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Fettgebrauchsdauer und Schmierfristen

Auf die Fettgebrauchsdauer wirken sich mehrere Faktoren aus; einige davon lassen sich nur extrem schwer für die jeweilige Anwendung berechnen. Daher wird in der Regel eine geschätzte Fettgebrauchsdauer verwendet, die sich auf empirische Grundlagen stützt.
Das geschätzte Nachschmierintervall für fettgeschmierte Lager basiert auf der geschätzten Fettgebrauchsdauer. Hierfür können verschiedene Methoden verwendet werden, SKF empfiehlt jedoch die folgende Methode zur möglichst genauen Schätzung bei Hochgenauigkeitslagern der Reihe „Super-Precision Bearings“.
Diagramm 1 zeigt das Nachschmierintervall tf für Hochgenauigkeitslager der Reihe „Super-Precision Bearings“ in unterschiedlichen Ausführungen. Das Diagramm gilt unter den folgenden Bedingungen:
  • Lager mit Wälzkörpern aus Stahl
  • waagerecht angeordnete Welle
  • Betriebstemperatur ≤ 70 °C
  • Qualitätsfett mit Lithium-Verdickungsmittel
  • Das Nachschmierintervall ist definiert als die Zeit, nach der 90 % einer größeren Gruppe weitgehend identischer Lager noch zuverlässig geschmiert werden (L10).
Bei Bedarf ist das gemäß Diagramm 1 berechnete Nachschmierintervall mit Korrekturfaktoren für Lagertyp, Ausführung und Betriebsbedingungen anzupassen. Das Nachschmierintervall kann wie folgt angenähert ermittelt werden

Trelub = tf C1 C2 … C8
Die Kennlinien für Schrägkugel- und Axiallager gelten ausschließlich für Einzellager. Werte für zusammengepasste Lagersätze sollten an die jeweilige Anordnung, die Anzahl der Lager im Satz und die Vorspannung angepasst werden. Dies erfolgt durch Multiplizieren des Nachschmierintervalls mit dem Faktor C1 (Tabelle 1). Bei Sätzen mit mehr als vier Lagern empfiehlt es sich, die Technische SKF Beratung einzuschalten.
Für Hybridlager lässt sich die geschätzte Fettgebrauchsdauer bestimmen, indem der rechnerische Wert für ein Lager mit Wälzkörpern aus Stahl mit dem Korrekturfaktor C2 (Tabelle 2) multipliziert wird.
Je nach Betriebsbedingungen sollte das Nachschmierintervall mit den einzelnen zutreffenden Korrekturfaktoren von C3 bis C8 (Tabelle 3) multipliziert werden.
Weitere Bedingungen – die hier nicht berücksichtigt sind – wie Wasser, Schneidflüssigkeit und Schwingungen können die Fettgebrauchsdauer ebenfalls beeinflussen.
Werkzeugmaschinenspindeln arbeiten häufig mit variierenden Drehzahlen, Belastungen und Betriebstemperaturen. Ist das Drehzahl- bzw. Belastungsspektrum bekannt und ausreichend zyklisch, lässt sich das Nachschmierintervall für jedes Drehzahl- bzw. Belastungsintervall wie oben beschrieben einschätzen. Ein Nachschmierintervall für den gesamten Betriebszyklus lässt sich dann wie folgt berechnen:

tf tot = 100 / Σ(ai/tfi)

Hierin sind
tf tot=Gesamtnachschmierintervall [Stunden]
Hierin ist ai=Anteil der Gesamtzykluszeit bei Drehzahl ni [%]
tfi=Nachschmierintervall bei Drehzahl ni [Stunden]
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