Cookies auf der SKF Webseite

Wir von SKF verwenden Cookies auf unserer Website, um die angezeigten Informationen optimal auf die Interessen der Besucher abzustimmen, wie z. B. auf die bevorzugte Länder- oder Sprachwahl.

Sind Sie mit der Verwendung von SKF Cookies einverstanden?

Ausführung der Dichtlippe

Form und Konstruktion einer Dichtlippe basieren auf dem Know-how, das SKF durch Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sowie durch umfangreiche praktische Erfahrungen infolge der engen Zusammenarbeit mit Anwendern gewinnen konnte. Der Abstand zwischen Dichtlippe und Dichtungsrückseite, die Stärke des flexiblen Teils, der Winkel der Lippe (Bild 1) und die Federspannung – alle sind so aufeinander abgestimmt, dass der durch die Zugfeder ausgeübte Druck für eine zufriedenstellende Abdichtung zwischen Dichtlippe und Gegenlauffläche sorgt.
Die Dichtlippen der SKF Radial-Wellendichtringe werden aus mehreren Werkstoffen in zwei Hauptbauformen gefertigt. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt Material für Dichtlippen. Die beiden wichtigsten Dichtlippenausführungen unterscheiden sich in der Konstruktion der Dichtlippenkante. Die „herkömmliche“ Dichtlippe (Bild 2) hat eine gerade Kante, während die SKF WAVE-Dichtlippe (Bild 3) mit hydrodynamischen Dichthilfen geformt wird, wodurch die Lippe auf der Gegenlauffläche sinusförmig verläuft.
Die SKF WAVE-Dichtungen stellen eine der bedeutendsten Weiterentwicklungen auf dem Gebiet der Radial-Wellendichtringe dar. Die Dichtlippe ist formgepresst; ihre spezielle Form bewirkt eine axiale Relativbewegung der Dichtlippe gegenüber der Lauffläche und verleiht ihr hydrodynamische Eigenschaften. Die SKF WAVE-Dichtungen eignen sich für beide Drehrichtungen, sie pumpen den Schmierstoff zur Lagerstelle zurück und weisen Verunreinigungen ab. Der sinusförmige Verlauf der Dichtlippe (Bild 4) vergrößert wesentlich den Laufflächenbereich und verringert gleichzeitig die spezifische Flächenpressung in der Dichtlippenkontaktzone.
Dadurch sind SKF WAVE-Dichtungen bis zu 20% reibungsärmer (Diagramm 1) und erreichen bis zu 30% niedrigere Temperaturen (Diagramm 2) als herkömmliche Dichtlippenbauformen. Die verringerte Reibung und der sinusförmige Verlauf verhindern das Entstehen von tiefen Laufspuren auf der Gegenlauffläche und tragen zu einer erheblich längeren Gebrauchsdauer bei. SKF WAVE-Dichtungen empfehlen sich, wenn hohe Anforderungen an die Betriebssicherheit und die Gebrauchsdauer von Maschinen und Ausrüstungen gestellt werden.
SKF Dichtungen mit herkömmlicher zugfederbelasteter Dichtlippe erfüllen allgemeine Anforderungen, da sie auch bei extremen Betriebsbedingungen eine effektive Abdichtung gewährleisten. Zur Verstärkung der Dichtwirkung sind einige der SKF Radial-Wellendichtringe mit hydrodynamischen Dichthilfen an der Dichtlippe versehen. Diese sind, von der Bodenseite aus gesehen, entweder mit einem Rechtsdrall für die Drehrichtung der Welle im Uhrzeigersinn oder mit Linksdrall für die Drehrichtung der Welle im Gegenuhrzeigersinn ausgebildet. Die Wirksamkeit der hydrodynamischen Dichthilfe ist neben der konstruktiven Auslegung der Drallrippen u.a. abhängig von der Umfangsgeschwindigkeit, den Druckverhältnissen und den abzudichtenden Medien. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt Öl-Rückhaltevermögen.
SKF logo