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Software-Entwicklung für „Windenergie 4.0“: SKF und Boralex optimieren Instandhaltungsprozesse

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Im Windenergie-Park Vallée de l’Arce testen SKF und Boralex gerade das gemeinsam entwickelte Wind Reliability Dashboard (Fotos: Boralex).
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Die Software verknüpft die Zustandsüberwachung mit der Ersatzteillogistik (linkes Bild: Boralex).
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Das System stimmt die Ersatzteilbeschaffung auf die Restnutzungsdauer der Komponenten ab und optimiert dadurch letztlich den kompletten Instandhaltungsprozess – was wiederum die Gesamtbetriebskosten senkt.

2019 September 05, 10:00 CEST

SKF und Boralex arbeiten derzeit an einem „Wind Reliability Dashboard“, das Informationen aus den verschiedensten Quellen verarbeiten kann. Beispielsweise integriert das System sowohl Zustandsüberwachungsinfos als auch Produktionsdaten von Ersatzteilen. So hilft es den Betreibern von Windenergieanlagen, deren Effizienz zu optimieren, die Zuverlässigkeit zu steigern und die Vorhersagbarkeit von Fehlern zu verbessern.

Göteborg / Schweinfurt, den 05. September 2019

SKF und Boralex, Frankreichs größter unabhängiger Onshore-Windenergieversorger und außerdem Markführer in Kanada, entwickeln gerade ein Dashboard, das zur Effizienzsteigerung von Windenergieanlagen beitragen soll. Ziel ist es, laufende Kosten zu minimieren und den Betreibern detaillierte Entscheidungsgrundlagen für eine längerfristige Planung zu liefern. Zu diesem Zweck erfasst das System u. a. Daten aus Zustandsüberwachungssystemen, kalkuliert die geschätzten Restnutzungsdauern von Anlagenkomponenten mit ein und berücksichtigt außerdem die Lieferzeiten von Ersatzteilen.

Beim Wind Reliability Dashboard handelt es sich um eine konsequente Weiterentwicklung der bereits vorhandenen SKF Tools zur Zustandsüberwachung und vorausschauenden Instandhaltung. Neu daran ist, dass das System nun Betriebsdaten von sämtlichen rotierenden Komponenten in einer Turbine erfassen und analysieren kann. Dabei können diese Daten sowohl aus SKF Lösungen als auch aus anderen Condition Monitoring-Systemen (CMS) stammen.

Vielversprechender Feldtest
Derzeit wird das Dashboard von Boralex noch im Feld getestet. Dazu Jerôme Gardyn, CMS-Analytiker bei Boralex: „Wir haben bei jedem Entwicklungsschritt sehr eng mit den SKF Ingenieuren zusammengearbeitet; von der Definition der funktionalen Anforderungen über die eigentliche Kernentwicklung des Systems bis hin zu den ersten Zustandsprüfungen in der Praxis. Dadurch konnten wir SKF bei der Verfeinerung des Dashboard-Modells unterstützen.“

Aus dieser Zusammenarbeit ist nun eine Lösung hervorgegangen, die den momentanen Zustand einer Komponente mit ihrer modellspezifischen „Überwachungs-Historie“ abgleicht. Durch den aktuellen Vergleich mit vorhandenen Erfahrungswerten lässt die gesamte Datenbank genauere Rückschlüsse auf die verbleibende Lebensdauer der verbauten Komponente zu. Das wiederum optimiert das Risikomanagement und erlaubt den Übergang von einer intervallbasierten zu einer vorausschauenden Instandhaltung. Um auch diesen Prozess so effizient wie möglich zu gestalten, erfasst das Dashboard zusätzliche Informationen aus weiteren Wartungs- und sogar Logistiksystemen, damit die Ersatzteil-Lieferzeit mit der Restnutzungsdauer einer allmählich verschleißenden Komponente synchronisiert werden kann. Außerdem ist die Gemeinschaftsentwicklung von SKF und Boralex in der Lage, die Informationen über die entsprechenden Durchlaufzeiten und mittleren Betriebsdauern von verschiedensten Komponenten an Computerized Maintenance Management-Systeme weiterzureichen, mit deren Hilfe sich letztlich die gesamten Instandhaltungsabläufe systematisch optimieren lassen.

Blick nach vorn
Dazu Jonathan Day vom Analytics and Digitalization Development bei SKF in Aberdeen: „Viele Windparkbetreiber geraten unter Druck, weil die Förderung für immer mehr Anlagen ausläuft und die Strompreise für die Erneuerbaren Energien eine echte Herausforderung darstellen. Daher ist es von enormer Bedeutung, die Betriebskosten zu senken, um die Margen aufrechtzuerhalten. Aus diesem Grund haben wir mit dem Wind Reliability Dashboard ein Tool geschaffen, das den Betreibern helfen kann, die Effizienz ihrer Windparks zu verbessern. Beispielsweise ermöglicht es den Betriebs- und Geschäftsführungsteams, viel effektiver über maßgebliche Wartungs- und Planungsfragen zu kommunizieren: Als datengestützte Entscheidungshilfe erleichtert das Dashboard die Erkennung und Vorhersage von Problemen mit dem Antriebsstrang, vereinfacht die Ersatzteillogistik und minimiert außerdem die betrieblichen Risiken.“

Jan Levander, Projektmanager „Supply Chain 4.0“ bei SKF in Brüssel, fügt hinzu: „Wir haben das Dashboard per ,Supply Chain 4.0‘-Logik auch direkt mit unseren Ersatzteil-Verfügbarkeitsinformationen vernetzt. Das sichert und optimiert die Bestandsplanung, was im Endeffekt die Gesamtkosten senkt.“

Und Giannino Martin, stellvertretender Direktor für Operational Excellence bei Boralex in Lyon, schließt: „Wir sehen das Dashboard als eine effektive und innovative Methode zur Rationalisierung wichtiger Geschäftsprozesse. Die Zusammenarbeit mit SKF verschafft uns Zugang zu neuen, aufschlussreichen Daten. Diese Daten werden uns sicher helfen, unsere Betriebskosten zu senken und gleichzeitig die Zuverlässigkeit und Vorhersagbarkeit unserer Stromerzeugung zu erhöhen, sodass wir unseren Kunden einen noch besseren Service bieten können.“

Aktuelle Lösungen für die Windenergie-Branche präsentiert SKF in der Zeit vom 10. bis 13. September auf der Husum Wind. Besucher der Messe finden SKF am Stand 0F08.

Aktiebolaget SKF
    (publ)

Pressekontakt:
Dietmar Seidel, Leiter Technische Fachpresse Deutschland, Tel.: +49 (0)9721 / 56 - 28 43,
E-Mail: dietmar.seidel@skf.com

SKF strebt danach, unangefochtener Marktführer im Wälzlagergeschäft zu sein. Die Unternehmensgruppe bietet Lösungen rund um rotative Systeme – einschließlich Wälzlagern, Dichtungen, Schmiersystemen sowie Zustandsüberwachungs- und Instandhaltungsservices. SKF ist in mehr als 130 Ländern präsent und kooperiert weltweit mit rund 17.000 Vertriebspartnern. Im Jahr 2018 erwirtschaftete die Unternehmensgruppe einen Umsatz in Höhe von ca. 8,1 Mrd. Euro und beschäftigte 44.428 Mitarbeiter. www.skf.com
In Deutschland zählt SKF rund 6.600 Beschäftigte. Davon arbeiten ca. 4.100 in Schweinfurt, Hauptsitz der SKF GmbH und größter Produktionsstandort der Gruppe. www.skf.de
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