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Einbau von Lagern mit zylindischer Bohrung

Performance and operating conditionsBearing type and arrangementBearing sizeLubricationOperating temperature and speedBearing interfacesBearing executionSealing, mounting and dismounting

Selbsthaltende Lager

Bei selbsthaltenden Lagern wird im Allgemeinen zuerst der Ring eingebaut, der die festere Passung erfordert.

Nicht selbsthaltende Lager

Bei nicht selbsthaltenden Lagern werden der Innen- und der Außenring getrennt voneinander eingebaut. Dies vereinfacht den Einbau insbesondere dann, wenn beide Ringe eine feste Passung haben müssen. Um Schürfmarken auf den Laufbahnen zu vermeiden, ist beim Zusammenbau von Welle mit dem freien Lagerring und dem Gehäuse mit Außenring und Rollensatz besonders sorgfältig darauf zu achten, dass die Welle beim Einführen in den Rollensatz nicht verkantet wird. Bei der Montage von Zylinder- oder Nadelrollenlagern mit einem bordlosen Innenring oder mit nur einem Bord sollte eine Führungshülse verwendet werden (Bild 1). Der Außendurchmesser der Führungshülse muss dem Laufbahndurchmesser des Innenrings entsprechen und bei Zylinderrollenlagern nach Toleranz d10Ⓔ (Zylinderrollenlager) bzw. bei Nadellagern nach Toleranz 0/–0,025 mm bearbeitet sein.

Mechanische Montage

Wenn die Passung nicht fest genug ist, können kleine Lager mit leichten Hammerschlägen gegen ein Lagereinbauwerkzeug in ihre Position getrieben werden (Bild 2). Bei Verwendung des Lagereinbauwerkzeugs kann die Einbaukraft zentral angreifen.
Wenn ein selbsthaltendes Lager gleichzeitig auf die Welle und in die Gehäusebohrung gepresst wird, muss die Einbaukraft gleichmäßig auf beide Ringe verteilt werden und die Anlageflächen des Einbauwerkzeugs müssen in einer Ebene liegen. In diesem Fall sollte, wenn immer möglich, der SKF Lager-Einbauwerkzeugsatz (Bild 2) verwendet werden.
Bei winkelbeweglichen Lagern verhindert eine vor das Lager gesetzte Montagescheibe, dass der Lageraußenring ausschwenken oder verkanten kann, wenn das Lager zusammen mit der Welle in die Gehäusebohrung eingeführt wird (Bild 3). Bei einigen mittelgroßen Pendelkugellagern der Reihen 12 und 13 steht der Kugelsatz seitlich etwas aus dem Lager hervor, weshalb die Montagescheibe eine Eindrehung haben muss.

Einbau im angewärmten Zustand

Größere Lager können in der Regel nicht im kalten Zustand eingebaut werden, weil mit zunehmender Lagergröße die erforderlichen Einbaukräfte stark ansteigen.
Die für die Montage erforderliche Temperaturdifferenz zwischen Lagerring und Gegenstück richtet sich nach dem Passungsübermaß und dem Durchmesser des Lagersitzes. Im Allgemeinen dürfen offene Lager nicht über 120 °C erwärmt werden. Lager mit Deck- oder Dichtscheiben empfiehlt SKF nicht über 80 °C anzuwärmen. Sollten höhere Anwärmtemperaturen erforderlich sein, ist darauf zu achten, dass die für Fettfüllung und Dichtung zulässigen Temperaturobergrenzen nicht überschritten werden.
Beim Anwärmen der Lager sind örtliche Überhitzungen zu vermeiden. Mit den elektrischen SKF Induktionsanwärmgeräten (Bild 4) lässt sich eine zuverlässige, gleichmäßige Anwärmung erzielen. Bei der Verwendung von Anwärmplatten müssen die Lager mehrmals gewendet werden. Die Dichtungen abgedichteter Lager dürfen die Anwärmplatte nicht berühren. Zwischen Anwärmplatte und Lagerinnen- oder außenring ist ein Ring anzuordnen. Es sind daher immer die nachstehenden Sicherheitshinweise zu beachten.
Ausführliche Angaben zum Einbau von Wälzlagern enthält die Druckschrift 4100 SKF Service-Handbuch, die beim Technischen SKF Beratungsservice anzufordern ist.

WARNUNG

Sicherheitshinweise für Fluor-Kautschuk und Polytetrafluorethylen


Fluor-Kautschuk (FKM) und Polytetrafluorethylen (PTFE) sind unter normalen Betriebsbedingungen und bei Temperaturen bis 200 °C sehr stabil und ungefährlich. Wenn sie jedoch Temperaturen über 300 °C ausgesetzt werden, z. B. durch Feuer oder die Flamme eines Schneidbrenners, setzen FKM und PTFE gefährliche Gase und Dämpfe frei. Diese Dämpfe sind gesundheitsschädlich, wenn sie eingeatmet werden oder in die Augen gelangen. Auch nach dem Abkühlen ist der Umgang mit Dichtungen aus diesen Werkstoffen, die solch hohen Temperaturen ausgesetzt waren, immer noch gefährlich. Ein Hautkontakt muss vermieden werden!

Wenn mit abgedichteten Lagern umgegangen werden muss, die hohen Temperaturen ausgesetzt waren, wie z.B. beim Ausbau des Lagers, sind die folgenden Sicherheitsbestimmungen einzuhalten:
  • Immer Schutzbrille und Schutzhandschuhe tragen, gegebenenfalls auch entsprechendes Atemschutzgerät.
  • Die Überreste der Dichtungen in einen dicht schließenden Kunststoffbehälter geben, der mit dem Gefahrensymbol für „Ätzendes Material“ gekennzeichnet ist.
  • Die entsprechenden Sicherheitsbestimmungen im Sicherheitsdatenblatt beachten.

Bei Kontakt mit solchen Dichtungen sind die Hände mit Seife zu reinigen und mit reichlich Wasser zu spülen, die Augen sind nach Kontakt mit viel Wasser auszuspülen und es ist ein Arzt aufzusuchen. Wenn Dämpfe eingeatmet werden, ist sofort ein Arzt aufzusuchen.

Für den sicheren Umgang während der Gebrauchsdauer bis hin zur Verschrottung und der umweltgerechten Entsorgung der Dichtung ist der Anwender zuständig. SKF ist nicht verantwortlich für die aus unsachgemäßer Handhabung von Lagern mit Dichtungen aus FKM und PTFE herrührenden möglichen Folgeschäden. SKF ist nicht verantwortlich für die aus unsachgemäßer Handhabung von Lagern mit Dichtungen aus FKM und PTFE herrührenden möglichen Folgeschäden.
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