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Einbau

Bei der Handhabung von Pendelrollenlagern kann es zu einem axialen Versatz der Lagerringe bzw. des Rollensatzes aus der Mittellage kommen. Dies gilt im besonderen bei der Montage von Lagern auf Wellen bzw. in Gehäusen, die senkrecht ausgerichtet sind:
  • Der Innen- oder Außenring verschiebt sich zusammen mit dem Rollensatz nach unten bis die Lagerluft aufgebraucht ist.
  • Bei fester Passung auf der Welle oder im Gehäuse kann es durch Aufweiten oder Zusammendrücken der Lagerringe zu Verspannungen kommen.

Daher, wo immer möglich:

  • Montieren Sie Pendelrollenlager nur auf waagrecht ausgerichteten Wellen bzw. in entsprechend ausgerichteten Gehäusebohrungen.
  • Drehen Sie während der Montage einige Male den Innen oder Außenring, damit sich die Ringe und der Rollensatz zentrisch ausrichten können.
    Ist dies nicht möglich, muss ein entsprechender Montagehalter verwendet werden, der die Lagerringe und den Rollensatz in Position hält.
Einbau von abgedichteten Lagern
Mit Rücksicht auf die Fettfüllung und den Dichtungswerkstoff sollen die Lager nicht über 80 °C erwärmt werden. Sollten höhere Anwärmtemperaturen erforderlich sein, ist darauf zu achten, dass die für Fettfüllung und Dichtung zulässigen Temperaturobergrenzen nicht überschritten werden.
Einbau von Lagern mit kegeliger Bohrung
Lager mit kegeliger Bohrung werden mit fester Passung eingebaut. Geeignete Verfahren zur Bestimmung der korrekten Festigkeit der Passung sind:
  1. Messen der Radialluftminderung (Tabelle 1)
  2. Messen des Muttern-Anzugswinkels (Tabelle 1)
  3. Messen des axialen Verschiebewegs (Tabelle 1)
  4. Anwenden des SKF Drive-up-Montageverfahrens (→ SKF Drive-up Verfahren)
    Für Lager ab ca. 100 mm Bohrungsdurchmesser empfiehlt SKF die Anwendung des SKF Drive-up Montageverfahrens, da es sicher und genau ist sowie die Montagezeiten erheblich verkürzt.
  5. Messen der Innenring-Aufweitung (→ SensorMount-Verfahren)

Ausführliche Informationen über diese Einbauverfahren enthält der Abschnitt Einbau bzw. das SKF Service Handbuch.
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