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Ausführungen und Varianten

SKF Standardsortiment

Das SKF Sortiment an Pendelrollenlagern ist das umfangreichste auf dem Markt. Das Standardsortiment umfasst:
  • Lager der Ausführungen CC, CA und E
  • Abgedichtete Lager
  • Lager für Vibrationsmaschinen
  • Lager für Windenergieanlagen

Alle SKF Pendelrollenlager sind SKF Explorer Lager, und nahezu alle Lager sind optional mit kegeliger Bohrung verfügbar. Je nach Lagerreihe hat die kegelige Bohrung:

  • einen Kegel 1:12 (Nachsetzzeichen K)
  • einen Kegel 1:30 (Nachsetzzeichen K30)

Bei Bedarf an Ausführungen, die nicht in der Produkttabelle aufgeführt sind, ist der Technische SKF Beratungsservice einzuschalten.

Lager der Ausführungen CC, CA und E

Lager der Ausführung CC

  • haben zwei Fensterkäfige aus Stahlblech, einen bordlosen Innenring und einen darauf zentrierten Führungsring (Bild 1)
  • sind in der Produkttabelle durch das Nachsetzzeichen C bzw. CC gekennzeichnet
  • sind in der Produkttabelle durch das Nachsetzzeichen EC oder bei größeren Lagern durch ECC gekennzeichnet; alle Lager weisen eine optimierte innere Konstruktion und damit eine besonders hohe Tragfähigkeit auf

Lager der Ausführung CA

  • haben einen einteiligen Doppelkammkäfig aus Messing, Halteborde am Innenring und einen auf dem Innenring zentrierten Führungsring (Bild 2)
    Die Halteborde sichern die Rollen gegen Herausfallen, falls der Innenring beim Einbau oder der Inspektion ausgeschwenkt werden muss. Zur Rollenführung oder zur Aufnahme von Axiallasten werden sie nicht benötigt.
  • sind in der Produkttabelle durch das Nachsetzzeichen CA gekennzeichnet
  • sind in der Produkttabelle bei größeren Lagern durch das Nachsetzzeichen ECA gekennzeichnet und haben eine optimierte innere Konstruktion und damit eine besonders hohe Tragfähigkeit

Lager der Ausführung E

  • haben zwei Fensterkäfige aus Stahlblech, einen bordlosen Innenring und einen losen Führungsring; bei den Lagern mit Bohrungsdurchmesser d ≤ 65 mm wird der Führungsring auf dem Innenring und bei den Lagern mit Bohrungsdurchmesser d > 65 mm auf den Käfigen geführt (Bild 3)
  • sind in der Produkttabelle durch das Nachsetzzeichen E gekennzeichnet
  • haben eine optimierte innere Konstruktion für höhere Tragfähigkeit

Käfige

Weitere Hinweise zur Eignung von Käfigen finden Sie im Abschnitt Käfige.

Umfangsnut und Schmierlöcher

  • Um eine wirkungsvolle Schmierung sicherzustellen, haben Lager der Ausführungen CC und CA eine Umfangsnut und drei Schmierlöcher im Außenring, Nachsetzzeichen W33, bzw. drei Schmierlöcher im Außenring, Nachsetzzeichen W20 (Bild 4).
  • SKF E Lager (Bild 3) haben standardmäßig eine Umfangsnut und drei Schmierlöcher. Dieses Merkmal ist in der Lagerbezeichnung nicht angegeben (kein Nachsetzzeichen).
Abgedichtete Lager
  • haben die gleichen Eigenschaften und internen Merkmale wie offene Pendelrollenlager
  • werden serienmäßig mit zylindrischer Bohrung gefertigt
  • sind mit einem hochwertigen Schmierfett gefüllt und sollen vor dem Einbau nicht ausgewaschen werden
  • haben eine Umfangsnut und drei Schmierlöcher im Außenring, mit Ausnahme der Lager mit dem Nachsetzzeichen W
  • sind auf einer bzw. beiden Seiten des Lagers mit einer Berührungsdichtung versehen, die aus einem der folgenden Werkstoffe gefertigt ist:
    • stahlblecharmiertem NBR (Nachsetzzeichen CS oder RS)
    • stahlblecharmiertem HNBR (Nachsetzzeichen CS5 oder RS5)
    • stahlblecharmiertem FKM (Nachsetzzeichen CS2)

Die Dichtscheiben sitzen mit ihrer äußeren Kante fest in den Eindrehungen am Außenring (Bild 5). Bzw. sind dort bei größeren Lagern durch einen Sicherungsring festgesetzt (Bild 6).

Beidseitig abgedichtete Lager sind auf Lebensdauer geschmiert und damit praktisch wartungsfrei (→ Fettgebrauchsdauer für abgedichtete Lager). Sie werden mit unterschiedlichen Schmierfetten befüllt (Tabelle 1):
  • SKF Schmierfett LGEP 2 (Nachsetzzeichen VT143) serienmäßig
  • SKF Schmierfett LGHB 2 (Nachsetzzeichen GEM) oder Schmierfett LGWM 2 (Nachsetzzeichen GLE) auf Anfrage
Weitergehende Informationen über Schmierfette enthält der Abschnitt Auswahl eines geeigneten Schmierfetts.

Fettgebrauchsdauer für abgedichtete Lager

Die Fettgebrauchsdauer in abgedichteten Lagern entspricht der Gebrauchsdauer L10und gibt den Zeitraum an, zu dem noch 90 % der Lager zuverlässig geschmiert sind. Sie ist abhängig von der Belastung, der Betriebstemperatur und dem Drehzahlkennwert. Sie kann für Lager mit dem Standard-Schmierfett SKF LGEP 2 (Nachsetzzeichen VT143) wie folgt bestimmt werden:

  • Diagramm 1, bei leichten Belastungen (P ≤ 0,067 C)
  • Diagramm 2, bei normalen Belastungen (P ≤ 0,125 C)
Die Fettgebrauchsdauer gilt für folgende Betriebsbedingungen:
  • waagerecht angeordnete Welle
  • umlaufender Innenring
  • Betriebstemperaturen innerhalb der grün dargestellten Temperaturzone des Fetts (→ Tabelle 1)
  • stationäre Maschine
  • schwingungsarmer Betrieb
  • Tragzahl Fa/Fr ≤ e (→ Produkttabelle)
  • Drehzahl unterhalb der Grenzdrehzahl (→ Produkttabelle) und unterhalb der in Tabelle 2 angegebenen Grenzwerte

Bei abweichenden Betriebsbedingungen erhält man die Fettgebrauchsdauer angenähert aus der für das offene Lager ermittelten Schmierfrist (→ Ermittlung der Schmierfristen für Fett), die um den Faktor 2,7 zu verlängern ist.


Nachschmieren abgedichteter Lager

Wenn die geforderte Gebrauchsdauer länger ist als die Schmierfettgebrauchsdauer, müssen die Lager ggf. nachgeschmiert werden. Richtwerte für die zur Nachschmierung abgedichteter Lager erforderlichen Fettmenge können ermittelt werden aus

Gp = 0,0015 D B

Hierin sind:
Gp
=
die Fettmenge [g]
D
=
Lageraußendurchmesser [mm]
B
=
Lagerbreite [mm]

Beim Nachschmieren ist das Fett langsam über die Schmierlöcher im Außenring einzupressen, vorzugsweise in das umlaufende Lager. Ansonsten könnten die Dichtungen beschädigt werden. SKF empfiehlt zum Nachschmieren vorzugsweise das gleiche Fett wie bei der Initialfüllung zu verwenden.

WARNUNG

Die Dichtscheiben aus Fluor-Kautschuk (FKM) geben bei Temperaturen über 300 °C gesundheitsschädliche Gase und Dämpfe ab. Auch nach dem Abkühlen ist der Umgang mit diesen Lagern gefährlich.

Es sind die Sicherheitshinweise im Abschnitt WARNUNG zu beachten.

Lager für Vibrationsmaschinen
  • stehen in der Baureihe 223 zur Verfügung
  • sind mit zylindrischer und mit kegeliger Bohrung erhältlich
  • haben serienmäßig die Radialluft C4
  • sind mit einer Umfangsnut und drei Schmierlöchern im Außenring versehen
  • stehen auch mit PTFE-beschichteter zylindrischer Bohrung zur Verfügung (Nachsetzzeichen VA406), was Reibkorrosion zwischen Welle und Lagerbohrung verhindert, bei einer Wärmedehnung der Welle in Loslagerpositionen mit Belastung des Außenrings. Eine entsprechende Wärme- und Oberflächenbehandlung des Lagersitzes auf der Welle kann entfallen.
  • werden in einer der folgenden Ausführungen gefertigt:
    • Lager der Ausführung E/VA405 (Bild 7) haben zwei Fensterkäfige aus Stahlblech, einen bordlosen Innenring und einen losen Führungsring; bei den Lagern mit Bohrungsdurchmesser d ≤ 65 mm wird der Führungsring auf dem Innenring und bei den Lagern mit Bohrungsdurchmesser d > 65 mm auf den Käfigen geführt.
    • Lager der Ausführungen EJA/VA405 und CCJA/W33VA405 (Bild 8 und Bild 9) haben zwei randschichtgehärtete Fensterkäfige aus Stahlblech, einen bordlosen Innenring und einen Führungsring, der auf der Außenringlaufbahn zentriert ist.

Beschleunigung
In Vibrationsmaschinen werden die Rollen und die Käfige durch auftretende Zentrifugalkräfte und Beschleunigungen extrem beansprucht. Dies macht Lager besonderer Konstruktion erforderlich. SKF Pendelrollenlager für Vibrationsmaschinen können erheblich höhere Beschleunigungen aufnehmen als vergleichbare Lager der Grundausführung. Die maximal zulässigen Beschleunigungen hängen ab von der Lagerschmierung und der Art der Beschleunigung ˗ radial oder axial.

  • Drehbeschleunigungen

    In diesem Fall wirken bei Umfangslast am Außenring hohe Zentrifugalkräfte auf das Lager bzw. infolge schneller Drehzahländerungen hohe Winkelbeschleunigungen im Lager. Dadurch sind die Käfige zyklischen Belastungen durch die unbelasteten Rollen ausgesetzt. Beispiele: Schwingsiebe (Bild 10), Vibrationsmotoren, Planetengetriebe sowie alle Lagerungen, die hohen Beschleunigungen bzw. schnellen Drehzahländerungen ausgesetzt sind

  • Linearbeschleunigungen

    In diesem Fall werden die Lager hohen Stoßbelastungen oder Erschütterungen ausgesetzt, die Linearbeschleunigungen in einer Radialrichtung bewirken und hohe Beanspruchungen der Käfigtaschen zur Folge haben. Beispiel: Eine Beschleunigung entsteht, wenn die Räder eines Schienenfahrzeugs über die Schienenstöße rollen (Bild 11).

In Vibrations-Straßenwalzen, die gegen relativ harte Oberflächen vibrieren, sind die Lager einem Mix aus Dreh- und Linearbeschleunigungen ausgesetzt. Lagerabhängige Richtwerte für die zulässigen Dreh- und Linearbeschleunigungen sind in der Produkttabelle angegeben und gelten für Ölschmierung. Die Richtwerte sind als Vielfaches der Erdbeschleunigung angegeben (g = 9,81 m/s2).

Systemlösungen für Siebmaschinen

Bei SKF stehen nicht nur die Lager für Vibrationsmaschinen als solche, sondern auch komplette Systemlösungen für Siebmaschinen zur Verfügung. Diese Systemlösungen sind Kombinationen aus Lagerungs- und Zustandsüberwachungstechnik und in der Lage, die Leistung von Siebmaschinen zu steigern und den Wartungsaufwand zu reduzieren.

WARNUNG

Der zur Beschichtung der Lagerbohrung eingesetzte PTFE-Werkstoff gibt bei Temperaturen über 300 °C gesundheitsschädliche Gase und Dämpfe ab. Auch nach dem Abkühlen ist der Umgang mit diesen Lagern gefährlich.

Es sind die Sicherheitshinweise im Abschnitt WARNUNG zu beachten.

Lager für Windenergieanlagen
  • stehen in der Baureihe 240 zur Verfügung, ab d ≥ 530 mm
  • sind genau auf die Hauptantriebswellen in Windenergieanlagen zugeschnitten
  • haben eine optimierte innere Geometrie mit größeren Rollen und größerem Berührungswinkel, für eine höhere axiale Tragfähigkeit (Bild 12)
  • haben einen rollengeführten Massiv-Gusseisenkäfig für erhöhte Stabilität
  • haben keinen Führungsring
  • haben eine breite Umfangsnut und sechs Schmierlöcher im Außenring
  • sind in der Produkttabelle durch das Nachsetzzeichen BC gekennzeichnet
Anwendungsoptimierte Lager
SKF fertigt zusätzlich Speziallager, um den besonderen Anforderungen des jeweiligen Einbaufalls besser entsprechen zu können. Zum Beispiel CARB Lager für:
  • Druckmaschinen, Papiermaschinen und Präzisions-Beschichtungssysteme
  • extreme Betriebsbedingungen, z. B. in Stranggießanlagen
  • Lager für hohe Drehzahlen
  • Einbau mit loser Passung auf dem Walzenzapfen
  • Schienenfahrzeuge
Lager für hohe Drehzahlen
  • haben um 50 % höhere Grenzdrehzahlen als Standardlager
  • sind in den Baureihen 223, 232, 240 und 241 in Sonderausführung erhältlich
  • sind durch das Nachsetzzeichen VA991 gekennzeichnet
  • wurden für Multimegawatt-Industriegetriebe entwickelt

Weitere Informationen über diese Speziallager erhalten Sie von SKF.

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