SKF LubriLean Minimalmengen-Schmiersysteme (MMS)
Bei der MMS erfolgt die Schmierung zwischen Werkzeug und Werkstück durch das sogenannte Aerosol, d.h. durch Öltröpfchen, die in einem Luftstrom fein verteilt werden.
Durch die breite Einführung der MMS in der Produktion lassen sich die mit der Nassbearbeitung verbundenen betriebswirtschaftlichen und ökologischen Probleme vermeiden.
Technologische Unterscheidung:
Bei den volumetrisch dosierenden Systemen (1) werden Schmiermittel und Luft über koaxiale Leitungen zur Sprühdüse oder Mischstelle geführt. Dort wird der Schmierstoff durch die Druckluft zerstäubt und auf das Werkstück oder Werkzeug gebracht. Bei den kontinuierlich zuführenden Systemen (2) wird im Versorgungsaggregat ein Ölnebel erzeugt. Das Aerosol wird über eine Leitung zum Werkzeug oder Werkstück geführt.
Anwendungsspezifische Unterscheidung:
Bei der äußeren Minimalmengenschmierung wird das Aerosol von außen durch Düsen an die Schmierstelle geführt. Bei der inneren MMS wird das Aerosol durch das Werkzeug hindurch direkt auf die Schmierstelle gebracht.
Vorteile der Minimalmengen-Schmierung:
Reduzierung der Kosten
- Wegfall des Kühlschmiermittels
- Wegfall ganzer Werkzeugmaschinenkomponenten wie Schmierstofffilter und Aufbereitungsanlagen
- Keine Entsorgungskosten für Späne und Kühlschmierstoffe
- Wegfall der Werkstückreinigung
Höhere Produktivität
- Erhebliche Verkürzung der Fertigungszeit (30 bis 50%)
- Höhere Zerspanleistung
- Längere Werkzeugstandzeiten von bis zu 300%
- Zuverlässige Beherrschung der Fertigungsprozesse
Technologievorteil nutzen
- Lösungen für Erstausrüstung und Nachrüstung
- Abwechselnder Einsatz von Nass- und Trockenbearbeitung an einer Maschine ist möglich
- Bessere Oberflächengüte
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