzielen, Der richtige Einbau wird durch Messung der axialen Verschiebung gegenüber der Ausgangslage eines Lagers bestimmt. Für das SKF Drive-up Verfahren sind eine SKF Hydraulikmutter (1) mit Messuhr (2) und eine Ölpumpe (3) mit einem speziell geeichtem Manometer (4) erforderlich (Bild 5). Die Hilfsmittel müssen auf die Lagergröße abgestimmt sein.

Das SKF Drive-up-Verfahren ist in zwei Montageschritte unterteilt (Bild 6):
  • Schritt 1
    Durch einen bestimmten, für jedes einzelne Lager festgelegten Öldruck in der Hydraulikmutter wird das Lager von einer unbestimmten Nullposition in eine definierte Startposition auf den kegeligen Sitz geschoben.
  • Schritt 2
    Durch Erhöhung des Öldrucks in der Hydraulikmutter wird das Lager von der Startposition weiter auf den kegeligen Sitz in Endposition geschoben. Der Verschiebeweg ss wird dabei mit der in der Hydraulikmutter montierten Messuhr gemessen.
Richtwerte für den erforderlichen Öldruck und den axialen Verschiebeweg stehen für jedes einzelne Lager unter skf.com/mount oder SKF Drive-up Method Program zur Verfügung.
Messen der Innenring-Aufweitung
Das Messen der Innenringaufweitung ist ein zuverlässiges Verfahren zur schnellen und genauen Montage von großen Pendelrollenlagern und CARB Toroidalrollenlagern mit kegeliger Bohrung (d ≥ 340 mm, je nach Baureihe. Um dieses sogenannte SensorMount-Verfahren anwenden zu können, werden die Lager mit einem am Innenring befestigten Sensor und einem Messwertaufnehmer, der die Innenringaufweitung anzeigt, geliefert. Die Lager selbst werden mit den üblichen Montagewerkzeugen auf den kegeligen Lagersitz gepresst (Bild 7). Einflussgrößen, die sonst von Bedeutung sind, wie z.B. die Lagergröße, die Oberflächenglättung, der Werkstoff bzw. die Ausführung der Wellen, hohl oder voll, können unberücksichtigt bleiben.

Ausführliche Informationen über das SensorMount-Verfahren sind beim Technischen SKF Beratungsservice anzufragen.
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